Sixt Plus: Auto-Abo startet ab einem Preis von 350 Euro im Monat

Der Autovermieter Sixt startet ein Autoabo für den privaten Einsatz. Leider fehlt das Wichtigste beim Abo fürs Auto.

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Sixt Plus bietet Autos im Abo ab 350 Euro pro Monat.
Sixt Plus bietet Autos im Abo ab 350 Euro pro Monat. (Bild: Sixt)

Ein Abo für das Auto hat der Autovermieter Sixt gestartet. Wie auch bei der Autovermietung kann aus verschiedenen Geräteklassen gewählt werden. Abhängig von der gewählten Klasse ändern sich die Kosten für das gebuchte Auto. Auf der Sixt-Plus-Webseite bewirbt der Anbieter das Abo damit, dass es "jederzeit monatlich kündbar" ist.

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Zu den monatlichen Abogebühren kommt bei Neuabschluss eine einmalige Startgebühr von 200 Euro dazu. Bei der Buchung dauert es derzeit fünf Tage, bis das Auto genutzt werden kann. Für die Nutzung von Sixt Plus ist zwingend eine Kredit- oder Debitkarte erforderlich. Prepaid-Kreditkarten werden nicht akzeptiert.

Das preisgünstigste Modell kostet 350 Euro und wird als Wagenklasse VW Polo bezeichnet. Das teuerste Modell ist die Wagenklasse Mercedes S-Klasse und liegt bei monatlichen Kosten von 1.350 Euro. Wie auch bei der Autovermietung wird der Kundschaft immer nur eine bestimmte Wagenklasse angeboten. Wer das bucht, erfährt erst bei der Übergabe, welches Automodell er erhält. Die Autos sollen maximal ein Jahr alt sein und zum Abo gehört mindestens einmal pro Jahr ein neues Auto. Das Sixt-Plus-Auto gilt nur für Fahrten innerhalb Deutschlands. Wer damit ins Ausland fahren will, muss das Zielland gegen einen monatlichen Aufpreis freischalten lassen. Angaben zu diesen Preisen macht der Anbieter im Fragebereich der Sixt-Plus-Webseite nicht.

Im Vergleich zu Mietwagen gibt es wenig Freikilometer

In der Miete sind monatlich 500 Freikilometer enthalten. Zum Vergleich: Wer bei Sixt einen normalen Mietwagen für einen Monat bucht, erhält 3.600 Freikilometer. Jeder weitere gefahrene Kilometer wird für das Autoabo mit 20 Cent von Sixt berechnet. Wer also deutlich mehr als 500 Kilometer monatlich fährt, sollte überlegen, ob gleich die Kilometerpauschale aufgestockt wird. Abhängig vom gewählten Fahrzeugtyp fallen hierfür unterschiedlich hohe Kosten an.

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Bei Kleinwagen werden für 1.000 Kilometer pro Monat 35 Euro verlangt und 2.000 Kilometer sind 53 Euro teurer. Bei größeren Modellen können 2.000 Freikilometer 100 Euro monatlichen Aufpreis bedeuten. Mehr als 2.000 Freikilometer pro Monat werden im Rahmen des Autoabos nicht angeboten. Wer mit dem Auto weiter weg in den Urlaub fahren will, muss mit erheblichen Mehrkosten rechnen. Für 1.000 weitere Kilometer fallen dann 200 Euro zusätzlich an. Die gefahrenen Kilometer müssen an Sixt jeden Monat übermittelt werden. Wird das vergessen, fallen dafür im ersten Monat Strafgebühren in Höhe von 9,99 Euro an, danach steigen die Kosten dafür auf 19,99 Euro.

Im Abo sind Wartungskosten, Kfz-Steuer, Rundfunkbeitrag, Haftpflichtversicherung sowie Vollkasko- und Diebstahlschutzversicherung enthalten. Letztere hat einen Selbstbehalt in Höhe von 2.000 Euro. Auf der Sixt-Plus-Startseite war dies anfangs fälschlicherweise mit 1.000 Euro angegeben, bei der Buchung verschiedener Wagenklassen sind es immer 2.000 Euro Selbstbehalt. Sixt hat sich am Abend des 19. Juni 2020 bei Golem.de gemeldet und mitgeteilt, dass die Angabe auf der Homepage mittlerweile korrigiert wurde.

Gegen Aufpreis kann die Summe für den Selbstbehalt verringert werden. Auch die Kosten für Hauptuntersuchung und Zulassung sowie Abmeldung und eine wintertaugliche Bereifung sind im Preis enthalten. Eine andere Person kann zum Fahren des Autos berechtigt werden, das kostet zusätzliche Gebühren. Über die Höhe der Gebühren macht der Anbieter im Fragebereich der Sixt-Plus-Webseite keine Angaben. Die Tankkosten kommen dann noch dazu.

Der Autor meint dazu:

Es ist schade, dass Sixt bei seinem Abo auf die wichtigste Funktion für so einen Dienst verzichtet: den Wechsel der Wagenklasse. Vor allem für Familien mit Kindern wäre so ein Abo ansonsten ideal. Sie könnten die meiste Zeit im Jahr mit einem Kleinwagen auskommen und sich für den Urlaub ein größeres Auto nehmen, in dem viel Stauraum benötigt wird, um alles Gepäck unterbringen zu können. Aber das würde dann jedesmal eine umständliche Kündigung des Abos bedeuten. Dabei würden dann bei einem neuen Abo 200 Euro Gebühr anfallen. Damit verzichtet Sixt auf die besonderen Möglichkeiten eines Autoabos und macht das Angebot unnötig unattraktiv.

Nachtrag vom 18. Juni 2020, 11:29 Uhr

Wir haben die Meldung überarbeitet. In der ersten Version haben wir irrtümlicherweise angegeben, dass die Kündigungsfrist für die Kundschaft anfangs drei Monate betragen würde. Dieser Zeitraum beträgt aber einen Monat. Wir haben die Passagen überarbeitet.

Nachtrag vom 25. Juni 2020

Sixt wies Golem.de darauf hin, dass es im Abo von Sixt Plus doch möglich sei, die Fahrzeugklasse zu wechseln. Die Webseite zu Sixt Plus liefert dazu weiterhin keine Informationen. Golem.de veröffentlichte einen aktuellen Bericht mit weiteren neuen Informationen zu Sixt Plus.

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plutoniumsulfat 26. Jun 2020

Zudem kann man den eigenen Wagen auch mal länger als 5 Jahre nutzen...

herc 25. Jun 2020

wieviele Freikilometer gibt es da ?

johnripper 25. Jun 2020

Yepp. Bei Geschäftskunden läuft das irgendwie anders. Hatte mal privat bei Europcar...

Sinbad 22. Jun 2020

also ich begreife nicht, was damit gesagt werden soll. Sehr verworren.

Sedios-1976 21. Jun 2020

Ja geil da wünsche ich ihm viel Spass beim rumsausen. Für einen neues EAuto ein...



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