Sites: Deutsche Telekom will Funktürme mit Vodafone zusammenlegen
Die Deutsche Telekom erwägt eine Fusion ihrer Mobilfunkmasten mit denen von Konkurrenten wie Vodafone und Orange. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung(öffnet im neuen Fenster) auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Telekom arbeite mit Beratern, um Optionen wie einen Verkauf, eine Börsennotierung oder eine strategische Partnerschaft für die Vermögenswerte zu prüfen.
Die spanische Cellnex Telecom wäre ebenfalls interessiert, ihre Masten mit denen der Telekom zusammenzulegen. Das in Madrid und Barcelona ansässige Unternehmen hat seine 53.000 europäischen Sites in den vergangenen Jahren durch eine Reihe von Übernahmen aufgebaut und bereits einen Vertrag mit der Telekom in den Niederlanden geschlossen.
Telekom-Chef Tim Höttges hatte im Mai 2021 angekündigt , den Verkauf der Funkturmsparte in die Wege zu leiten.
Bei dem Verkauf soll es nur um die passive Infrastruktur gehen, nicht um die Sendeanlagen. Derzeit hat das Unternehmen Schulden in Höhe von knapp 130 Milliarden Euro. Die Außenstände sind durch die Übernahme und Integration von Sprint in den USA sowie den Kauf neuer 5G-Frequenzen für den Netzbetreiber stark angestiegen.
Telekom hofft auf 20 Milliarden Euro Bewertung
Angesichts der hohen Nachfrage nach Anlagemöglichkeiten im Bereich Infrastruktur ist eine Bewertung von bis zu 20 Milliarden Euro einschließlich Schulden möglich, was dem 30-Fachen des erwarteten Betriebsergebnisses (Ebitda) entsprechen würde. Allerdings spielten die Verträge zur künftigen Nutzung der Masten durch die Telekom eine entscheidende Rolle bei der Bewertung.
Das Tower Business besteht aus kleineren Anlagen bis hin zum Berliner Fernsehturm am Alexanderplatz. Die Telekom hat einen Großteil ihrer Funktürme seit dem Jahr 2016 in einer separaten Einheit zusammengefasst. Dazu zählt vor allem die Deutsche Funkturm GmbH (DFMG) mit Hauptsitz in Münster. Die Gesellschaft verwaltet die mehr als 33.000 Standorte in Deutschland und errichtet neue Standorte. Hinzu kommen rund 7.000 Standorte in Österreich. Die Telekom besitzt in Europa noch weitere Funktürme, die noch nicht in die Einheit eingegliedert sind.
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