Sirka: Ein Anzug hilft, Haltung zu bewahren

Vor Fehlhaltungen soll ein Anzug schützen, den das DFKI entwickelt hat: Er erfasst die Position der Gliedmaßen und warnt bei falschen Bewegungen.

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Sirka-Demonstrator: akustische Warnung vor Fehlhaltung
Sirka-Demonstrator: akustische Warnung vor Fehlhaltung (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Schlecht sitzen, sich verrenken, ungünstig knien - Gründe für eine schlechte Haltung gibt es viele. Über die Jahre kann das zu Gesundheitsschäden führen. Ein Sensoranzug soll dafür sorgen, dass sein Träger Haltung bewahrt.

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Sensoranzug zur individuellen Rückmeldung körperlicher Aktivität, kurz Sirka, heißt das Projekt, an dem das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) sowie verschiedene Industriebetriebe beteiligt sind. In den Anzug sind neun Lagesensoren eingelassen - je zwei in jedem Bein und jedem Arm sowie einer am Rücken. Es sind Inertialsensoren mit Accelerometer, Gyroskop und Kompass - vergleichbar den Lagesensoren, die in einem Smartphone stecken.

Sensoren zeichnen Bewegungen auf

Der Sensoranzug hat zwei Aufgaben: Im ersten Schritt sollen sie die Haltung des Menschen erfassen. Sie messen die Position der Gliedmaßen und zeichnen diese auf. Eines der am Projekt beteiligten Unternehmen sei etwa die Meyer-Werft in Papenburg, erzählt Florian Maaß vom DFKI in Bremen im Gespräch mit Golem.de. Die Schweißer dort knieten oft, und Elektriker müssten häufig über dem Kopf arbeiten.

Die Sensoren zeichneten solche Haltungen auf, die für den Körper problematisch sein können. Am Ende des Arbeitstages soll der Betriebsarzt die Daten auswerten und nach Möglichkeiten suchen, Fehlhaltungen und daraus resultierende Schäden zu vermeiden. Das könne der Rat sein, Sport zum Ausgleich zu treiben, das könne aber auch der Hinweise sein, bestimmte Haltungen zu korrigieren.

Anzug warnt Träger

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Dabei kommt die zweite Funktion des Anzugs ins Spiel: Er soll den Träger überwachen und diesen vor falschen Bewegungen warnen, durch Vibration oder auch akustisch. Das lässt sich natürlich auch auf jene anwenden, die nicht in der Werkshalle, sondern am Schreibtisch arbeiten.

Der Anzug könne aber auch außerhalb der Arbeitswelt eingesetzt werden, sagt Maaß: Beim Sport etwa könne er helfen, Übungen richtig zu machen und Fehlhaltungen zu berichtigen. Auch eine Anwendung im medizinischen Bereich sei denkbar: Der Anzug könnte einen Patienten nach einer Operation vor Bewegungen warnen, die etwa die Wunde belasten.

Das DFKI stellt Sirka auf der Cebit vor (Halle 9, Stand F43). In dem Dreivierteljahr seit Beginn des Projektes haben die Forscher einen stabil laufenden Demonstrator entwickelt. Eine der Herausforderungen sei dabei einer der Einsatzorte gewesen, erzählt Maaß: Auf einer Werft funktioniere durch das viele Metall der Kompass nicht zuverlässig. Eine Aufgabe der DFKI-Forscher sei deshalb gewesen, einen eigenen Algorithmus zu entwickeln, um ohne Kompass auszukommen.

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