Abo
  • Services:

Siri vs. Google Assistant: Apple schnappt sich Googles KI-Chefentwickler

Es geht um die richtigen Köpfe: Googles bisheriger Chefentwickler im Bereich künstliche Intelligenz wechselt zu Apple. John Giannandrea soll Apples Siri konkurrenzfähig zum Google Assistant und zu Amazons Alexa machen.

Artikel veröffentlicht am ,
John Giannandrea leitet die KI-Abteilung bei Apple.
John Giannandrea leitet die KI-Abteilung bei Apple. (Bild: Steve Jennings/Getty Images for Techcrunch)

Rund um Siri passiert gerade eine Menge bei Apple: Der iPhone-Hersteller hat Googles Chefentwickler aus dem Bereich künstliche Intelligenz abgeworben, berichtet die New York Times. Die Zeitung zitiert aus einer E-Mail von Apple-CEO Tim Cook, der darin seine Angestellten über den Neuzugang informiert. John Giannandrea wird eine von 16 Führungskräften, die direkt an den Apple-CEO berichten. Dabei wird Giannandrea den Bereich Maschinenlernen sowie Strategie künstlicher Intelligenz leiten.

Stellenmarkt
  1. Versicherungskammer Bayern, München
  2. rabbit eMarketing GmbH, Frankfurt

Mit diesem Schritt will Apple Siri wettbewerbsfähig bekommen. Apples digitaler Assistent hinkt bezüglich des Funktionsumfangs den Fähigkeiten von Google Assistant oder Amazons Alexa hinterher. Das zeigt sich vor allem seit der Markteinführung des Homepod, Apples erstem smarten Lautsprecher, der mit Siri läuft. Noch gibt es den Apple-Lautsprecher nicht in Deutschland, aber unser Homepod-Test zeigte bereits die Lücken des Systems. Auf smarten Lautsprechern arbeiten digitale Assistenten, die mit der Sprache gesteuert werden.

Digitale Assistenten weit vom Ideal entfernt

Derzeit schaffen es weder Amazon noch Google, ihre smarten Lautsprecher so intelligent zu machen, dass sie auf alle Fragen eine Antwort wissen. Beide Systeme versagen noch immer, wenn eine Ansage nicht so strukturiert ist, wie es der digitale Assistent erwartet, hat unser Test von Alexa und Google Assistant Anfang des Jahres gezeigt. Der Nutzer muss sich noch immer an die digitalen Assistenten anpassen. An diesem Problem arbeiten Amazon und Google mit Hochdruck und wollen den Umgang damit für den Anwender immer natürlicher machen.

In den vergangenen Jahren entstand der Eindruck, als ob Apple dem Treiben von Amazon und Google tatenlos zuschaut. Dabei war Apple mit Siri ein Pionier bei digitalen Assistenten, wurde aber sowohl von Amazon als auch Google bald überholt. Der Funktionsumfang von Alexa und Google Assistant ist weitaus höher als der von Siri. Hierbei geht es nur um die Basisfunktionen, Alexa und Google Assistant lassen sich mittels Skills respektive Actions um zusätzliche Funktionen erweitern, dann vergrößert sich der Vorsprung zu Siri.

Wie Apple genau auf die bekannten Siri-Nachteile reagieren will, ist noch nicht bekannt. Seit einigen Monaten sucht Apple verstärkt nach Siri-Entwicklern, um den digitalen Assistenten in diesem Bereich verbessern zu können. In diesem Zusammenhang passt der aktuelle Neuzugang und zeigt, wie wichtig Apple dieser Bereich nun doch geworden ist. Der 53-Jährige könnte Apple für Bewerber interessanter machen, die im Bereich künstliche Intelligenz tätig sind.

Giannandrea war acht Jahre bei Google

Giannandrea kam 2010 zu Google, als das Suchmaschinenunternehmen Metaweb aufgekauft hatte, wo der Schotte als Chief Technology Officer tätig war. Metaweb baute eine Wissensdatenbank auf, die Nutzer mit natürlichen Fragen nutzen konnten und die Google in seine Suchmaschine einbaute, um Nutzern genau die Antworten auf ihre Fragen bieten zu können. Diese Funktion nannte Google Knowledge Graph, sie wurde auch für den Google Assistent sehr wichtig. Als Giannandrea bei Google arbeitete, wurde künstliche Intelligenz immer wichtiger, er war mit am Aufbau von Google Brain beteiligt.

Seit 2016 war Giannandrea Leiter der Suchmaschinensparte bei Google und innerhalb der Suche wurde künstliche Intelligenz immer wichtiger. Künstliche Intelligenz dient unter anderem dazu, Sprachbefehle verstehen oder auch Personen innerhalb von Fotos erkennen zu können.

In einem Gespräch mit dem MIT Technology Review sagte Giannandrea vergangenes Jahr, dass er sich keine Sorgen mache, dass künstliche Intelligenz den Menschen einmal überflüssig machen werde. "Ich verstehe, warum die Leute darüber besorgt sind", sagte er und fügte hinzu, dass er derzeit "keine technologische Grundlage" sehe, wie das überhaupt möglich sein könnte.

Der Weggang von Giannandrea führt bei Google zu Veränderungen, allerdings wird nicht erwartet, dass Google im Bereich künstliche Intelligenz nun geschwächt ist. Die Rolle von Giannandrea nimmt künftig Jeff Dean ein, hat sich CNBC von Google bestätigen lassen. Dean gehörte zum Aufbauteam von Google Brain und leitet künftig den Bereich künstliche Intelligenz bei Google. Giannandrea war auch für die Suche zuständig, die künftig von Ben Gomes verantwortet wird, der seit 2000 bei Google tätig ist. Mit der Aufteilung zeigt Google, dass künstliche Intelligenz für alle Produktbereiche des Unternehmens wichtig ist und nicht nur für die Suche und daran angekoppelte Funktionen. Die Aufteilung könnte neue Impulse bringen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 704,99€ inkl. Versand (Vergleichspreis 748,88€)
  2. 49,99€/59,99€
  3. für 849€ (Einzelpreis der Grafikkarte im Vergleich teurer als das Bundle)

quineloe 05. Apr 2018

50% hat ein Bekannter für den Zeitraum der Frist bekommen. okay, ich weiß das letzte Mal...

superdachs 04. Apr 2018

Hä? Das geht doch alles, zumindest mit google. Dass man dafür online sein sollte liegt...

violator 04. Apr 2018

Hey, Apple würde doch niemals Daten seiner heiligen Nutzer sammeln, das machen doch nur...

Beeblox 04. Apr 2018

Mich ekelt diese Wortwahl ein wenig an. Wird denn ein Mitarbeiter geschnappt...

Unix_Linux 04. Apr 2018

... Abgeworben.


Folgen Sie uns
       


Ubitricity ausprobiert

Das Berliner Unternehmen Ubitricity hat ein eichrechtskonformes System für das Laden von Elektroautos entwickelt. Das Konzept basiert darauf, dass nicht die Säule, sondern der Kunde selbst für die Stromzählung sorgt.

Ubitricity ausprobiert Video aufrufen
Shift6m-Smartphone im Hands on: Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich
Shift6m-Smartphone im Hands on
Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich

Cebit 2018 Das deutsche Unternehmen Shift baut Smartphones, die mit dem Hintergedanken der Nachhaltigkeit entstehen. Das bedeutet für die Entwickler: faire Bezahlung der Werksarbeiter, wiederverwertbare Materialien und leicht zu öffnende Hardware. Außerdem gibt es auf jedes Gerät ein Rückgabepfand - interessant.
Von Oliver Nickel


    CD Projekt Red: So spielt sich Cyberpunk 2077
    CD Projekt Red
    So spielt sich Cyberpunk 2077

    E3 2018 Hacker statt Hexer, Ich-Sicht statt Dritte-Person-Perspektive und Auto statt Pferd: Die Witcher-Entwickler haben ihr neues Großprojekt Cyberpunk 2077 im Detail vorgestellt.
    Von Peter Steinlechner


      K-Byte: Byton fährt ein irres Tempo
      K-Byte
      Byton fährt ein irres Tempo

      Das Startup Byton zeigt zur Eröffnung der Elektronikmesse CES Asia in Shanghai das Modell K-Byte. Die elektrische Limousine basiert auf der Plattform des SUV, der vor fünf Monaten auf der CES in Las Vegas vorgestellt wurde. Unter deutscher Führung nimmt der Elektroautohersteller in China mächtig Fahrt auf.
      Ein Bericht von Dirk Kunde

      1. KYMCO Elektroroller mit Tauschakku-Infrastruktur
      2. Elektromobilität Niu stellt zwei neue Elektromotorroller vor
      3. 22Motor Flow Elektroroller soll vor Schlaglöchern warnen

        •  /