Siri Recap und Live Rewind: Lauschangriff durch die Apple Watch
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KI kann eine ganze Menge, und manches davon ist sogar nützlich. Dazu zählen Transkriptionen von Gesprächsaufzeichnungen. Neben Wort-für-Wort-Niederschriften gibt es auch immer mehr Programme und Aufnahmegeräte, die Unterhaltungen zusammenfassen, um einen Überblick der wichtigsten Punkte zu bieten.
Eine solche Funktion hat Apple für seine neuen Apple Watches präsentiert: Siri Recap nimmt Gespräche in der Umgebung der Uhr auf und transkribiert sie – wenn Nutzer es wollen, den ganzen Tag lang. Nur: Werden die Gesprächspartner darüber nicht aufgeklärt, bekommen sie von der Aufzeichnung nichts mit.
Das ist durchaus problematisch. Zwar lassen sich Gespräche natürlich auch jederzeit mit einem Audiorekorder auf einem Smartphone aufzeichnen (und per KI zusammenfassen). Mit Siri Recap werden die Zusammenfassungen aber, wenn so voreingestellt, immer erstellt, ohne dass Nutzer das explizit starten müssen. Alternativ können Apple-Watch-Besitzer auch einstellen, dass ihre Uhr nur an bestimmten Orten oder zu bestimmten Zeiten lauscht. Ausschalten lässt sich die Funktion natürlich auch.
Apple Watch kann durchgehend alles zusammenfassen
Die Apple Watch kann also mit Siri Recap zum Dauerlauschangriff werden. Einziger positiver Punkt: Es werden keine Audioaufnahmen gespeichert, sondern nur die Zusammenfassungen erstellt. Wirklich cool klingt aber auch das nicht. Der Hintergrund der Funktion: Nutzer sollen am Ende des Tages alle Ereignisse nachlesen können, um an wichtige Dinge erinnert zu werden.
Apple erklärt auf der Produktseite der Funktion(öffnet im neuen Fenster), die zur neuen Audio-Intelligence-Suite gehört, wie Nutzer selbst, aber auch andere Personen geschützt werden sollen. Dazu gehört unter anderem, dass Siri Recap weder Audiodateien speichert, noch Wort-für-Wort-Transkriptionen anzeigt. Es gibt immer nur eine Zusammenfassung, die nach einer Woche gelöscht wird, wenn Nutzer sie nicht speichern.
Die Daten sind Apple zufolge nicht für das Unternehmen einsehbar und werden Ende-zu-Ende-verschlüsselt in iCloud abgelegt. Audiodateien, auf der die Transkriptionen basieren, werden im neuen S11-Chip auf der Apple Watch verarbeitet, auf den auch Apple nicht zugreifen kann, und anschließend gelöscht. Mindestens ein iPhone 16 muss gekoppelt sein(öffnet im neuen Fenster), was zumindest für eine teilweise Verarbeitung auf dem iPhone spricht.
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