Siri: Apple wird wegen Patentverletzung verklagt
Für Siri soll Apple Verfahren nutzen, die von einem anderen Unternehmen als Patent angemeldet wurden. Das US-Unternehmen Portal Communications hat Klage gegen Apple eingereicht(öffnet im neuen Fenster) . Die Firma wirft Apple vor, vor allem bei der Spracherkennung in Siri drei ihrer Patente widerrechtlich zu nutzen. Die Patente stammen aus den Jahren 2008(öffnet im neuen Fenster) , 2011(öffnet im neuen Fenster) und 2012(öffnet im neuen Fenster) und decken vor allem Verfahren ab, mit denen natürliche Sprache so umgewandelt wird, dass sie von Maschinen verstanden werden.
Siri funktioniert wie viele andere digitale Assistenten und wird vornehmlich mit der Stimme bedient. Auf Anfragen reagiert Siri idealerweise mit passenden Antworten. Dazu muss der Sprachbefehl des Nutzers von einer Maschine verstanden werden. Portal Communications ist der Meinung, dass damit seine Patente verletzt werden.
Verkaufsstopp gefordert
Das Unternehmen fordert Apple dazu auf, Schadensersatz in nicht genannter Höhe zu entrichten. Außerdem solle möglichst schnell in den USA ein Verkaufsverbot für Apple-Produkte verhängt werden, die mit Siri laufen. Folgende Apple-Produkte sind mit Siri ausgestattet: Das Smartphone iPhone, das Tablet iPad, die Smartwatch Apple Watch, der smarte Lautsprecher Homepod sowie alle Mac-Computer.

Apple kaufte Siri im Jahr 2010 auf und brachte den Sprachassistenten im Jahr 2011 auf den Markt. Es ist unklar, weshalb Portal Communications erst sieben Jahr nach der Markteinführung bemerkt, dass Apple damit gegen die eigenen Patente verstoßen habe. Vergleichbare Klagen von Portal Communications gegen Amazon, Google oder Microsoft sind bisher nicht bekannt. Diese nutzen mit Alexa, Google Assistant und Cortana ebenfalls Systeme, die mit der Sprache gesteuert werden.
Portal Communications hat die Klage im US-Bundesstaat Texas eingereicht. Bei bisherigen Patentklagen neigte das Gericht in Texas dazu, im Sinne der Patentinhaber zu entscheiden. Spätere Gerichte hoben diese Gerichtsentscheidungen oftmals später wieder auf.
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