Abo
  • Services:
Anzeige
Sir Tim Berners-Lee fordert Freiheit - nicht nur im Internet.
Sir Tim Berners-Lee fordert Freiheit - nicht nur im Internet. (Bild: Jörg Thoma/Golem.de)

Sir Tim Berners-Lee: "Seid Aktivisten!"

Sir Tim Berners-Lee fordert Freiheit - nicht nur im Internet.
Sir Tim Berners-Lee fordert Freiheit - nicht nur im Internet. (Bild: Jörg Thoma/Golem.de)

In seiner Keynote-Ansprache auf der Campus Party Europe 2012 hat Internetpionier Sir Tim Berners-Lee an die Entwicklergemeinde appelliert, nicht nur auf ihren Code zu sehen. Sie solle sich aktiv für die Freiheit des Internets und der Menschen einsetzen.

Er wolle den Entwicklern seine Idee einpflanzen, sagte Sir Tim Berners-Lee, Internetpionier und Entwickler der HTML-Sprache. Er sprach sich gegen Zensur und Bandbreitendrosselung aus und dafür, dass alle Menschen jede URL aufrufen dürften, die sie wollen. Diese Freiheiten müssten als Grundgedanke auch in jede App-Entwicklung einfließen, sagte er in seiner Keynote-Ansprache auf der Campus Party Europe 2012 am Samstag in Berlin.

Anzeige

Applikationen sollten von so vielen Menschen wie möglich genutzt werden können. Behinderungen und Sprachbarrieren müssten dabei überwunden werden. Denn auch aus diesen Gründen habe weltweit nur einer von vier Menschen einen Zugang zum Web und nur einer von drei Menschen Zugriff auf ein mobiles Telefon.

Nur Barrierefreiheit habe das Internet über die Jahre wachsen lassen. Und die Entwickler würden ebenfalls davon profitieren, sagte Berners-Lee.

Freiheit, aber kein Freibier

Das Internet müsse zwar frei bleiben, die dortigen Inhalte aber nicht kostenlos, sagte Berners-Lee weiter. Künstler sollten für ihre Musik, ihre Filme, ihre Bloginhalte, ihre Werke entlohnt werden. Berners-Lee zitierte einen Spruch aus der Open-Source-Welt: "Free as in freedom, but not as in free beer." Dafür gebe es verschiedene Geschäftsmodelle. Nicht alle funktionierten und viele würden wieder verworfen. Grundsätzlich entscheide immer der Nutzer, welche Inhalte er ansehen und welche Zahlungsdienstleister er nutzen wolle.

Geschlossene Systeme seien meist zum Scheitern verurteilt, sagte Berners-Lee auf die Frage, was er von sogenannten Walled-Gardens halte. Als Beispiel nannte er das Onlineangebot von AOL, einst größter Internetanbieter. Das Web sei dynamisch und offen und müsse unbedingt auch so bleiben. Da die Frage von einem Mozilla-Mitarbeiter kam, fügte er noch das Beispiel der Browser hinzu. Heute gebe es ja kein Browsermonopol mehr.

Standards für unbegrenzten Zugriff

Er freue sich darüber, dass vor allem die Entwicklung von Apps wieder offen werde. Dazu hätten auch die vom W3C übernommenen und verabschiedeten neuen Standards wie HTML5, CSS3, MathML oder SVG beigetragen. Das Web brauche solche Standards, damit jeder Browser und jeder Nutzer gleichermaßen denselben Zugriff auf Inhalte habe und vor allem aber den größtmöglichen Einfluss darauf, was mit seinen Daten passiert. Deshalb werde die Open Web Platform auch APIs bieten, die Zugriffsmöglichkeiten durch Nutzer erlauben sollen. Die Open Web Platform vereint alle neuen Webstandards.

Die Standards sollen weiterhin aus den Ideen einzelner entstehen, die offen diskutiert und dann mehrheitlich beschlossen werden sollen, sagte Berners-Lee. App-Entwickler sollten selbst Verbesserungsvorschläge einbringen.

Nur DNS ist zentral

Auch im Web müsse weiterhin sichergestellt werden, dass es von allen Menschen gleichermaßen genutzt werden kann. DNS sei beispielsweise in seiner ursprünglichen Form nicht für die Verwendung von internationalen Domains gedacht, sagte Berners-Lee. Es bedurfte jahrelanger Anpassungen, bis sie umgesetzt werden konnten. Überhaupt sei DNS fast die einzige zentrale Instanz in einem sonst dezentralen Internet.

Ebenso sei das W3C als zentrales Gremium zwar notwendig, um Standards durchzusetzen, diese müssten aber von unten vorgeschlagen und diskutiert werden, sagte der Internetpionier.

HTTP als Peer-to-Peer-Netzwerk 

eye home zur Startseite
sofias 27. Aug 2012

nochwas on-topic ist das echt so schwer? ich bezahle für den kreativen prozess des...

sofias 26. Aug 2012

und die prohibition der zwei tödlichsten, physisch abhäng machenden substanzen, steht...

BasAn 26. Aug 2012

"Seid Aktivisten" Schon witzig, unsere Kriegs-Presse bezeichnet die bezahlten...

Casandro 26. Aug 2012

Mach ich doch schon. Aber Freifunk kann auch keine Debian-Mobiltelefone herausbringen.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. T-Systems International GmbH, Köln, Darmstadt
  2. CCV Deutschland GmbH, Moers
  3. FAG Industrial Services GmbH, Herzogenrath, Aachen
  4. Deutsche Telekom IT GmbH, Saarbrücken


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 2 Guns, Bad Boys 2, Captain Phillips, Chappie, Christine)
  2. (u. a. Das Boot, Memento, Ohne Limit und No Escape)
  3. inklusive Wonder Woman Comic

Folgen Sie uns
       


  1. ROG Zephyrus (GX501)

    Asus' neues Gaming-Notebook ist superdünn

  2. CPU-Bugs

    Errata sind menschlich, Updates besser

  3. Bilanz des NSA-Ausschusses

    Viel AUA, wenig NSA

  4. Strenge Sicherheitsmaßnahmen

    Notebooks bleiben auf Flügen aus Europa in die USA erlaubt

  5. Tastatur und Maus

    Apple verzichtet auf das Kabel

  6. Eingabegerät

    Nums verwandelt Macbook-Trackpad in Ziffernblock

  7. MWC Shanghai

    LTE-Technologie erreicht Latenz von unter zwei Millisekunden

  8. Landkreis Plön

    Tele Columbus bringt Gigabit-Zugänge in 15.000 Haushalte

  9. Innovation Days

    Ericsson liefert Basisstation an 5G Lab Germany

  10. Für Lokalsender

    Kabelnetzbetreiber wollen 250 Millionen Euro Rundfunkgebühr



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Dirt 4 im Test: Vom Fahrschüler zum Rallye-Weltmeister
Dirt 4 im Test
Vom Fahrschüler zum Rallye-Weltmeister

Mesh- und Bridge-Systeme in der Praxis: Mehr WLAN-Access-Points, mehr Spaß
Mesh- und Bridge-Systeme in der Praxis
Mehr WLAN-Access-Points, mehr Spaß
  1. Aruba HPE Indoor-Tracking leicht gemacht
  2. Eero 2.0 Neues Mesh-WLAN-System kann sich auch per Kabel vernetzen
  3. BVG Fast alle Berliner U-Bahnhöfe haben offenes WLAN

Mobile-Games-Auslese: Ninjas, Pyramiden und epische kleine Kämpfe
Mobile-Games-Auslese
Ninjas, Pyramiden und epische kleine Kämpfe
  1. Ubisoft Chaoshasen, Weltraumaffen und die alten Ägypter
  2. Monument Valley 2 im Test Rätselspiel mit viel Atmosphäre und mehr Vielfalt
  3. Mobile-Games-Auslese Weltraumkartoffel und Bilderbuchwanderung für mobile Spieler

  1. Re: USB 2.0, danke nein

    deefens | 09:27

  2. Re: Und kommt das System mit einer Straßenbahn klar?

    ArcherV | 09:27

  3. Re: Warum werden die immer wieder gewählt..?

    Palerider | 09:24

  4. Re: Bin nur ich so dumm, ...

    0xDEADC0DE | 09:23

  5. Re: Gerät leider zu groß

    Gandalf2210 | 09:22


  1. 09:25

  2. 09:11

  3. 09:01

  4. 08:33

  5. 08:17

  6. 07:37

  7. 18:23

  8. 17:10


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel