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Sir Tim Berners-Lee: Erfinder des Web fordert Ende der Anonymität

Internetmobber sollen unter bestimmten Umständen den Schutz der Anonymität verlieren, fordert Sir Tim Berners-Lee. Vorschläge aus den USA, etwa für Terroristen den Zugang zum Netz zu sperren, hält er allerdings für naiv.

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Sir Tim Berners-Lee, einer der Erfinder des WWW
Sir Tim Berners-Lee, einer der Erfinder des WWW (Bild: Peter Macdiarmid/Getty Images)

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hat Sir Tim Berners-Lee gefordert, dass Internetmobber ("Cyberbullies") den Schutz der Anonymität verlieren können sollen. Nach Auffassung von Berners-Lee - der als wichtigster Erfinder des World Wide Web gilt - sollen damit unter anderem Angriffe auf Frauen etwa durch Stalker verhindert werden.

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Die Aufhebung der Anonymität solle allerdings nur innerhalb klarer gesetzlicher Regelungen durch einen Richter möglich sein - also nicht durch Provider, Firmen oder ähnliche Einrichtungen. Wie das Ganze technisch zu lösen wäre, sagt Berners-Lee laut BBC nicht. Forderungen aus den USA, etwa für islamistische Extremisten den Zugang zu Teilen des Internets einzuschränken, bezeichnet er als illusorisch.

Kampf gegen Trolle

Der Wissenschaftler nennt den Arabischen Frühling als Beispiel dafür, in dem die Anonymität im Netz tatsächlich Gutes bewirkt habe; auf die Frage, inwieweit das Internet heute wirklich noch Anonymität unter allen Umständen garantiert, geht Berners-Lee nicht ein.

Seiner Auffassung nach müsse eine Balance zwischen dem Recht auf Anonymität und dem ebenfalls berechtigten Kampf gegen die kriminelle und missbräuchliche Nutzung des Internets gefunden werden. Berners-Lee hat in der jüngeren Vergangenheit immer wieder die Auffassung geäußert, dass durch Trolle und Cyberangriffe die Funkionsfähigkeit des Netzes beeinträchtigt und Schaden angerichtet werde.

Der britische Physiker und Informatiker hatte im März 1989 am Schweizer Kernforschungszentrum Cern einen Projektantrag mit dem Titel "Information Management: A Proposal" eingereicht. Dieser gilt als das Gründungsdokument des World Wide Web, wobei das Konzept zunächst wieder in der Schublade verschwand, um im Mai 1990 erneut aufgegriffen zu werden.

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pigzagzonie 24. Jan 2016

Exakt schon wieder eine Bildzeitungsüberschrift. Direkt im ersten Satz wird die dann auch...

danido 23. Jan 2016

Man bin ich froh, dass wir in einer freiheitlichen Demokratie leben und nicht im...

daarkside 23. Jan 2016

Ich meine darauf läuft es hinaus. Eine tragische Geschichte vs das Ende unserer Spezies.

daarkside 23. Jan 2016

Also doch Atom-Merkel, in beiden Fällen hatte keiner von ihnen h neue Argumente zum...

John2k 22. Jan 2016

Es reicht wahrscheinlich, wenn ihr in den wald geht, euch umarmt und flüstert. Man...


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