Sipgate: App Satellite hat Probleme mit dem Vodafone-Netz

Sipgate versucht mit der App Satellite etwas Neues. Doch der Aufbau einer eigenen Telefongesellschaft ist für den Internet-Telefonie-Anbieter nicht ganz einfach.

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Die App Satellite
Die App Satellite (Bild: Sipgate)

Die App Satellite hat Probleme mit der Erreichbarkeit aus dem Vodafone-Netz. Das sagte Michael Neudert, Marketing Sipgate, im Gespräch mit Golem.de. Der Internet-Telefonie-Anbieter Sipgate hatte die App Satellite, die alle SIM-Card-Funktionen bieten soll, gegen den Widerstand der Deutschen Telekom fertiggestellt.

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Neudert sagte: "Es gibt aktuell ein Problem mit der Erreichbarkeit von Satellite aus dem Vodafone-Netz. Dies ist eine unmittelbare Konsequenz der angesprochenen Hürden." Die Telekom habe es abgelehnt, Sipgate mit allen anderen Providern zusammenzuschalten. Das sei ein Dienst, "den sich die Telekom sonst gerne bezahlen lässt und der aufgrund ihrer Quasi-Monopolstellung unserer Meinung nach reguliert sein sollte", meinte Neudert.

Sipgate konnte zwar bereits Abkommen mit Telefónica, Vodafone und auch der Telekom schließen, doch bei Vodafone gab es jetzt Verzögerungen bei der Umsetzung. Es wurde zugesagt, dass Satellite zum 15. Februar netzweit von Vodafone erreichbar ist, aber dies sei leider nicht der Fall, erklärte Neudert. "Wir selbst können daran nichts ändern, doch Vodafone arbeitet an der Umsetzung, die in wenigen Wochen abgeschlossen sein wird", sagte er.

Sipgate: Sprechen mit Carriern wie QSC

Ein ähnliches Problem gebe es auch mit einigen kleineren Festnetzanbietern. Dies gelte in allen Fällen nur für eingehende Anrufe auf eine Satellite-Nummer. Die angesprochenen Netze sind ausgehend von Satellite erreichbar. "Ironischerweise ist der Grund dafür unter anderem, dass die Telekom diesen Anbietern den garantierten Zusammenschluss mit allen Providern anbietet", erklärte Neudert.

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Die Telekom ermöglicht als einziger Anbieter in Deutschland die Zusammenschaltung von allen 200 Telefongesellschaften des Landes. Doch die Telekom wollte diesen Service für ein konkurrierendes Produkt wie Satellite nicht verkaufen. Darum musste Sipgate eine eigene Telefongesellschaft gründen und umfangreiche Vertragsabschlüsse mit Netzbetreibern tätigen.

Auch für die internationale Erreichbarkeit musste Sipgate eigene Lösungen finden. "Wir sprechen mit Carriern wie QSC, um da voran zu kommen. Aber in dem Zusammenhang geht es nur um eingehende Anrufe von außerhalb der EU auf Satellite-Nummern. Von Deutschland aus erreicht man Satellite weltweit. Mit der App kann man bereits jetzt jeden Monat 100 Minuten in alle Netze der EU telefonieren, Festnetz und Mobilfunk", sagte er. Die Portierung von Bestandsnummer bei Kunden werde in jedem Fall angeboten, voraussichtlich ab dem Zeitpunkt, an dem Satellite zuverlässig erreichbar ist.

Der Nutzer braucht für Satellite eine Datenverbindung, das kann neben der Telefonie-SIM mit Datenpaket auch ein WLAN oder eine reine Daten-SIM sein.

Sprachtelefonie sei rückläufig, aber vor allem auf Festnetztelefonie, sagte Neudert. "Im Mobilfunk ist der Rückgang geringer und OTT-Anbieter wie Facetime oder Whatsapp nehmen zu."

SMS funktioniert aktuell mit Satellite noch gar nicht. In naher Zukunft werden Nutzer Verifizierungs-SMS empfangen können, dazu gehören TAN von Banken oder Authentifzierungen von Whatsapp und anderen. Ob es möglich sein wird, Text-SMS zu verschicken und zu empfangen, sei noch nicht entschieden und werde auch von den Wünschen der Nutzer abhängig gemacht.

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m4squer4de 08. Mär 2018

Veränderung vs. Rüssel an Schwanz Um vom Weg abzukommen bedarf es loslassen zu können...

dcamillo 26. Feb 2018

Das ist auch nicht nötig. Es genügt ein Peeering zu ein paar grossen. Die peeren...

southy 25. Feb 2018

Wieso das denn? Satellite bietet eine Mobilfunk-Nummer. Was hat das mit Festnetz zu tun...

Zibidaeus 24. Feb 2018

Das findet der aufmerksame Leser auf der Satellite-Homepage unter der plakativen Rubrik...



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