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Sinkende Kosten: Ford-Chef erwartet "Preiskrieg" bei E-Autos

Fords Chef Jim Farley rechnet in Zukunft mit einem Wettbewerb bei den Preisen von Elektrofahrzeugen, da die Kosten für die Autos sinken.
/ Andreas Donath
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Ford Mach-E (Bild: Ford)
Ford Mach-E Bild: Ford

Sinkende Kosten machen einen starken Preiswettbewerb möglich: Fords Präsident und CEO, Jim Farley, sagte den ABC News(öffnet im neuen Fenster) , er erwarte, dass die Autoindustrie in den kommenden Jahren auf einen " Preiskrieg " zusteuere. Die Kosten für Elektrofahrzeuge würden sinken, so dass E-Autos zu Preisen um die 25.000 US-Dollar verkauft werden könnten. Die Materialkosten für den Bau eines solchen Fahrzeugs lägen bei etwa 18.000 US-Dollar.

Derzeit seien die Kosten von Elektroautos im Vergleich zu Verbrennern deutlich höher. Der Mustang Mach-E, dessen Einstiegspreis bei 44.000 US-Dollar liege, koste etwa 25.000 Dollar mehr als ein vergleichbarer Ford Edge mit Benzinmotor, erklärte Farley. Der Akku allein koste 18.000 US-Dollar, die Ladeelektronik noch einmal 3.000 US-Dollar.

Hoffnung setzt der Ford-Chef in Akkus, die weniger teure und knappe Metalle wie Nickel und Kobalt benötigten. Dadurch könnten die Kosten deutlich gesenkt werden. Zudem erwartet Farley Effizienzgewinne beim Bau der Fahrzeuge. Darüber hinaus will Ford die Vertriebskosten senken, die sich auf 2.000 US-Dollar pro Fahrzeug mehr beliefen als bei Tesla.

Weniger Werbung und weniger Fahrzeuge beim Händler könnten helfen, die Preise zu senken. Ford gebe 500 bis 600 US-Dollar pro Fahrzeug allein für Werbung aus: Tesla schaltet hingegen gar keine Anzeigen.

Bessere Aerodynamik soll Kosten senken

Ford will bei der nächsten Generation seiner E-Fahrzeuge die Aerodynamik verbessern, um kleinere Akkus ohne Reichweitenverluste einbauen zum können. Zudem setzt das Unternehmen auf Softwareverkäufe nach dem Kauf des Fahrzeugs. Kunden sollen künftig Funktionen temporär freischalten können, wenn sie diese benötigen.

Ford plant eine Umstrukturierung mit zwei unterschiedlichen, aber strategisch voneinander abhängigen Geschäftsbereichen – Ford Blue, der sich auf traditionelle Verbrennungsmotoren konzentriert, und Ford Model e, der Elektrofahrzeuge entwickeln wird. Ford will aber weiterhin Synergien ausnutzen und relevante Technologien und Best Practices gemeinsam verwenden. Voraussichtlich ab 2023 sollen die Geschäftsbereiche eigene Bilanzen aufstellen. Bis 2030 sollen Elektroautos den neuen Plänen nach die Hälfte aller Verkäufe weltweit ausmachen.


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