Single Sign-on: Telekom und Axel Springer erlauben Login mit Verimi

Nach NetID baut nun auch Verimi seine Präsenz auf Webseiten aus. Die Sicherheitsanforderungen sind bei der Single-Sign-on-Lösung jedoch meist höher als bei der Konkurrenz.

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Mit Verimi lassen sich persönliche Dokumente übertragen.
Mit Verimi lassen sich persönliche Dokumente übertragen. (Bild: Verimi.de/Screenshot: Golem.de)

Im Wettlauf um die populärste Login-Lösung im deutschen Markt hat der Anbieter Verimi mehrere große Dienste hinzugfügt. Nach dem Start im April 2018 ermöglichen nun auch die Allianz, die Deutsche Telekom und mehrere Medien des Axel-Springer-Verlags das Einloggen ihrer Nutzer über die Plattform. Im Vergleich zum Konkurrenten NetID ist das Verfahren aber besser abgesichert. So benötigen Kunden der Telekom eine Zwei-Faktor-Authentifzierung über die Verimi-App.

Das ist beim Login für die Bildzeitung und die Welt nicht der Fall. Über Verimi werden lediglich die Daten übertragen, die für die Nutzung des Dienstes Mypass erforderlich sind. Beim Verbinden zwischen Verimi und den Partnerdiensten haben Nutzer die Möglichkeit, die angefragten Daten einzeln zu deaktivieren. Das führt allerdings dazu, dass beim Einloggen in den Dienst die erforderlichen Daten nachgetragen werden müssen.

Verwirrende Login-Verfahren

Etwas verwirrend ist dabei: Über Verimi ist die Möglichkeit deaktiviert, sich bei Bild.de zu registrieren. Dennoch ist das problemlos möglich, wenn man auf "Verknüpfen" geht und sich dann über Mypass anmeldet. Dann wird auf Bild.de das Konto mit dem Nutzernamen angezeigt. Allerdings ist es so nicht möglich, die Kontoeinstellungen aufzurufen. Der Zugang wird verweigert, solange man sich nicht nachträglich bei Mypass registriert hat.

Kunden der Telekom können bislang den Verimi-Dienst noch nicht über das Login-Portal von Telekom.de aufrufen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, die Daten über Verimi einzubinden. Dabei ist die Benutzerfreundlichkeit aber noch verbesserungswürdig. Wer das Telekom-Angebot sucht, muss zunächst zwei Mal "Alle Dienste anzeigen" anklicken, bevor er tatsächlich alle Dienste angezeigt bekommt. Das sind derzeit 13. Dazu gehören auch das Bonusmeilenprogramm Miles&More der Lufthansa und die Autofinanzierungsplattform Wroomer. NetID funktioniert inzwischen auf 60 Websites.

Login für Online-Banking möglich

Im Gegensatz zu NetID lässt sich Verimi für Anwendungen nutzen, die einen hohen Sicherheitsstandard erfordern. So können sich Kunden der Deutschen Bank über den Dienst sogar in das Online-Banking einloggen. Zudem ist es möglich, die beim Online-Banking der Deutschen Bank hinterlegten und verifizierten Ausweisdokumente auf Verimi zu übertragen und anschließend für die Authentifizierung bei anderen Finanzdiensten wie der Allianz zu nutzen. Außerdem will das Unternehmen in Kürze ermöglichen, die auf dem elektronischen Personalausweis hinterlegten Daten mit der Verimi-App auszulesen, sagte ein Sprecher auf Anfrage von Golem.de.

Die Macher werben damit, dass Verimi besonders datenschutzfreundlich sei. Nutzer behielten die volle Kontrolle über ihre eigenen Daten und könnten selbst bestimmen, welche Login-Seite welche persönlichen Daten erhalten soll. Einmal erteilte Genehmigungen zur Nutzung der Daten könnten jederzeit widerrufen werden, heißt es bei Verimi. Damit sei der Dienst zudem im Einklang mit der neuen europäischen Datenschutzgrundverordnung, die am 25. Mai 2018 Gültigkeit erlangt hat.

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