Single Play: Telekom stellt auch reine Telefonanschlüsse auf IP um

Die Deutsche Telekom startet, wie angekündigt, mit der Umstellung von reinen Festnetztelefonanschlüssen ohne Internet-Zugang auf IP. "Ab dem kommenden Jahr werden wir beginnen, auch Single-Play-Anschlüsse auf das IP-Netz umzustellen" , sagte Klaus Müller, Leiter Strategische Entwicklung und Transformation Telekom, laut einem Bericht des Onlinemagazins Teltarif(öffnet im neuen Fenster) . Am Umstellungstag komme es zu einem kurzen Ausfall des Telefonanschlusses.
Neue Endgeräte brauchten die Nutzer eines Single-Play-Anschlusses nicht. Insgesamt verfügten bereits mehr als 11 Millionen Kunden der Telekom in Deutschland über einen IP-Anschluss. "Jede Woche kommen rund 70.000 neue IP-Kunden hinzu. Ende 2018 soll die Migration aller unserer Kunden ins neue IP-Netz abgeschlossen sein" , erklärte Müller laut einer Unternehmensmitteilung.
Die Telekom könne auch einfache Telefonanschlüsse ohne Internetzugang auf All-IP umstellen, hatte Jörg Rechermann, Kundenservice Deutschland der Telekom, bereits im März 2015 angekündigt . "Für diese Anschlüsse wird die notwendige IP Technik in der Vermittlungsstelle simuliert. Es sind keine neuen Endgeräte notwendig. Es ist kein Vertragswechsel notwendig, da der IP-Anschluss gleichwertig ist" , erklärte Rechermann.
DeutschlandLAN SIP-Trunk noch nicht überall
Bereits vor einem Jahr hatte die Telekom die an Geschäftskunden gerichteten Anschlüsse DeutschlandLAN IP Start und DeutschlandLAN IP Voice/Data eingeführt. "Über 200.000 Anschlüsse haben wir seitdem auf diese beiden Produkte umgestellt" , sagte Peter Arbitter, Leiter Marketing und Portfolio Geschäftskunden bei der Telekom.
Im April sei das Angebot auf DeutschlandLAN SIP-Trunk erweitert worden. Damit könnten ISDN-Anlagenanschlüsse, Mehrgeräte-Anschlüsse und PMx-Anschlüsse an IP-Zugängen überführt werden. Unternehmen, die auf Basis von ISDN Durchwahlanschlüsse nutzen, können beim Wechsel auf DeutschlandLAN SIP-Trunk ihre Rufnummern samt Rufnummernkonzept behalten. Bis zum Jahr 2017 will die Telekom die Verfügbarkeit auf ganz Deutschland ausweiten.
Auch Geschäftskunden würden gekündigt, berichtet Teltarif. Zuvor werde jedoch noch mehrfach mit den Betroffenen gesprochen, ab dem Kündigungstag könne der Anschluss für vier Wochen weiter angerufen werden. Abgehende Gespräche seien nicht mehr möglich.



