Singapore Airlines: Erster Airbus A380 wurde abgestellt

Singapore Airlines war die erste Fluggesellschaft, die den Flugzeugtyp Airbus A380 in den Einsatz gebracht hat. Seit kurzem ist sie auch die erste Gesellschaft, die das Fluggerät ausflottet. Die Singapore-Flotte wird allerdings auch bewusst jung gehalten.

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Die erste Maschine ist Singapore Airlines zu alt.
Die erste Maschine ist Singapore Airlines zu alt. (Bild: Singapore Airlines)

Der erste A380 ist abgestellt worden. Es ist das derzeit größte im Einsatz befindliche Passagierflugzeug, es wird damit nach nur zehn Jahren Betriebszeit von Singapore Airlines abgestellt und im Oktober an den Besitzer, eine Leasinggesellschaft, zurückgegeben. Singapore Airlines war seinerzeit der erste Kunde, der die A380 in Betrieb nahm und bis zu 441 Passagiere in vier Klassen von und nach Singapur brachte.

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Ersatz gibt es in Form neuer A380-Maschinen. Das Unternehmen wird noch ein paar Flugzeuge von Airbus bekommen, um weitere alte Typen auszuflotten und dem Leasinggeber zurückzugeben.

Interessant werden die nächsten Jahre, wenn auch andere Fluggesellschaften die A380 ersetzen müssen. Im Fall der Singapore Airlines liegt das allgemein an der Strategie, die Flugzeugflotte möglichst jung zu halten. Zehn Jahre sind für ein Flugzeug kein Alter. Für Singapore Airlines ist es auch Teil des Marketings, eine äußerst junge Flotte zu haben. Daher ist die Ausflottung an sich nicht überzubewerten.

Spannend ist allerdings die Frage, ob der Besitzer der Maschine einen Anschlusskunden findet, der die Maschine übernimmt. Die meisten Fluggesellschaften sind gut beziehungsweise zu gut mit diesem Typ versorgt. Es kann also durchaus sein, dass die Maschine zum Ersatzteilspender wird.

Kein Flop, aber auch nicht der erhoffte Erfolg

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Die A380 wird allgemein als Flop bezeichnet. Zwar ist das Flugzeug für Airbus vor allem in der vergangenen Zeit eine große Belastung, doch für einen Flop fliegen zu viele Flugzeuge dieses Typs um die Welt. Immerhin mehr als 200 Flugzeuge gibt es derzeit. Das Konkurrenzmodell Boeing 747-8i ist erheblich seltener anzutreffen und der Vorgänger wird zunehmend wegen nicht vorhandener Wirtschaftlichkeit abgestellt. Tatsächlich gibt es noch einen Bedarf. Emirates will neue Flugzeuge haben, erwartet aber eine grundlegende Überarbeitung des Designs zu einem A380neo. Für ein paar Maschinen eines Kunden lohnt sich der Aufwand allerdings nicht.

Die Zukunft der großen vierstrahligen Flugzeuge ist damit allgemein fraglich. Boeing hat praktisch aufgegeben, die B777 und die B777X ersetzen bei vielen Flotten den Jumbo Jet B747-400. Und auch Airbus hat mit der Airbus-A350-Serie einen zweistrahligen Verkaufserfolg. Hinzu kommt die Tendenz zu Direktflügen unter Umgehung der großen Drehkreuze. Riesige Maschinen wie die A380 brauchen allerdings den Zubringerverkehr über Drehkreuze.

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