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Simulatoren:
Quantencomputer werden heute schon programmiert

Es gibt noch keinen praktisch verwendbaren Quantencomputer , aber Programmiersprachen dafür wurden längst entwickelt. Sie füllen ganze Datenbanken und Firmen hoffen, damit bereit für die Zukunft zu sein.
/ Frank Wunderlich-Pfeiffer
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Versuchsaufbau im Quantenlabor in Innsbruck (Bild: Werner Pluta)
Versuchsaufbau im Quantenlabor in Innsbruck Bild: Werner Pluta

Jede Firma, die heute Quantencomputer entwickelt, bietet gleichzeitig Computersysteme mit Simulatoren mit eigenen Software Development Kits und APIs an. Denn Quantencomputer können nur verkauft werden, wenn es genügend erfahrene Programmierer gibt, die mit ihnen umgehen können. So verkauft die Firma Atos Simulatoren für Quantencomputer mit 30 bis 40 Qubits und setzt für deren Programmierung auf die eigene Programmiersprache aQasm(öffnet im neuen Fenster) (Atos Quantum Assembly Language). IBM stellt für die Quantum Experience(öffnet im neuen Fenster) dagegen neben SDK und API auch eine einfache grafische Benutzeroberfläche(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung.

Die theoretischen Grundlagen für die Programmierung sind längst gelegt. Im Jahr 1985 stellte David Deutsch fest, dass es möglich ist, mit Quantencomputern ein Analog zu einer Turingmaschine zu bauen. Damit eröffneten sich die gleichen Möglichkeiten zur Durchführung von Rechnungen wie bei herkömmlichen Computern, aber auch die gleichen Probleme bei der Programmierung – zumindest sobald ein funktionierender und ausreichend komplexer Quantencomputer zur Verfügung steht.

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