Simulatoren: Nach Feierabend Arbeiten spielen

Vom Landwirt bis zum Fernbusfahrer: Millionen Menschen gehen mit viel Begeisterung in Computerspielen zur Arbeit - ob allein oder gemeinsam mit anderen.

Ein Bericht von Daniel Ziegener veröffentlicht am
Artwork des Landwirtschafts-Simulator 19
Artwork des Landwirtschafts-Simulator 19 (Bild: Giants Software)

Der Heimweg mit dem öffentlichen Nahverkehr ist nicht der Teil des Feierabends, auf den man sich am meisten freut. Für manche Spieler ist es aber genau der Eskapismus, in den sie sich nach dem Arbeitstag in Videospielen flüchten. Sie schlüpfen beispielsweise in die Rolle eines Busfahrers und transportieren selbst Pendler von der Arbeit nach Hause.

Inhalt:
  1. Simulatoren: Nach Feierabend Arbeiten spielen
  2. Langeweile als Gameplay-Feature
  3. Ist das denn ein echter E-Sport?

Seit 2008 der erste Landwirtschafts-Simulator erschien, gab es eine ganze Welle an Simulatoren, die eines gemeinsam haben: Mit hohem technischem Detailgrad spielt man in ihnen Berufe nach, die wenig mit dem großen Abenteuer zu tun haben, mit dem Videospiele sonst um unsere Freizeit buhlen. Stattdessen sind Spieler Landwirte, Automechaniker, Handwerker oder Fernbusfahrer.

Wer spielt denn so was?

Seit es das Genre gibt, wundert sich so mancher Gamer darüber, wen das interessieren könnte. Im Musterbeispiel, dem Landwirtschafts-Simulator, muss jeder Acker des eigenen Agrarbetriebs in mühsamer Handarbeit gepflügt, besät und abgeerntet werden. "Viele Spieler können sich schwer vorstellen, in einem Spiel zu arbeiten", sagt Lars Malcharek. "Daher haben Simulatoren oft dieses Manko, dass Spieler sich darüber lustig machen." Malcharek ist Community Manager bei Giants Software, dem Entwickler des Landwirtschafts-Simulators.

Eine besonders enge Zielgruppe kann er nicht erkennen: "Unsere Spieler finden sich in allen Altersgruppen und allen Gesellschaftsschichten." Diesen Eindruck bestätigt Julia Scholz von den TML Studios. Die Erfurter haben mit dem Fernbus-Simulator im Jahr 2016 einen weiteren selten wertgeschätzten Beruf spielbar gemacht und schnell ein Publikum gefunden. In der Nische wird umso mehr zusammengehalten. Um beide Spiele sammelten sich Communitys, in der selbstgebaute Mods ausgetauscht und neue Spieler willkommen geheißen werden.

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Viele Studios pflegen auch eigene Foren. Fernbus-Spieler Gauggi ist Mitglied in einem davon und betont die gute Beziehung zwischen Entwickler und Community. Viele der Simulatoren werden noch über Jahre hinweg mit Updates und DLC versorgt - was die Community mit ihrer Treue belohnt.

Im Vergleich zu epischen Weltraumschlachten wirkt die Feldarbeit wenig heldenhaft. Dabei macht gerade die vermeintliche Langeweile des simulierten Alltags den Erfolg des Genres aus. Auf Steam sind Spiele wie Euro Truck Simulator 2 und Fernbus-Simulator, in denen man die meiste Spielzeit mit langen Touren über virtuelle Autobahnen verbringt, mit Tags wie "Relaxing" und "Atmospheric" kategorisiert.

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Langeweile als Gameplay-Feature 
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MickeyKay 09. Jan 2020

Doch, GENAU darum geht es. Wer spielt denn ein Spiel, dass nicht durchgängig Spaß macht...

tomate.salat.inc 20. Dez 2019

Und genau hier liegt noch ein wichtiger Faktor: Zeit! Eine Simulation spielst du...

MickeyKay 19. Dez 2019

Tja, der Inhalt ist halt meistens wichtiger als die Verpackung. Und ein Teil der...

tomate.salat.inc 19. Dez 2019

Es gibt eine Theorie, dass wir nur simuliert sind. Denn es besteht die...

countzero 19. Dez 2019

Der Simulator meiner Wahl ist "Die Sims 4". Wenn mich in einem "richtigen" Spiel zu...



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