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Simulation zeigt Auswirkungen: KI könnte 12 Prozent der Jobs in den USA übernehmen

Eine Simulation des MIT zeigt, dass nicht nur technologische Berufe und Ballungsgebiete von Arbeitsplatzverlusten durch KI betroffen wären.
/ Mike Faust
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Campus des Massachusetts Institute of Technology in Boston, USA (Bild: Norbert Grisay / Hans Lucas via Reuters Connect)
Campus des Massachusetts Institute of Technology in Boston, USA Bild: Norbert Grisay / Hans Lucas via Reuters Connect

Künstliche Intelligenz (KI) könnte bereits jetzt 11,7 Prozent der Tätigkeiten des US-amerikanischen Arbeitsmarktes übernehmen. Zu diesem Ergebnis kommt laut CNBC(öffnet im neuen Fenster) eine Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT). Dem Bericht nach ließen sich damit 1,2 Billionen US-Dollar an Lohnkosten einsparen.

Für die Studie wurden mit dem Arbeitsmarktsimulationstool Iceberg Index die Auswirkungen von KI und entsprechenden politischen Maßnahmen auf die Interaktionen von 151 Millionen US-amerikanischen Arbeitnehmern untersucht.

Simulation bis auf die Postleitzahl genau

Der Iceberg Index wurde vom MIT in Zusammenarbeit mit der Forschungs- und Entwicklungseinrichtung Oak Ridge National Laboratory (ORNK) entwickelt und erlaubt einen Ausblick darauf, wie KI den Arbeitsmarkt verändern könnte.

Politische Entscheidungsträger, die Investitionen in Umschulungen und Weiterbildungen planen, sollen damit Veränderungen in allen Gebieten der USA bis auf die Postleitzahl genau abschätzen können.

Gefährdete Berufe auch in ländlichen Regionen vertreten

Bemerkenswert sei, dass die Rollenverschiebungen in den Bereichen Technologie, Computertechnik und Informationstechnologie nur 2,2 Prozent des gesamten Lohnvolumens ausmachten. Der Rest entfalle auf Routineaufgaben in den Bereichen Personalwesen, Logistik, Finanzen und Büroorganisation.

Die gängige Annahme, dass sich KI lediglich auf Technologieberufe in den Küstenregionen der USA auswirken würde, sei durch den Iceberg Index widerlegt worden, so CNBC. Vielmehr hätten die Simulationen gezeigt, dass gefährdete Berufe in allen US-Bundesstaaten, inklusive ländlicher und Binnenregionen, verbreitet seien.

Weiter heißt es, dass der Index kein Vorhersageinstrument für Jobverluste sei, sondern eine kompetenzorientierte Momentaufnahme davon biete, was aktuelle KI-Systeme zu leisten vermögen.


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