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Simulation: Boeing nutzt Microsoft Flight Simulator im Training

Der US-Flugzeugbauer Boeing nutzt den Microsoft Flight Simulator für ein neues virtuelles Training – und startet dabei mit der 737 Max.
/ Przemyslaw Szymanski
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Das neue Boeing-Trainingsprogramm läuft auch auf herkömmlichen Laptops und basiert auf dem Microsoft Flight Simulator. (Bild: Boeing)
Das neue Boeing-Trainingsprogramm läuft auch auf herkömmlichen Laptops und basiert auf dem Microsoft Flight Simulator. Bild: Boeing

Der US-amerikanische Flugzeugbauer Boeing will das Pilotentraining neu aufstellen und setzt dafür stärker als bisher auf virtuelle Verfahren. Bei der European Aviation Training Summit in Cascais präsentierte der Konzern eine digitale Lernplattform, die auf Technologien des Microsoft Flight Simulator und auf Azure-Clouddiensten basiert.

Mit dem sogenannten Virtual Airplane Procedures Trainer sollen Nutzer künftig einen Teil ihrer Ausbildung flexibel von jedem Ort aus absolvieren können – auf dem PC oder auch auf dem iPad.

Dadurch sollen sich Lerneinheiten leichter in den Alltag integrieren lassen und nicht mehr ausschließlich an teure Full-Motion-Simulatoren gebunden sein. Das digitale Training ist dabei ausdrücklich als ergänzendes Werkzeug gedacht, das klassische Simulatoren und reale Flugstunden unterstützt, aber nicht ersetzen soll.

Boeing selbst bezeichnet das System als hochpräzise Lösung, die dreidimensionale Abläufe auf herkömmlichen Geräten ermöglicht. Zudem verweist das Unternehmen auf die zusätzliche zeitliche Flexibilität, die das digitale Training bieten soll.

Chris Broom, Vice President Commercial Training Solutions bei Boeing Global Services, betont(öffnet im neuen Fenster) : "Mit diesem Produkt können Piloten ihre Fähigkeiten verfeinern und Ausbildungseinrichtungen können Lektionen auf individuelle und organisatorische Bedürfnisse zuschneiden."

Microsoft verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass man das Lernen beschleunigen und das Vertrauen der Piloten stärken wolle und dabei den Fokus klar auf Sicherheit setze. Das Unternehmen sieht die Partnerschaft mit Boeing als Beitrag dazu, die Zukunft des Fliegens voranzubringen und die Menschen zu unterstützen, "die im Mittelpunkt stehen" .

Ausweitung auf weitere Flugzeugmodelle

Die erste Version richtet sich an kommende Piloten der Boeing 737 Max . Sie können laut Techspot(öffnet im neuen Fenster) Verfahren vor dem Start sowie Landemanöver trainieren oder freie Flugabschnitte durchführen. Die Software ist online wie offline nutzbar und erlaubt es Ausbildern, Inhalte anzupassen, Trainings zu erstellen und den Lernfortschritt zu verfolgen.

Auf dieser Grundlage will Boeing den Umfang der Plattform weiter ausbauen. In Arbeit sind Versionen für die 737NG, die 787 und die 777X. So deckt die Erweiterung künftig drei weitere zentrale Baureihen des Konzerns ab und macht die Plattform für deutlich mehr operative Szenarien nutzbar.


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