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Der taiwanische Hersteller Chipsip hat eine Kombination aus Kopfhörer und Datenbrille vorgestellt.
Der taiwanische Hersteller Chipsip hat eine Kombination aus Kopfhörer und Datenbrille vorgestellt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Dual-Core-Prozessor und 8 GByte Flash-Speicher

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Im Inneren des Brillenkopfhörers arbeitet das von Chipsip selbst produzierte Dual-Core-SoC Newton 32, dessen A9-Kerne mit 1,2 GHz getaktet sind. Der Arbeitsspeicher ist 1 GByte groß, der eingebaute Flash-Speicher 8 GByte - was für ein vollwertiges Android-System nicht sonderlich viel ist. Bluetooth läuft in der Version 4.0, ein GPS-Modul ist eingebaut.

  • Die SiME Smart Headphones von Chipsip (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Kopfhörer haben seitlich eine Datenbrille montiert. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Inhalte werden über ein Prismendisplay sichtbar gemacht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Kamera hat eine Auflösung von 5 Megapixeln. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Datenbrilleneinheit kann abgenommen und am anderen Ohrhörer montiert werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Display der SiME Smart Headphones (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Display der SiME Smart Headphones (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Display der SiME Smart Headphones (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die SiME Smart Headphones von der Seite betrachtet (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die SiME Smart Headphones im Einsatz (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Gesteuert wird die Datenbrille wie die Google Glass über Touch-Eingaben an der Seite. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Das Display der SiME Smart Headphones (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Die Nennladung des Akkus hat der Hersteller mit 1.200 mAh verhältnismäßig groß bemessen, insbesondere im Vergleich mit anderen Datenbrillen wie der Google Glass. Dadurch ist es auch erst möglich, ein vollständiges Android laufen zu lassen, ohne Akkulaufzeiten von nur wenigen Minuten zu riskieren. Wie lange der Akku letztlich durchhält, konnten wir nicht herausfinden.

Kopfhörer haben 15 mW

Wer die SiME Stereo Headphones übrigens tatsächlich als Kopfhörer verwenden möchte, kann die Displayeinheit einfach um bis zu 180 Grad nach hinten drehen. Die Lautsprecher haben eine Impedanz von 16 Ohm, die Antriebseinheit misst 40 mm. Der Frequenzbereich reicht von 10 bis 50 kHz, die Lautsprecher haben 15 mW.

Als Einsatzgebiet für seinen Datenbrillen-Kopfhörer stellt sich Chipsip neben privater Unterhaltung auch die Verwendung im professionellen Bereich vor. So nennt der Hersteller etwa als Beispiele den Sicherheitsbereich, Lagermanagement und den medizinischen Bereich. Dazu will Chipsip auch Cloud-Services nutzen. Inwieweit das tatsächlich stattfinden wird, ist noch nicht bekannt.

Fazit

Zugegebenermaßen wissen wir nicht recht, was wir von den SiME Stereo Headphones halten sollen. Das liegt weniger an der Bildqualität des Prismendisplays, das tatsächlich ein schön scharfes und ausreichend helles Bild bietet. Vielmehr fragen wir uns, ob die Grundidee wirklich praktisch ist.

Einen guten Kopfhörer braucht man beispielsweise, wenn man Filme schauen möchte. Möchten wir aber das bewegte Bild dabei nur auf einem Auge sehen? Eher nicht. Des Weiteren kann man mit einem guten Kopfhörer Musik hören. Dazu benötigt der Nutzer das Display erst recht nicht.

Anders herum fällt uns kein plausibler Grund ein, weshalb wir bei der Nutzung des Displays unbedingt große Kopfhörer tragen sollten. Die klassischen Funktionen einer Datenbrille - etwa Navigation oder die Darstellung von Informationen - benötigen keinen Kopfhörer. Möglicherweise ist sich auch der Hersteller seines Konzeptes nicht ganz sicher: Auf dem Messestand können Besucher auch eine reine Datenbrille ohne Kopfhörer ausprobieren.

Auch die Implementierung des vollständigen Android-Systems bereitet uns etwas Kopfzerbrechen: Sie hat eine gute und eine schlechte Seite. Gut ist, dass der Nutzer einfach seine gewohnten Apps installieren und nutzen kann. Nachteilig ist, dass die Benutzung auf dem kleinen Display über das seitliche Touchpad alles andere als Spaß macht, Inhalte sind zudem sehr klein. Die Nachteile wiegen für uns insgesamt schwerer als die Vorteile.

Letztlich können uns die SiME Stereo Headphones nicht überzeugen. Als Einzelsystem mag die Datenbrille von Chipsip durchaus interessant sein, die Kombination mit dem Kopfhörer ist in unseren Augen schlicht nicht praktisch. Laut dem Hersteller soll das Produkt in den kommenden Monaten in den Handel kommen. Was die SiME Stereo Headphones letztlich kosten werden, ist nicht bekannt.

 Android-System ist umständlich zu bedienen

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Trollfeeder 10. Jun 2015

Also ich finde die Overwolf Plugins da hilfreicher, so muss ich dann gar nicht von...

Otto d.O. 10. Jun 2015

Ich denke auch, dass das für gewerbliche Anwender interessanter ist als für private. Dass...



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