Abo
  • Services:

Silk Road: Verdächtiger weist schwere Vorwürfe zurück

Vor einem Regal mit Science-Fiction-Literatur ist der angebliche Betreiber der Handelsplattform Silk Road festgenommen worden. Sein Anwalt wies vor dem Haftrichter die Anschuldigungen zurück: Sie lauten auf Verschwörung zu Drogenhandel, Computerhacking und Geldwäsche sowie Anstiftung zum Mord.

Artikel veröffentlicht am ,
Einsamkeit auf der alten Seidenstraße
Einsamkeit auf der alten Seidenstraße (Bild: Vyacheslv Oseledko/AFP/Getty Images)

Der mutmaßliche Betreiber der Handelsplattform Silk Road, Ross W. Ulbricht, hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. Sein Anwalt Brandon LeBlanc sagte nach einem Haftprüfungstermin am 4. Oktober 2013 in San Francisco laut Bloomberg.com: "Wir weisen alle Anschuldigungen zurück, und damit ist Schluss mit der Debatte." Der Richter Joseph Spero stimmte demnach dem Vorschlag zu, erst am 9. Oktober über eine Freilassung auf Kaution zu entscheiden. Ulbricht wird vorgeworfen, die Internet-Handelsplattform Silk Road (Seidenstraße) betrieben zu haben. Darüber wurden überwiegend Drogen gehandelt. Die Staatsanwaltschaft lehnt eine Freilassung auf Kaution strikt ab.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Renningen
  2. CRM Partners AG, Eschborn, München, Frankfurt am Main

Der Silk-Road-Betreiber war bis zu seiner Festnahme nur unter dem Pseudonym Dread Pirate Roberts bekannt, einer Figur aus dem Fantasyfilm Die Braut des Prinzen. Dem Bericht zufolge nahm ein halbes Dutzend Ermittler den Verdächtigen am 1. Oktober in einer öffentlichen Bücherei in San Francisco fest. Dabei warteten die Beamten offenbar den Zeitpunkt ab, bis sich Ulbricht an seinem Laptop eingeloggt hatte, um vollen Zugriff auf seine Daten zu bekommen. Der Verdächtige habe sich am Science-Fiction-Regal ohne Widerstand festnehmen lassen.

Obwohl zu der Beschlagnahme von Silk Road auch rund 26.000 Bitcoins im Wert von rund 2,4 Millionen Euro gehörten, soll Ulbricht bei einer Anhörung am 2. Oktober gesagt haben, dass er sich keinen Anwalt leisten könne. Medienberichten zufolge soll er unter falschem Namen ein Zimmer in San Francisco gemietet und mit zwei anderen Männern in einer WG gelebt haben. Einem LinkedIn-Profil zufolge, das ihm zugeschrieben wird, ist er 29 Jahre alt.

Die Staatsanwaltschaft lehnt eine Freilassung gegen eine Sicherheitsleistung unter allen Umständen ab. "Keine Kaution wird die öffentliche Sicherheit gewährleisten oder sein Erscheinen vor Gericht sicherstellen", sagte Staatsanwalt Randall Luskey. Auch für Richter Spero erschien es fragwürdig, wie sich der Vorwurf des Auftragsmords mit einer Freilassung auf Kaution vereinbaren lasse. Ein Nutzer von Silk Road soll gedroht haben, die Identität von Händlern aufzudecken. Daraufhin habe Ulbricht einer Person 1.670 Bitcoins (etwa 150.000 Euro) für den Mord bezahlt. Allerdings konnten die Ermittlungsbehörden bislang keine Leiche finden, es ist also zurzeit unklar, ob der Mord wirklich stattgefunden hat. Sollte Ulbricht für schuldig befunden werden, könnte ihm wegen der Vorwürfe zum Drogenhandel eine lebenslange Haft und eine Strafe von einer Million Dollar drohen.

Silk Road war nur über das Anonymisierungsnetzwerk Tor zu erreichen. Die Ermittler machten Ulbricht aber nicht über das Netzwerk ausfindig, sondern laut Anklageschrift über viele andere Spuren, die er im Netz hinterlassen hatte. Dazu zählten Profile und Accounts bei Wordpress, Google, LinkedIn, stackoverflow sowie IP-Adressen, die er beim Einloggen in die Silk-Road-Server benutzte. Gezahlt werden konnte auf Silk Road nur mit der kryptographischen Währung Bitcoin. Diese hat von der Festnahme Ulbrichts deutlich profitiert. Seit 2. Oktober ist deren Wert um mehrere Prozent gestiegen.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  2. 4,99€
  3. (u. a. Deadpool, Alien Covenant, Assassins Creed)

jnsmy 07. Okt 2013

nein es hat nichts mit bereuen zu tun, es ist das Ausweglose fliehen vor der Realität in...

BLi8819 07. Okt 2013

Wie wäre es dann mal damit, anstatt mit einer sinnlosen Prohibition, etwas effizientes...

TC 07. Okt 2013

klar, "nonpub" Foren etc wirds immer geben aber die bleiben klein und unbedeutend die von...

kinderschreck 07. Okt 2013

Mein Sohn hat auch einiges vom dem Zeug!!!!!!!!!! Ich seh schon ein Sondereinsatzkommando...

Endwickler 07. Okt 2013

1. "Obwohl zu der Beschlagnahme von Silk Road auch rund 26.000 Bitcoins im Wert von rund...


Folgen Sie uns
       


God of War (2018) - Fazit

Viele langjährige Fans von Kratos dürften beim neuen God of War erst mal vom Glauben abfallen. Der Neue hat aber auf eigenständige Art ebenfalls das Zeug zum Kulthelden.

God of War (2018) - Fazit Video aufrufen
Klimaschutz: Unter der Erde ist das Kohlendioxid gut aufgehoben
Klimaschutz
Unter der Erde ist das Kohlendioxid gut aufgehoben

Die Kohlendioxid-Emissionen steigen und steigen. Die auf der UN-Klimakonferenz in Paris vereinbarten Ziele sind so kaum zu schaffen. Fachleute fordern daher den Einsatz von Techniken, die Kohlendioxid in Kraftwerken abscheiden oder sogar aus der Luft filtern.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Xiaoice und Zo Microsoft erforscht menschlicher wirkende Sprachchat-KIs
  2. Hyperschallgeschwindigkeit Projektil schießt sich durch den Boden
  3. Materialforschung Stanen - ein neues Wundermaterial?

God of War im Test: Der Super Nanny
God of War im Test
Der Super Nanny

Ein Kriegsgott als Erziehungsberechtigter: Das neue God of War macht nahezu alles anders als seine Vorgänger. Neben Action bietet das nur für die Playstation 4 erhältliche Spiel eine wunderbar erzählte Handlung um Kratos und seinen Sohn Atreus.
Von Peter Steinlechner

  1. God of War Papa Kratos kämpft ab April 2018

Digitalfotografie: Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher
Digitalfotografie
Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher

War der Anhänger wirklich so groß wie der Ring? Versucht da gerade einer, die Versicherung zu betuppen? Wenn Omas Erbstück geklaut wurde, muss die Versicherung wohl dem Digitalfoto des Geschädigten glauben. Oder sie engagiert einen Bildforensiker, der das Foto darauf untersucht, ob es bearbeitet wurde.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. iOS und Android Google lanciert drei experimentelle Foto-Apps
  2. Aufstecksucher für TL2 Entwarnung bei Leica

    •  /