Silk Road: US-Justiz versteigert beschlagnahmte 29.600 Bitcoin
Die US-Justizbehörden wollen etwa 29.600 Bitcoin im Wert von fast 13 Millionen Euro versteigern. Sie wurden bei der Zerschlagung des Internetschwarzmarkts Silk Road beschlagnahmt.

Die bei der Zerschlagung des Internetschwarzmarkts beschlagnahmten Bitcoins im aktuellen Wert von umgerechnet fast 12.900.000 Euro sollen versteigert werden. Das ersteigerte Geld soll an Opfer, Initiativen der US-Strafverfolgungsbehörden und an gemeinnützige Einrichtungen verteilt werden. Die etwa 140.000 Bitcoin, die auf dem Laptop des mutmaßlichen Silk-Road-Initiators Ross Ulbricht bei seiner Verhaftung gefunden wurden, sind von der Versteigerung aber ausgeschlossen. Nur US-Bürger dürfen an der Auktion teilnehmen.
Die insgesamt 29.656,51306529 Bitcoin werden nur komplett versteigert. Der höchste Bieter müsse die gesamte Versteigerungssumme sofort überweisen, eine Ratenzahlung sei nicht möglich, teilte das United States Marshals Service mit. Um an der Versteigerung teilzunehmen, muss eine Kaution von 200.000 US-Dollar hinterlegt werden. Außerdem müssen Teilnehmer schriftlich versichern, nicht im Namen Ulbrichts an der Versteigerung teilzunehmen.
Kurssteigerung erwartet
Anfang Oktober 2013 hatten US-Behörden Ulbricht als mutmaßlichen Betreiber der Handelsplattform Silk Road verhaftet und den Internetschwarzmarkt stillgelegt. Ulbricht sitzt weiterhin in Untersuchungshaft. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, einen Mord in Auftrag gegeben zu haben. Außerdem wird er des Drogenhandels beschuldigt. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe. Inzwischen wurde der virtuelle Schwarzmarkt unter dem Namen Silk Road 2.0 von anderen wiederbelebt.
Ironischerweise versteigert das US-Justizministerium Einheiten der virtuellen Währung, die nach ihrer Ansicht vornehmlich zu illegalen Zwecken verwendet wird. Die beschlagnahmten Bitcoins machen etwa 0,23 Prozent der gesamten gegenwärtig verfügbaren Währung aus. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird die Auktion den Wert der Kryptowährung steigern.
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