Abo
  • IT-Karriere:

Silk-Road-Prozess: Lebenslange Haft für Ross Ulbricht bestätigt

Der Silk-Road-Gründer Ross Ulbricht ist mit einer Appellation gegen die in erster Instanz verhängte Haftstrafe gescheitert. Weitere Berufungsmöglichkeiten gibt es für ihn nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Silk Road-Gründer bleibt lebenslang in Haft.
Der Silk Road-Gründer bleibt lebenslang in Haft. (Bild: Screenshot Golem.de)

Ross Ulbricht muss lebenslang ins Gefängnis. Das bestätigte ein US-Bundesberufungsgericht. Ulbrichts Anwälte hatten gegen das aus ihrer Sicht viel zu harsche Urteil Berufung eingelegt. Zwar kritisierten die Richter die aktuelle Rechtslage bei Drogendelikten in den USA, das Urteil aus erster Instanz bewege sich aber im Rahmen der gegenwärtigen Politik der "Prohibition samt drastischer Strafen".

Stellenmarkt
  1. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Wolfsburg, Braunschweig, Berlin
  2. CodeCamp:N GmbH, Nürnberg

In erster Instanz wurde Ulbricht zu zweimal lebenslänglich wegen Drogenhandels verurteilt. Zudem musste er sich wegen Geldwäsche und Computerdiebstahl verantworten. Dafür wurden zusätzlich 30 Jahre verhängt. Sein Fall sei vergleichbar mit denen anderer sogenannter "Kingpins", Drogenbosse, die ihren Handel kartellähnlich betreiben, befand die Richterin Katherine Forrest 2015.

Auch der Argumentation, die beiden an den Ermittlungen gegen Ulbricht und inzwischen ebenfalls wegen Betrugs verurteilten Secret-Service-Agenten hätten Einfluss auf Ulbrichts illegales Handeln oder auf den Ausgang des Prozesses gegen ihn gehabt, folgte das Berufungsgericht nicht.

Während des ersten Prozesses hatten Angehörige von Drogentoten ausgesagt, die bei Silk Road eingekauft hatten. Ulbrichts Anwälte hatten argumentiert, dass er für diese Tode nicht verantwortlich sei. Außerdem seien die gegen ihn erhobenen Vorwürfe, er habe Morde in Auftrag gegeben, nachweislich falsch. Dennoch seien die Vorwürfe in das ursprünglich verhängte Strafmaß eingeflossen. Das Berufungsgericht befand jedoch, dass allein die nachgewiesenen Überlegungen Ulbrichts, Morde in Auftrag zu geben, um sein Geschäft zu schützen, ihn in den Rang eines Drogen-Kingpins erheben.

In erster Instanz hatte Richterin Forrest ihr harsches Urteil auch mit einer abschreckenden Wirkung begründet. Selbst die Staatsanwaltschaft hatte ein geringeres Urteil verlangt. Angesichts der weiterhin erfolgreichen Nachfolger von Silk Road dürften Zweifel an der Effektivität der Abschreckung aufkommen. Für Ulbricht bedeutet es jedenfalls, dass er vermutlich bis zu seinem Lebensende im Gefängnis bleiben wird.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 39€ + Versand (Bestpreis!)
  2. (aktuell u. a. Intel Core i5-9600K boxed für 229€ + Versand statt 247,90€ + Versand im...
  3. (u. a. 4K-Filme im Steelbook und Amiibo-Figuren)
  4. ab 99,00€

Bloedi 04. Aug 2017

Ergänzen möchte ich noch, dass wir noch nie in einem "rechtsstaatlich" ausgestalteten...

Rulf 10. Jun 2017

es soll auch noch einige alte franzosen geben, für die deutsche immer noch die boche sind...

mhstar 03. Jun 2017

bei den Gittern rauszuschauen und zu wissen, dass man nie wieder hinauskommt, in einen...

Anonymer Nutzer 03. Jun 2017

Naja, ich finde das schon ziemlich schlimm was er gemacht hat. Aber dass harte Strafen...

Trockenobst 03. Jun 2017

Ich kann in der Stadt 100x ein Autorennen fahren, und mit 140 durch die Schulzome...


Folgen Sie uns
       


Bionic Finwave - Bericht (Hannover Messe 2019)

Festo zeigte auf der Hannover Messe einen schwimmenden Roboter aus dem 3D-Drucker.

Bionic Finwave - Bericht (Hannover Messe 2019) Video aufrufen
e.Go Life: Ein Auto, das lächelt
e.Go Life
Ein Auto, das lächelt

Das Auto ist zwar klein, bringt aber sogar gestandene Rennfahrer ins Schwärmen: Das Aachener Unternehmen e.Go Mobile hat seine ersten Elektroautos ausgeliefert. In einer Probefahrt erweist sich der Kleinwagen als sehr dynamisch.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Elektroauto Skoda Citigo e iV soll 265 km weit fahren
  2. Eon-Studie Netzausbau kostet maximal 400 Euro pro Elektroauto
  3. EZ-Pod Renault-Miniauto soll Stadtverkehr in Kolonne fahren

Bundestagsanhörung: Beim NetzDG drohen erste Bußgelder
Bundestagsanhörung
Beim NetzDG drohen erste Bußgelder

Aufgrund des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes laufen mittlerweile über 70 Verfahren gegen Betreiber sozialer Netzwerke. Das erklärte der zuständige Behördenchef bei einer Anhörung im Bundestag. Die Regeln gegen Hass und Hetze auf Facebook & Co. entzweien nach wie vor die Expertenwelt.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. NetzDG Grüne halten Löschberichte für "trügerisch unspektakulär"
  2. NetzDG Justizministerium sieht Gesetz gegen Hass im Netz als Erfolg
  3. Virtuelles Hausrecht Facebook muss beim Löschen Meinungsfreiheit beachten

Bethesda: Ich habe TES Blades für 5,50 Euro durchgespielt
Bethesda
Ich habe TES Blades für 5,50 Euro durchgespielt

Rund sechs Wochen lang hatte ich täglich viele spaßige und auch einige frustrierende Erlebnisse in Tamriel: Mittlerweile habe ich den Hexenkönig in TES Blades besiegt - ohne dafür teuer bezahlen zu müssen.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Bethesda TES Blades erhält mehr Story-Inhalte und besseres Balancing
  2. Bethesda TES Blades ist für alle verfügbar
  3. TES Blades im Test Tolles Tamriel trollt

    •  /