Abo
  • Services:

Siliziumphotonik: MIT entwickelt billige Laserscanner auf Chipbasis

Bislang sind Laserscanner für einen massenhaften Einsatz noch recht teuer. Neue Fertigungsmethoden könnten den Preis auf wenige US-Dollar reduzieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Laserscanner auf Chip-Basis ist nur wenige Millimeter groß.
Der Laserscanner auf Chip-Basis ist nur wenige Millimeter groß. (Bild: Christopher V. Poulton/MIT)

Bei der Entwicklung von autonomen Autos spielen Laserscanner (Lidar) eine wichtige Rolle. Auch wenn sich deutsche Hersteller gegen den Einbau auffälliger Scanner auf dem Dach wehren, wird im städtischen Verkehr vermutlich nicht auf diese zusätzliche Sensortechnik verzichtet werden können. Mit einer neuen Fertigungsmethode hofft das Massachusetts Institute of Technology (MIT), die Herstellungskosten für die Laserscanner deutlich senken zu können, um deren Einsatzbereiche stark auszudehnen. Die Scanner sollen auf einem Siliziumchip integriert werden, was als Siliziumphotonik bezeichnet wird.

Stellenmarkt
  1. Securiton GmbH IPS Intelligent Video Analytics, München
  2. SKF GmbH, Schweinfurt

Laut einem Gastbeitrag auf ieee.org ist es den Forschern gelungen, einen Laserscanner auf eine Größe von 0,5 x 6 Millimetern zu reduzieren. Dieser verfüge über steuerbare Phased-Array-Antennen sowie einen Photodetektor auf Germanium-Basis. Der Laser selbst befinde sich noch nicht auf dem Chip, könne aber künftig möglicherweise integriert werden.

Reichweite noch recht gering

Bislang liege der Steuerungswinkel des Strahls bei 51 Prozent. Möglicherweise könne der Bereich auf 100 Grad ausgeweitet werden, für eine Rundumabdeckung könnten mehrere Scanner zusammengeschaltet werden. Der Chip-Lidar kann dem Bericht zufolge Objekte in einer Entfernung von zwei Metern erkennen. Es zeichne sich ab, dass die Reichweite bei der Chiptechnik auf 100 oder mehr Meter ausgedehnt werden könne. Die Herausforderungen bei der Produktion bestünden unter anderem darin, wie einheitlich und präzise die Siliziumwellenleiter und Antennen produziert werden könnten.

Die Forscher gehen davon aus, dass die Lidar-Chips für rund 10 US-Dollar pro Stück hergestellt werden könnten. Das wäre in der Tat wesentlich billiger als bisherige Laserscanner, die zwischen 1.000 und 70.000 Dollar kosten. Auf diese Weise könnten zahlreiche Module beispielsweise in autonomen Autos oder in Robotern eingebaut werden, heißt es weiter. So könne ein solcher Laserscanner sogar in den Finger eines Roboters integriert werden.

Tesla setzt auf Radar, Bosch auch auf Lidar

Die deutschen Hersteller setzen in ihren aktuellen Serienmodellen noch nicht auf Laserscanner. Diese würden ohnehin nicht auf dem Dach montiert, sondern in Front und Heck integriert. Laserscanner haben den Nachteil, bei starkem Regen oder Nebel nicht gut zu funktionieren. Tesla-Gründer Elon Musk äußerte sich kürzlich dahingehend, mit Hilfe von Radarsensoren ähnlich gute Detektionsergebnisse erzielen zu können. Bosch-Entwickler Jan Becker sagte Mitte Juli auf einer Konferenz in den USA, dass Laserscanner in Zukunft nötig sein würden.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 299,99€ (Vergleichspreis 327,95€)
  2. 299€ inkl. Versand
  3. 75€
  4. 849€ statt 1.148€ (Bestpreis!)

-Mike- 07. Aug 2016

Bitte nicht so viel Halbwissen verbreiten. Ich arbeite in der Branche und viele Kunden...

Eheran 07. Aug 2016

Warum sollte das so sein? Etwas unbrennbares wird nicht plötzlich brennbar. Ich habe...


Folgen Sie uns
       


Nissan Leaf 2018 ausprobiert

Raus ins Grüne: Nissan hat die neue Generation des Elektroautos Leaf vorgestellt. Wir sind eingestiegen und haben eine Runde durch den Taunus gedreht.

Nissan Leaf 2018 ausprobiert Video aufrufen
EU-Urheberrechtsreform: Wie die Affen auf der Schreibmaschine
EU-Urheberrechtsreform
Wie die Affen auf der Schreibmaschine

Nahezu wöchentlich liegen inzwischen neue Vorschläge zum europäischen Leistungsschutzrecht und zu Uploadfiltern auf dem Tisch. Sie sind dilettantische Versuche, schlechte Konzepte irgendwie in Gesetzesform zu gießen.
Ein IMHO von Friedhelm Greis

  1. Leistungsschutzrecht VG Media darf Google weiterhin bevorzugen
  2. EU-Verhandlungen Regierung fordert deutsche Version des Leistungsschutzrechts
  3. Fake News EU-Kommission fordert Verhaltenskodex für Online-Plattformen

Indiegames-Rundschau: Kampfkrieger und Abenteuer in 1001 Nacht
Indiegames-Rundschau
Kampfkrieger und Abenteuer in 1001 Nacht

Battletech schickt Spieler in toll inszenierte Strategieschlachten, eine königliche Fantasywelt und Abenteuer im Orient: Unsere Rundschau stellt diesmal besonders spannende Indiegames vor.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Mutige Mäuse und tapfere Trabbis
  2. Indiegames-Rundschau Zwischen Fake News und Mountainbiken
  3. Indiegames-Rundschau Tiefseemonster, Cyberpunks und ein Kelte

Steam Link App ausprobiert: Games in 4K auf das Smartphone streamen
Steam Link App ausprobiert
Games in 4K auf das Smartphone streamen

Mit der Steam Link App lassen sich der Desktop und Spiele vom Computer auf Smartphones übertragen. Im Kurztest mit einem Windows-Desktop und einem Google Pixel 2 klappte das einwandfrei - sogar in 4K.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Valve Steam Spy steht nach Datenschutzänderungen vor dem Aus
  2. Insel Games Spielehersteller wegen Fake-Reviews von Steam ausgeschlossen
  3. Spieleportal Bitcoin ist Steam zu unbeständig und zu teuer

    •  /