Abo
  • Services:
Anzeige
Transceiver-Chips im Größenvergleich mit einer Quarter-Dollar-Münze. Mit 24 mm Durchmesser ist diese kaum kleiner als ein 2-Euro-Stück
Transceiver-Chips im Größenvergleich mit einer Quarter-Dollar-Münze. Mit 24 mm Durchmesser ist diese kaum kleiner als ein 2-Euro-Stück (Bild: IBM)

Silicon Photonics: IBM überträgt schnelle Lichtimpulse über zwei Kilometer

Transceiver-Chips im Größenvergleich mit einer Quarter-Dollar-Münze. Mit 24 mm Durchmesser ist diese kaum kleiner als ein 2-Euro-Stück
Transceiver-Chips im Größenvergleich mit einer Quarter-Dollar-Münze. Mit 24 mm Durchmesser ist diese kaum kleiner als ein 2-Euro-Stück (Bild: IBM)

Intel schickt mehr Daten pro Sekunde durch Glasfasern, IBM hingegen bietet die höhere Reichweite. Die neuen Transceiver-Chips mit Silicon Photonics sind zudem deutlich günstiger in der Herstellung.

Anzeige

IBM hat einen Transceiver-Chip vorgestellt, der auf Basis von Silicon Photonics arbeitet und Daten mittels Lichtimpulsen durch Glasfaser-Kabel schickt. IBMs Ansatz erreicht bis zu 100 GBit pro Sekunde auf einer Distanz von bis zu zwei Kilometern. Die Chips sollen künftig Rechenzentren miteinander verbinden.

Der grundlegende Idee von IBM ähnelt dem, was Intel schon 2013 ankündigte: In einem per unter 100 Nanometer Strukturbreite hergestellten Silizium-Plättchen stecken fast alle elektrischen und optischen Komponenten, die für eine Datenübertragung mittels Silicon Photonics notwendig sind. Die Laser wurden nicht integriert, sie bündeln vier Wellenlängen. Jeder der Kanäle erreicht 25 GBit pro Sekunde und per Multiplexing 100 GBit pro Sekunde in einem Kabelstrang.

Statt auf Multimode-Fasern setzt IBM auf Singlemode-Fasern und erreicht so deutlich größere Übertragungsdistanzen. Intel schafft bei seinem Omni Path genannten Silicon-Photonics-Fabric von Server-Nodes bis zu 1,6 TBit die Sekunde - jedoch über nur maximal 300 Meter und mit hohen Kosten.

  • Transceiver-Chip mit Silicon Photonics (Bild: Intel)
  • Chip mit Silicon Photonics (Bild: Intel)
Chip mit Silicon Photonics (Bild: Intel)

Die Vernetzung von Prozessoren und einzelnen Recheneinheiten untereinander, den Nodes, erfordert MXC-Kabel mit satten 64 Fasern und wird beim Aurora-Supercomputer verwendet. IBMs 4-Faser-Lösung mit 100 GBit pro Sekunde liefert die Daten über zwei Kilometer hinweg und soll sehr viel günstiger zu produzieren sein. Intels Fabric-Bestandteile werden einzeln gefertigt, der Transceiver-Chip von IBM hingegen ist monolithisch.

Übertragungssysteme auf Basis optischer Chips, die mit Licht statt mit elektrischen Signalen arbeiten, dürften Standard werden - erst in Supercomputern und Rechenzentren, später in Unternehmen und irgendwann in den nächsten Jahren auch in handelsüblichen Rechnern.

IBM nennt als Rechenbeispiel den Download eines HD-Films: Der soll dank Silicon Photonics in zwei Sekunden heruntergeladen sein. 100 GBit pro Sekunde entsprechen 12,5 GByte pro Sekunde.


eye home zur Startseite
elf 15. Mai 2015

So gesehen bewegt sich das Photon zwischen den Tankpausen ja im Vakuum... Nene, wenn...

ms (Golem.de) 15. Mai 2015

Der monolithische Chip.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über Jobware Personalberatung, Ludwigshafen, Mannheim
  2. Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Erlangen
  3. Daimler AG, Böblingen
  4. Universität Osnabrück, Osnabrück


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 5,99€
  2. 42,99€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Beurteilungskriterien für den Schutz in der Cloud
  2. Wissens-Guide und Kaufberatung für Cloud-Sicherheit


  1. Prozessor

    Lightroom CC 6.9 exportiert deutlich schneller

  2. Telia

    Schwedischer ISP muss Nutzerdaten herausgeben

  3. Nokia

    Deutlich höhere Datenraten durch LTE 900 möglich

  4. Messenger

    Facebook sagt "Daumen runter"

  5. Wirtschaftsministerin

    Huawei wird in Bayern Netzwerkausrüstung herstellen

  6. Overwatch

    Blizzard will bessere Beschwerden

  7. Mobilfunk

    Nokia nutzt LTE bei 600 MHz erfolgreich

  8. Ohne Flash und Silverlight

    Netflix schließt HTML5-Umzug ab

  9. Mass Effect Andromeda im Technik-Test

    Frostbite für alle Rollenspieler

  10. Hannover

    Die Sommer-Cebit wird teuer



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Technik-Kritiker: Jaron Lanier will Facebook zerschlagen
Technik-Kritiker
Jaron Lanier will Facebook zerschlagen
  1. Let's Play Facebook ermöglicht Livevideos vom PC
  2. Facebook & Co Bis zu 50 Millionen Euro Geldbuße für Hasskommentare
  3. OCP Facebook rüstet das Rechenzentrum auf

Forensik Challenge: Lust auf eine Cyber-Stelle beim BND? Golem.de hilft!
Forensik Challenge
Lust auf eine Cyber-Stelle beim BND? Golem.de hilft!
  1. Reporter ohne Grenzen Verfassungsklage gegen BND-Überwachung eingereicht
  2. Selektorenaffäre BND soll ausländische Journalisten ausspioniert haben
  3. Ex-Verfassungsgerichtspräsident Papier Die Politik stellt sich beim BND-Gesetz taub

Lithium-Akkus: Durchbruch verzweifelt gesucht
Lithium-Akkus
Durchbruch verzweifelt gesucht
  1. Super MCharge Smartphone-Akku in 20 Minuten voll geladen
  2. Brandgefahr HP ruft über 100.000 Notebook-Akkus zurück
  3. Brandgefahr Akku mit eingebautem Feuerlöscher

  1. Wozu Telefonnummer und Email?

    Sharra | 02:51

  2. Re: Irgendwas mache ich wohl falsch...

    amagol | 02:45

  3. Re: Wenn ich tatsächlich 45.000 verdienen würde

    amagol | 02:39

  4. Re: Brutto/Netto gehört abgeschafft.

    amagol | 02:31

  5. Re: Vieleicht einfach mal nicht Raubkopieren...

    TC | 02:03


  1. 18:26

  2. 18:18

  3. 18:08

  4. 17:39

  5. 16:50

  6. 16:24

  7. 15:46

  8. 14:39


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel