Silent Circle: Verschlüsselte Telefonate auch zu Nicht-Abonnenten
Nutzer des VoIP-Dienstes Silent Circle können künftig Teilnehmer in mehr Ländern anrufen, die den Dienst nicht nutzen. Insgesamt sollen es 79 sein. Bislang konnte von den entsprechenden iOS- und Android-Apps aus nur mit Gegenstellen in einer begrenzten Anzahl von Ländern kommuniziert werden.
Um die Diensterweiterung namens Out-Circle zu nutzen, erhält jeder Silent-Circle-Kunde eine zehnstellige Rufnummer. Darüber können Silent-Circle-Teilnehmer auch angerufen werden. Der zusätzliche Dienst kostet etwa 13 US-Dollar für 100 Minuten mit Teilnehmern, die kein Silent Circle abonniert haben. Besitzer eines Blackphones von Silent Circle können den Dienst ohne zusätzliche Kosten nutzen, müssen allerdings Out-Circle noch einrichten. Für Anrufer in das Silent-Circle-Netz fallen die üblichen Gebühren für Auslandsgespräche an.
Auch mit Out-Circle verspricht Silent Circle Anrufe in das herkömmliche öffentliche Festnetz und in mobile Netzwerke. Aus einer von Silent Circle veröffentlichten Liste geht hervor, dass in den meisten europäischen Ländern beide Netzwerke über Out-Circle erreichbar sind. In Spanien ist beispielsweise hingegen nur eines der beiden Netze erreichbar – welches, das geht aus der Liste allerdings nicht hervor(öffnet im neuen Fenster) .
Verschlüsselung von Phil Zimmerman
Mitverantwortlich für Silent Phone ist der Schöpfer der Verschlüsselungssoftware PGP (Pretty Good Privacy), Phil Zimmermann. Zimmermanns Unternehmen Silent Circle entwickelte zunächst die App Silent Phone für Android bei Google Play(öffnet im neuen Fenster) . Sie ist kostenlos, die Nutzung des Verschlüsselungsdienstes innerhalb von Silent Circle kostet monatlich 10 US-Dollar. Inzwischen unterstützt Silent Circle neben VoIP auch die verschlüsselte Kommunikation per Textnachrichten und Videotelefonie. Über eine separate App können auch Daten verschlüsselt geteilt werden .
Das verwendete Protokoll ZRTP(öffnet im neuen Fenster) nutzt zum Schlüsseltausch das Diffie-Hellman-Verfahren. Der Dienst soll auf Peer-to-Peer-Basis laufen. Wenn nur einer der Gesprächspartner mit Silent-Circle-Servern verbunden ist, wird die verschlüsselte Nachricht im Silent-Circle-Netzwerk abgelegt. Der Verschlüsselungscode wird nach Unternehmensangaben jeweils nur einmal genutzt und dann zerstört. Silent Circle hat seinen Hauptsitz in National Harbor in Maryland und einen weiteren im Silicon Valley. Die Server stehen aus rechtlichen Gründen in Kanada.
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