Sikorsky Nomad 100: Senkrechtstarter-Drohne besteht ersten Testflug
Sikorsky, eine Tochtergesellschaft von Lockheed Martin, hat die erste Testrunde für die unbemannte Nomad 100(öffnet im neuen Fenster) abgeschlossen. Dabei handelt es sich um eine Senkrechtstarterdrohne, die ohne Lande- und Startbahn auskommt. Durchgeführt wurden die Tests gemeinsam mit der US-Forschungsbehörde DARPA im Programm Early VTOL Aircraft Demonstration (EVADE).
Die Nomad soll gemeinsam mit bemannten Flugzeugen operieren, von vorgeschobenen Stützpunkten über Schiffsdecks bis zu unbefestigten Landezonen aus.
Wie funktioniert die Nomad 100?
Die Nomad 100 nutzt ein System, das Sikorsky als Rotor Blown Wing bezeichnet. Zwei Propeller ermöglichen den senkrechten Start, die Landung und den Schwebeflug. Anschließend wechselt das Fluggerät in den Vorwärtsflug über feste Tragflächen. Nach Angaben von Sikorsky verbindet das Design den vertikalen Auftrieb eines Hubschraubers mit der Geschwindigkeit und Reichweite eines Starrflüglers.
Mit Nomad steigt Sikorsky erstmals in den Markt für senkrecht startende Drohnen ein. Die Plattform basiert nach Unternehmensangaben auf jahrzehntelanger Erfahrung mit Drehflüglern. Ziel sei ein kostengünstiges, skalierbares Senkrechtstartersystem.
Flugsteuerung Matrix von Sikorsky erfolgreich
Die DARPA wählte Sikorskys autonomes Flugsystem Matrix für alle fünf Fluggeräte im EVADE-Programm aus. Nach Unternehmensangaben absolvierte Matrix bereits mehr als 1.000 Flugstunden und rund 500 Test- und Demonstrationsflüge auf mehr als 20 Flugzeugtypen. Dieselbe Technologie kommt auch bei zwei weiteren Sikorsky-Plattformen zum Einsatz, dem unbemannten S-70UAS U-Hawk und dem Hybrid-Elektro-Demonstrator HEX(öffnet im neuen Fenster).
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