Signify Philips Hue: Wenn eigene smarte Lampen plötzlich hell leuchten

Mindestens seit Ende Juni 2024 kommt es vor, dass Philips-Hue-Lampen bei den Kunden ungewollt auf maximale Helligkeit geschaltet werden, obwohl die Lampen eigentlich auf eine niedrigere Helligkeit eingestellt sind. Darüber hatte Android Authority(öffnet im neuen Fenster) berichtet und zunächst keine Antwort vom Hersteller erhalten, wie es zu dem Fehler kommt und ob eine Fehlerkorrektur geplant ist.
Nun hat der Hersteller Signify unter anderem Android Authority(öffnet im neuen Fenster) bestätigt, dass es einen Fehler bei Philips-Hue-Produkten gibt, die zu diesem nicht gewünschten Verhalten führt.
Nach dem bisherigen Kenntnisstand tritt der Fehler nur auf, wenn ein Leuchtmittel eingeschaltet ist, aber nicht auf maximale Helligkeit gestellt ist. Demnach kam es bisher nicht vor, dass sich ausgeschaltete Philips-Hue-Leuchtmittel einfach so eingeschaltet haben.
Fehler hat mit Matter zu tun
Der Fehler konnte nach einer umfangreichen Analyse gefunden werden und in der Woche vom 15. Juli 2024 ist ein Update geplant, mit dem das Fehlverhalten abgeschaltet werden soll.
Das Fehlverhalten geht laut Signify auf ein Interoperabilitätsproblem mit dem Smart-Home-Standard zurück. Demnach komme es zu zufälligen, vorübergehenden Unterbrechungen des Funkverkehrs und diese Unterbrechungen werden dann von den Lampen als Schalteraktion erkannt. Die Lampen denken, es habe einen Befehl gegeben, die Lampen auf maximale Helligkeit zu stellen.
Ungewollte maximale Helligkeit bei smarten Leuchtmitteln verhindern
Nach Angaben von Signify kann das Fehlverhalten vor der Veröffentlichung eines Updates verhindert werden. Dazu müsste die Matter-Anbindung der Philips-Hue-Bridge gelöst werden. Das muss sowohl in den Einstellungen des Smartphones sowie in der Matter-Controller-App vorgenommen werden.
Nach Angaben von Signify seien nur wenige Kunden von dem Fehler betroffen. Der Hersteller nennt keine genauen Zahlen dazu, bei wie vielen Kunden das Problem bisher aufgetreten ist. Signify machte auch keine Angaben dazu, wie es zu dem Fehler kommen konnte und warum dieses Fehlverhalten nicht im Vorfeld erkannt wurde.