Abo
  • IT-Karriere:

Sigfox: Noch ein IoT-Netz unter vielen veröffentlicht

Die Spezifikationen von Sigfox sind öffentlich. Es handelt sich dabei um ein energiesparendes Funkprotokoll für IoT-Sensoren. Allerdings ist es proprietär und damit eines von vielen Funknetzen für das Internet der Dinge.

Artikel veröffentlicht am ,
In vielen EU-Regionen befindet sich Sigfox noch im Bau (violette Farbe).
In vielen EU-Regionen befindet sich Sigfox noch im Bau (violette Farbe). (Bild: Sigfox)

Der französische Netzbetreiber Sigfox hat die Eckdaten für sein gleichnamiges Funknetz bekanntgegeben. Die Spezifikation richtet sich an IoT-Sensoren und funkt im in Deutschland frei zugänglichen 868-Mhz-Band - mit Kanälen von 200 Kilohertz. Der Hersteller stellt seinen Standard in einem Dokument (PDF) bereit.

Stellenmarkt
  1. SCALTEL AG, Waltenhofen Raum Kempten
  2. DEKRA SE, Stuttgart

Das Protokoll überträgt Daten standardmäßig ohne Verschlüsselung und nutzt Ultra-Narrow-Band-Technik, die eine geringe Übertragungsleistung hat, allerdings dadurch nicht so viel Energie und Rechenaufwand benötigt. So soll eine Sigfox-Basisstation etwa eine Million Sensoren gleichzeitig verwalten können, was mit herkömmlichen Funknetzen wie LTE oder HSPA nicht so einfach möglich ist.

Geringer Energieverbrauch, geringe Datenübertragung

Der Kompromiss: Ein in Sigfox eingebundener Sensor kann pro Nachrichtenübertragung maximal 12 Byte an rohen Daten versenden. Daran hängt das Protokoll acht Byte für notwendige Fehlerkorrekturen, Längenindikator und Identifier an - wie es auch andere Übertragungstechniken tun. Für viele Sensoren dürften 12 Byte pro Session ausreichen, etwa um numerische Werte an Server zu senden. Ungeeignet könnte das Protokoll für hochauflösende Videoübertragung und Machine Learning sein.

Sigfox ist in der EU bisher nicht vollständig flächendeckend verfügbar. Gerade in Österreich und der Schweiz wird das Netz momentan noch ausgebaut. Zudem binden sich Kunden, die Sigfox für ihre Sensoren nutzen wollen, an die Cloud-Infrastruktur des Herstellers. Das System ist proprietär.

Es stellt sich die Frage, ob ein freier, sicherer Übertragungsstandard dem als ziemlich unsicher geltenden Internet der Dinge eher gut tun würde, als das nächste proprietäre Produkt neben Protokollen wie CoAP, DDS, MQTT, XMPP und anderen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. 4,99€
  3. (-72%) 16,99€

yeti 15. Feb 2019

Sollen Die doch einfach einen USB Stick mitliefern, der auf USB Seite Modbus reden kann...

sadan 15. Feb 2019

Auch direkt dran gedacht. Und lora ist auch schon viel vieeel weiter.


Folgen Sie uns
       


ANC-Kopfhörer im Lautstärkevergleich

Wir haben Microsofts Surface Headphones und die Jabra Elite 85h bei der ANC-Leistung verglichen. Für einen besseren Vergleich zeigen wir auch die besonders leistungsfähigen ANC-Kopfhörer von Sony und Bose, die WH-1000XM3 und die Quiet Comfort 35 II.

ANC-Kopfhörer im Lautstärkevergleich Video aufrufen
Watch Dogs Legion angespielt: Eine Seniorin als Ein-Frau-Armee
Watch Dogs Legion angespielt
Eine Seniorin als Ein-Frau-Armee

E3 2019 Elitesoldaten brauchen wir nicht - in Watch Dogs Legion hacken und schießen wir auch als Pensionistin für den Widerstand. Beim Anspielen haben wir sehr über die ebenso klapprige wie kampflustige Oma Gwendoline gelacht.


    Digitaler Knoten 4.0: Auto und Ampel im Austausch
    Digitaler Knoten 4.0
    Auto und Ampel im Austausch

    Auf der Autobahn klappt das autonome Fahren schon recht gut. In der Stadt brauchen die Autos jedoch Unterstützung. In Braunschweig testet das DLR die Vernetzung von Autos und Infrastruktur, damit die autonom fahrenden Autos im fließenden Verkehr links abbiegen können.
    Ein Bericht von Werner Pluta

    1. LTE-V2X vs. WLAN 802.11p Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?
    2. Vernetztes Fahren Lobbyschlacht um WLAN und 5G in Europa
    3. Gefahrenwarnungen EU setzt bei vernetztem Fahren weiter auf WLAN

    5G-Auktion: Warum der Preis der 5G-Frequenzen so hoch war
    5G-Auktion
    Warum der Preis der 5G-Frequenzen so hoch war

    Dass die Frequenzen für den 5G-Mobilfunk teuer wurden, lasten Telekom, Vodafone und Telefónica dem Newcomer United Internet an. Doch dies ist laut dem Netzplaner Kai Seim nicht so gewesen.
    Eine Analyse von Achim Sawall

    1. Funklöcher Hohe Bußgelder gegen säumige Mobilfunknetzbetreiber
    2. Bundesnetzagentur 5G-Frequenzauktion erreicht 6,5 Milliarden Euro
    3. 5G-Auktion Etablierte wollen Preis für 1&1 Drillisch hochtreiben

      •  /