Sifive P550: Der schnellste RISC-V wird von Intel genutzt

Der P550 ist laut Sifive der bisher leistungsstärkste CPU-Prozessor mit RISC-V-Technik, er wird von Intel als 7-nm-Design unterstützt.

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Überblick über den P550 und den P270
Überblick über den P550 und den P270 (Bild: Sifive)

Sifive hat den P550 angekündigt, einen Quadcore mit RISC-V-Technik. Dem Hersteller zufolge handelt es sich um den flottesten Prozessor mit der offenen Mikroarchitektur, mit vier Kernen soll er bei gleichem Platzbedarf etwa 30 Prozent schneller sein als ein einzelner Cortex-A75 von ARM.

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Der P550 basiert auf dem U84-Core mit 64-Bit-Unterstützung, genauer ein Out-of-Order-Design mit 13-stufiger Pipeline. Der Decoder ist vierfach ausgelegt, die Issue-Stufe gibt drei Instruktionen an die Rechenwerke weiter. Der P550 ist ein RV64GBC-Kern (General-Purpose-, Bit-Manipulation- und Compressed-Extension).

Laut Hersteller soll der P550 einen Wert von 8,6 pro GHz in SpecInt 2006 haben. Vier P550 sollen ähnlich viel Fläche belegen wie ein einzelner ARM-Kern und dabei eine signifikant höhere Rechenleistung aufweisen. Ein P550 mit 64 KByte L1- und 256 KByte L2-Cache misst 0,38 mm² in TSMCs N7-Verfahren und soll 2,4 GHz erreichen.

Intel Foundry Services für RISC-V

Als ersten Partner nennt Sifive interessanterweise Intel: Der P550 soll bei Horse Creek mit Intels eigenem 7 nm verwendet werden, so lautet die RISC-V-Entwicklungsplattform für die Intel Foundry Services (IFS), mit denen Intel als Auftragsfertiger antritt. Kunden können den P550 mit DDR- und PCIe-IP von Intel kombinieren.

  • Blockdiagramm des P550 (Bild: Sifive)
  • Blockdiagramm des P270 (Bild: Sifive)
  • Überblick zum P550/P270 (Bild: Sifive)
Blockdiagramm des P550 (Bild: Sifive)
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Neben dem P550 hat Sifive auch den P270 vorgestellt, einen RV64GBC-Kern mit In-Order-Aufbau sowie 8-stufiger Pipeline und zweifacher Issue-Ausführung. Der P270 nutzt die Vector-v1.0rc-Erweiterung mit 256 Bit und soll sich auch für Linux-Systeme eignen. Sifive gibt eine Performance von 4,6 pro GHz in SpecInt 2006 an. Ein P270 mit 64 KByte L1- und 128 KByte L2-Cache misst 0,175 mm² in TSMCs N7-Verfahren.

Intel-Prozessoren

RISC-V wird unter anderem bei 5G-Modems, als Embedded-Security-Controller in aktuellen Nvidia-GPUs (Peregrine) oder diversen Qualcomm-SoCs eingesetzt, auch SSD-Controller von Seagate und Western Digital nutzen diese ISA. Mehr Informationen zur offenen Befehlssatzarchitektur haben wir in unserem Hintergrundartikel Wieso RISC-V sich durchsetzen wird zusammengefasst.

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