Schnelles Ubuntu auf dem Hifive Unmatched

Wir entscheiden uns zur weiteren Nutzung und für unsere Tests gegen das Sifive-SDK und stattdessen für das von Ubuntu für RISC-V und das Hifive Unmatched erstellte Abbild. Dabei handelt es sich zwar eigentlich um ein Server-Image, das zunächst keine grafische Oberfläche bietet. Das Ubuntu-Archiv hat jedoch zahlreiche weitere Pakete, die für die RISC-V-Architektur erstellt worden sind.

Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler (m/w/d)
    rocon Rohrbach EDV-Consulting GmbH, Stuttgart, Köln, Mainz, Frankfurt am Main
  2. DevOps Engineer/IT Tüftler (m/w/d)
    Linova Software GmbH, München
Detailsuche

Darunter findet sich etwa die Gnome-Shell, die wir ebenfalls problemlos installieren und mit der richtigen Grafikkarte dann auch nutzen können. Dank der freien AMD-Treiber steht dabei eine solide Hardware-Beschleunigung für den 3D-Desktop bereit. Hier stört dann eigentlich nur die zugegeben erwartbar langsame Leistung der Sifive-CPU.

Im Ubuntu-Discourse-Forum findet sich eine ausführliche und leicht nachvollziehbare Anleitung, wie das Ubuntu auf eine NVMe-SSD installiert werden kann, was die Nutzung des Systems deutlich beschleunigt. Die SD-Karte wird dann nur noch zum Starten mit Hilfe des Bootloaders U-Boot benötigt.

Auf Höhe mit ARMs Cortex-A53

Der Hersteller Sifive arbeitet außerdem aktiv daran, die Unterstützung für sein Board wie auch die CPU in den Hauptzweig des Linux-Kernels einzupflegen. Wie Benchmarks von Phoronix nahelegen, führt dies zusammen mit aktualisierten Toolchains zu einem spürbaren Leistungsgewinn etwa bei der Verwendung der aktuellen Beta von Ubuntu 21.10, die wir ebenfalls für unsere Benchmarks verwenden. Auch wir können eine Leistungssteigerung bis hin zu 20 oder gar 25 Prozent zwischen Ubuntu 21.04 und 21.10 bestätigen.

FU740 @ 1,2 GHz (4x U7 + 1x S7)BCM2837 @ 1,2 GHz (4x Cortex-A53)
7-Zip (Kompression/Dekompression)1.879 MIPS / 4.007 MIPS1.726 MIPS / 4.647 MIPS
Dav1d (Kompilieren)86 sec89 sec
Stress-NG, CPU (Operationen/Sekunde)206 Ops/sec84 Ops/sec
x264 (Encodieren, Sintel 1080p)0,68 fps1,97 fps
x265 (Encodieren, Sintel 1080p)0,41 fps0,29 fps
Performance des Sifive Hifive Unmatched
Golem Akademie
  1. Advanced Python - Fortgeschrittene Programmierthemen
    27.-28. Januar 2022, online
  2. PostgreSQL Fundamentals
    6.-9. Dezember 2021, online
  3. Python kompakt - Einführung für Softwareentwickler
    28.-29. Oktober 2021, online
Weitere IT-Trainings

Sifive selbst vergleicht die Leistung der U74-Kerne im FU740 mit ARMs Cortex-A53. Wir haben die Leistung des RISC-V-Quadcore auf dem Hifive mit einem Raspberry Pi 3B verglichen, in dessen BCM2837-Chip vier Cortex-A53 stecken. Je nach konkretem Test sind die RISC-V-Kerne dabei durchaus konkurrenzfähig: In unserem Compile-Benchmark für Dav1d sind beide fast gleichauf und bei der Kompression mit 7z schneidet die RISC-V-CPU sogar leicht besser ab.

Golem ULTRA

Spürbar ist der Unterschied jedoch beim Encoding mit x264, denn hier nutzt die ARM-Version die Neon-Erweiterungen zur Beschleunigung. Zwar verfügt der Chip von Sifive über Vector-Instruktionen, die für eine ähnliche Beschleunigung genutzt werden könnten. Die eingesetzte Software muss dies dann aber auch unterstützen - genau deshalb gibt es das Hifive Unmatched aber ja.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Einfacher RISC-V-Start mit LinuxSifive Hifive Unmatched: Verfügbarkeit und Fazit 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


sambache 12. Okt 2021 / Themenstart

Für maschine learning aber schon ;-)

JE 10. Okt 2021 / Themenstart

In den Schulen wird leider in der Tat weitgehend Microsoft verwendet. Ich frage mich...

Nore Ply 08. Okt 2021 / Themenstart

allerdings ist der Preis noch recht weit jenseits von Gut und Böse. Und es fehlen mir...

LordSiesta 08. Okt 2021 / Themenstart

Dieser Kommentar ist die Forenvariante der allseits beliebten Störungsmeldung "geht...

nohoschi 07. Okt 2021 / Themenstart

Korrekte Schlussfolgerung wie diese, sieht man selten. Es ist ein Entwicklerboard welche...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Google
Neues Pixel 6 kostet 650 Euro

Das Pixel 6 Pro mit Telekamera und schnellerem Display kostet ab 900 Euro. Google verbaut erstmals einen eigenen Prozessor.

Google: Neues Pixel 6 kostet 650 Euro
Artikel
  1. M1 Pro/Max: Dieses Apple Silicon ist gigantisch
    M1 Pro/Max
    Dieses Apple Silicon ist gigantisch

    Egal ob AMD-, Intel- oder Nvidia-Hardware: Mit dem M1 Pro und dem M1 Max schickt sich Apple an, die versammelte Konkurrenz zu düpieren.
    Eine Analyse von Marc Sauter

  2. Klimaforscher: Das Konzept der Klimaneutralität ist eine gefährliche Falle
    Klimaforscher
    Das Konzept der Klimaneutralität ist eine gefährliche Falle

    Mit der Entnahme von CO2 in den nächsten Jahrzehnten netto auf null Emissionen zu kommen, klingt nach einer guten Idee. Ist es aber nicht, sagen Klimaforscher.
    Von James Dyke, Robert Watson und Wolfgang Knorr

  3. Kalter Krieg 2.0?: Die Aufregung um Chinas angebliche Hyperschallwaffe
    Kalter Krieg 2.0?
    Die Aufregung um Chinas angebliche Hyperschallwaffe

    Die Volksrepublik China soll eine Hyperschallwaffe getestet haben. China dementiert die Vorwürfe aber und sagt, es wäre ein Raumschiff gewesen.
    Eine Analyse von Patrick Klapetz

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 16% auf SSDs & RAM von Adata & bis zu 30% auf Alternate • 3 Spiele für 49€: PC, PS5 uvm. • Switch OLED 369,99€ • 6 Blu-rays für 40€ • MSI 27" Curved WQHD 165Hz HDR 479€ • Chromebooks zu Bestpreisen • Alternate (u. a. Team Group PCIe-4.0-SSD 1TB 152,90€) [Werbung]
    •  /