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Siemens und Robotron: US-Konzern Adtran kauft deutschen Glasfaserexperten ADVA

Adtran und ADVA haben beide starke deutsche Wurzeln, Adtran bei Siemens Networks und ADVA bei Robotron.
/ Achim Sawall
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Bunkermuseum Frauenwald bei Suhl zeigt Robotron Rechner im Jahr 2014. (Bild: Sean Gallup/Getty Image)
Bunkermuseum Frauenwald bei Suhl zeigt Robotron Rechner im Jahr 2014. Bild: Sean Gallup/Getty Image

Adtran übernimmt den bayrischen Glasfaserexperten ADVA. Das gaben die Partner am 30. August 2021 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . ADVA bietet Business-Ethernet, Metro-WDM, Rechenzentrumskopplung und Netzwerksynchronisation. Im Jahr 1994 zusammen mit ehemaligen führenden Beschäftigten von Robotron Meiningen in Thüringen gegründet, konzentrierte sich ADVA anfangs auf WDM-Technologie.

Die Übernahme wird im Aktientausch vollzogen. Dabei wird ADVA mit 759 Millionen Euro bewertet. Adtran und ADVA werden sich unter einer neuen Holding zusammenschließen. Jede ADVA-Stammaktie wird gegen 0,8244 Stammaktien der neuen Holding getauscht. Das entspricht einem Kurswert von 14,98 EUR pro ADVA-Aktie.

Der Hauptsitz von Adtran liegt in Huntsville, Alabama, USA. Gegründet im Jahr 1985, hatte Adtran im Dezember 2011 das Geschäft mit Ausrüstung für Festnetz-Breitband von Nokia Siemens Networks gekauft, das zuvor zu Siemens gehörte. Im Rahmen der Transaktion wechselten 400 Beschäftigte von Nokia Siemens zu Adtran. Die deutschen Standorte liegen daher in München, Greifswald und Berlin.

Die Unternehmen streben innerhalb von zwei Jahren nach dem Zusammenschluss Synergien und Kosteneinsparungen in Höhe von jährlich etwa 52 Millionen US-Dollar vor Steuern an. Mit einem Abschluss der Übernahme wird erst im zweiten oder dritten Quartal 2022 gerechnet. Voraussetzung ist die Zustimmung der Behörden sowie der Umtausch von mindestens 70 Prozent der Adva-Aktien.

Der Markt befinde sich in der Frühphase eines Investitionszyklus in der "optischen Übertragungstechnik, insbesondere in den USA und in Europa, der durch die Nachfrage nach Glasfaserzugang und Übertragungskapazität im Metrobereich angetrieben wird, um Hochgeschwindigkeitsanbindungen für Privathaushalte, Unternehmen und zukünftige 5G-Infrastruktur bereitzustellen" sagte Adtarn-Chef Thomas Stanton.


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