''Der IT-Fachkräftemangel ist sehr real''

Golem.de: Was müssen IT-Fachkräfte mitbringen, wenn sie bei Siemens arbeiten wollen?

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Körte: Bei Siemens brauchen wir Menschen, die ihren eigenen Antrieb und Ideen haben. Jemand, der zwar einer der besten Programmierer ist, aber ständig nur auf Anweisungen wartet, wird es schwer haben. Jemandem, der den Kundennutzen in den Vordergrund stellt und sich bestärken und befähigen lässt, stehen viele Türen offen und wir hoffen, dass so jemand auch durch unsere Türe geht.

Golem.de: Wie läuft bei Ihnen ein typisches Bewerbungsgespräch ab?

Körte: Ein typisches Gespräch gibt es in dem Sinne nicht. Ich verstehe heutzutage ein Bewerbungsgespräch auch nicht als eine Einbahnstraße, bei der sich Kandidaten für eine Arbeitsstelle bewerben. Wir bewerben uns als Arbeitgeber schließlich auch um die Arbeitskraft des Kandidaten. Ich versuche bei den Gesprächen herauszukitzeln, ob die Kandidatin oder der Kandidat mit Freiheiten umgehen kann. Das klingt banal, ist aber nicht jedermanns Sache und ist mir tatsächlich sehr wichtig, weil so kreative neue Lösungen erst entstehen können.

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Golem.de: Gibt es den Fachkräftemangel wirklich - haben Sie Schwierigkeiten, bestimmte Fachkräfte zu finden?

Körte: Ja, der Fachkräftemangel ist sehr real. In Disziplinen wie Cybersecurity oder künstlicher Intelligenz haben wir eigentlich permanent offene Stellen. Für eine Firma wie Siemens ist das noch ein beherrschbares Problem, weil wir einerseits ein bekanntes und geschätztes Unternehmen sind und andererseits auch internationale Arbeitsmärkte im Zugriff haben. Aber für kleine, mittelständische Unternehmen ist der Fachkräftemangel eine signifikante Herausforderung.

Golem.de: Muss man solche Fachkräfte mit besonders hohen Gehältern locken?

Körte: Letztendlich muss die Bezahlung im Vergleich zu Wettbewerbern konkurrenzfähig sein. Andererseits ist Geld keineswegs alles - als Arbeitgeber muss man auch mit den richtigen Arbeitsinhalten und Arbeitsbedingungen punkten, angefangen von der Freiheit, die Arbeit eigenverantwortlich zu gestalten, bis hin zu einer modernen IT-Umgebung.

Nicht zuletzt deshalb haben wir ja für Siemens ein New Normal definiert, demzufolge Mitarbeiter die Freiheit haben, zwei bis drei Tage pro Woche einfach mobil zu arbeiten. Wir haben damit auf Feedback unserer Mitarbeiter reagiert, die die Möglichkeiten des mobilen Arbeitens während der Corona-Krise sehr geschätzt haben.

Golem.de: Was erwarten die IT-Mitarbeiter sonst noch?

Körte: Kickertisch und Kaffee! Im Ernst: Ja, wir haben Kickertische und Kaffeemaschinen, aber vor allem spannende Projekte, die sinnstiftend sind. Sehen Sie: Mit allem, was Siemens macht, haben wir einen signifikanten Einfluss auf den Alltag. Unsere Technologie dient den Menschen und ist überall zu finden. Für die meisten Menschen ist es wichtig, wofür sie arbeiten und wofür die Firma steht. Hier müssen wir uns auf keinen Fall verstecken.

Golem.de: Zum Schluss bitte ich Sie noch um ein paar ganz schnelle Antworten. Denken Sie nicht lange nach, schießen Sie einfach los!

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