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Siemens: Berliner Silicon Valley könnte in Siemensstadt entstehen

Universitäten, Wohnungen, Fabriken: Der Großkonzern Siemens will in Berlin eventuell einen Technologiecampus errichten – wenn die Hauptstadt das Unternehmen unterstützen würde. Ansonsten geht es vielleicht nach Asien.
/ Oliver Nickel
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Siemens könnte wieder in die Hauptstadt investieren. (Bild: Pixabay.com)
Siemens könnte wieder in die Hauptstadt investieren. Bild: Pixabay.com

Siemens hat Pläne, einen Technologiecampus im Berliner Bezirk Spandau zu errichten. Dort, wo das Unternehmen seinen Ursprung hat, will es in Siemensstadt Universitäten, Wohnungen, Einzelhändler, Forschungslabors und Produktionsstätten errichten. Vorbild sei ein Campus im Stil des Silicon Valley, berichtet die Berliner Zeitung(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf die Nachrichtenagentur dpa.

Das Unternehmen will demnach 500 bis 600 Millionen Euro in den Standort investieren. Dabei steht das Projekt noch nicht fest: Derzeit diskutiere Siemens intern auch andere Orte – auch international werde gesucht. Das hänge davon ab, ob das Land Berlin den Konzern finanziell unterstütze. Auch erweiterte Baurechte seien eine Forderung des Unternehmens. Die Hauptstadt hat gute Voraussetzungen: Argumente dafür sind die vielen Universitäten und eine derzeit noch boomende Startup-Szene.

Nutzen von denkmalgeschützten Bauten

Die vorhandenen Flächen und Industriestätten bieten zudem Platz für den Aufbau eines Technologiecampus. 940.000 Quadratmeter stehen demnach zur Verfügung. Dabei sollen in den denkmalgeschützen Bauten Produktionsstätten errichtet werden. Auf der 350.000 Quadratmeter großen Freifläche dazwischen will Siemens Bildungseinrichtungen und dazugehörige Wohnungen bauen. In etwa zehn Jahren soll daraus ein neues Stadviertel entstehen.

Momentan hat Siemens etwa 12.000 Mitarbeiter in Berlin und ist damit nach der Deutschen Bahn, der Charité, Vivantes und der BVG der fünftgrößte Arbeitgeber(öffnet im neuen Fenster) . Die Konzernzentrale befindet sich in München. Es ist nicht klar, welche Produkte der Konzern in Berlin herstellen will, noch ist sicher, ob der Standort überhaupt genutzt wird. Intern gibt es Streitigkeiten: Einige Vorstandsmitglieder würden lieber in einen ausländischen Standort investieren, etwa in Asien.


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