• IT-Karriere:
  • Services:

Sieben Bluetooth-Hörstöpsel im Test: Jabra zeigt Apple, was den Airpods fehlt

Es bleibt eine Herausforderung, einen gut sitzenden und angenehm zu bedienenden Bluetooth-Hörstöpsel zu finden. Dabei mühen sich die True Wireless In-Ears, einen so intensiven Bass wie die Airpods zu erreichen. Ein Testgerät überzeugt uns in allen anderen Disziplinen - hier sollte sich Apple einiges abschauen.

Ein Test von veröffentlicht am
Sieben komplett kabellose Bluetooth-Ohrstöpsel im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wir wollen immer noch mehr hören: Nach unserem ersten Vergleich von vier komplett kabellos arbeitenden Bluetooth-Hörstöpseln gehen wir in die zweite Runde. Wir haben sieben weitere Bluetooth-In-Ears getestet. Dabei zeigt sich erneut, dass Hersteller bei komplett kabellosen Ohrhörern viel falsch machen können. Diesmal sehen wir aber auch, wie es richtig geht.

Wir haben uns für diesen Test Geräte von Sony, Jaybird, Jabra, Bang & Olufsen (B&O) und Bragi ausgesucht. Dabei haben wir vor allem die Wünsche unserer Leser berücksichtigt und besonders vielversprechende Modelle ausgewählt. Alle bis auf Sonys WF1000-X und Jaybirds Run haben dedizierte Lautstärketasten. Viele Hersteller bezeichnen diese Geräte als True Wireless In-Ears.

Elite 65t und Elite Sport von Jabra werden ebenso wie Headphone von Bragi mit Druckknöpfen bedient. Beim Beoplay E8 von B&O und dem Dash Pro von Bragi erfolgt die Bedienung über Sensorbereiche. Davon erhoffen wir uns einen Komfortgewinn im Vergleich zu vielen Geräten aus dem ersten Vergleichstest, bei dem wir feststellten, wie lästig es ist, zum Ändern der Lautstärke jedes Mal zum Smartphone greifen zu müssen.

Und vor allem wollen wir sehen, ob die sieben neuen Testkandidaten bessere Gesamtpakete sind als die vier von uns bereits getesteten Geräte. Denn beim Test von Apples Airpods, Boses Soundsport Free, Ankers Zolo Liberty Plus und Googles Pixel Buds waren wir mit keinem der Kandidaten rundum zufrieden.

Spezielle Anforderungen an komplett kabellose Geräte

Stellenmarkt
  1. Weisenburger Bau GmbH, Karlsruhe
  2. TAG Immobilien AG, Gera

Komplett kabellose Hörstöpsel müssen einige Ansprüche erfüllen: Sie sollen nicht drücken, ein gutes Klangbild haben, bequem zu regulieren sein und lange am Stück genutzt werden können. In unserem ersten Test hatten nicht nur alle Geräte gelegentliche, kurze Ausfälle auf der linken Seite, es hatte auch jedes von ihnen mindestens eine entscheidende Schwäche. Den Airpods fehlt eine Lautstärkeregelgung am Gerät und die ohnehin nicht gerade lange Laufzeit verkürzt sich, wenn sie an einem Nicht-Apple-Gerät genutzt wird. Außerdem arbeitet die Ohrerkennung nicht immer wie erwartet und steht auch nur im Zusammenspiel mit Apple-Geräten zur Verfügung. Die Pixel Buds haben keinen guten Klang, halten nicht im Ohr und lassen sich schlecht bedienen. Boses Stöpsel haben Lautstärketasten, die viel zu schwergängig sind und das Ladeetui hat zu wenig Reserven. Die Anker-Stöpsel haben eine zu kurze Laufzeit und auch hier fehlen Regler zur Änderung der Lautstärke.

Neben den wichtigsten Grundfunktionen haben wir uns bei den Geräten im neuen Test auch noch Besonderheiten angesehen. Sonys WF1000-X haben eine Technik zur Geräuschreduzierung. Dem Run der Logitech-Tochter Jaybird fehlen dedizierte Lautstärketasten, aber mit einem Kniff will der Hersteller diesen Nachteil mittels Software umgehen. Die Elite 65t und Elite Sport von Jabra sind auf den zweiten Blick im Detail sehr unterschiedlich, das Elite 65t kann als einziger uns bekannter Stöpsel parallel mit zwei Geräten verwendet werden. Das Headphone hat keinen Akku im Ladeetui und ist auch das einzige Gerät im Test, für das es keine App für Anpassungen gibt. Die Beoplay E8 haben eine sehr besondere Sensorsteuerung und die Dash Pro können auch unabhängig vom Smartphone genutzt werden, weil sie mit einem eigenen Betriebssystem laufen. Zudem können sie auch mittels Kopfschütteln bedient werden.

  • Alle sieben Stöpsel im Größenvergleich (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle sieben Stöpsel im Größenvergleich (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle sieben Stöpsel im Größenvergleich (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Sonys WF1000-X (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Sonys WF1000-X (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Sonys WF1000-X (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Sonys WF1000-X (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Ladeetui für die WF1000-X ist uns zu groß. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • WF1000-X mit allen Aufsätzen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jaybird Run (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jaybird Run (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jaybird Run (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jaybird Run (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die runde Bauform macht das Run-Ladeetui sehr dick. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Run mit allen Aufsätzen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Ladeetui der Beoplay E8 hat eine angenehme Größe. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • B&O Beoplay E8 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • B&O Beoplay E8 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • B&O Beoplay E8 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • B&O Beoplay E8 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Beoplay E8 mit allen Aufsätzen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Headphone-Ladeetui hat keinen Akku. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bragis Headphone (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bragis Headphone (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bragis Headphone (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bragis Headphone (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Headphone mit allen Aufsätzen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Ladeetui für das Dash Pro ist besonders groß. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bragis Dash Pro (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bragis Dash Pro (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bragis Dash Pro (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bragis Dash Pro (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dash Pro mit allen Aufsätzen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Ladeetui der Elite Sport hat eine angenehme Größe. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jabras Elite Sport (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jabras Elite Sport (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jabras Elite Sport (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jabras Elite Sport (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Elite Sport mit allen Aufsätzen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Ladeetui der Elite 65t hat eine angenehme Größe. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jabras Elite 65t (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jabras Elite 65t (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jabras Elite 65t (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jabras Elite 65t (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Elite 65t mit allen Aufsätzen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle sieben Ladeetuis im Größenvergleich (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle sieben Ladeetuis im Größenvergleich (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Alle sieben Stöpsel im Größenvergleich (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Die grundlegende Bedienung ist bei den meisten Geräten identisch. Es gibt einen Multifunktionsknopf, mit dem sich laufende Musik pausieren oder fortsetzen lässt. Wenn ein Anruf eingeht, kann dieser mit einem Knopfdruck angenommen werden. Zudem lässt sich mit einem längeren Druck oder einem Doppeltippen bei fast allen Probanden der jeweilige digitale Assistent auf dem Smartphone aktivieren. Wenn die Stöpsel keine Tasten haben, wird das alles über einen Sensorbereich gemacht.

Mehrere Testteilnehmer haben eine sogenannte Transparenzfunktion. Damit sollen Nutzer die Umgebungsgeräusche besser hören, wenn sie die Stöpsel im Ohr haben. Die Umgebungsgeräusche werden über das Mikrofon eingespielt. Überzeugt hat sie uns bei keinem Gerät. Auch traten vermehrt Probleme mit Schritthall auf, aber dazu später mehr.

Bezüglich des Klangtests wurden alle sieben Testteilnehmer mit dem soliden Bassfundament der Airpods von Apple verglichen, die in unserem ersten Test zusammen mit Boses Soundsport Free den intensivsten Bass hatten. Alle Stöpsel im Test werden in das Ohr hineingedreht, um einen sicheren Halt zu erreichen.

Versatz von Bild und Ton bei Videos

Bei der Nutzung von Bluetooth-Kopfhörern kann es beim Schauen von Videos zu einem zeitlichen Versatz zwischen Bild und Ton kommen. Das Gesagte ist dann den Lippenbewegungen etwa eine Sekunde hinterher. Das Anschauen von Filmen und Serien macht so kein Vergnügen. Ob es dazu kommt, hängt davon ab, ob das Zuspielgerät das Bluetooth-Protokoll Audio Video Distribution Transport Protocol (AVDTP) in der Version 1.3 vollständig unterstützt. Mit diesem Protokoll können Kopfhörer und ähnliche Geräte Anweisungen zur Videowiedergabe an das Bluetooth-Gerät senden, damit der Ton synchron abgespielt wird.

Leider geben die meisten Smartphone-Hersteller nicht an, ob sie AVDTP in der Version 1.3 abdecken. Wer sich also für ein Bluetooth-Headset entscheidet, hat es nicht gerade leicht, vorher herauszubekommen, ob das eigene Smartphone das Protokoll unterstützt. Das Problem betrifft vor allem Android-Geräte, denn Apple unterstützt das nötige Protokoll in den iPhone- und iPad-Modellen. Wir haben alle im Test vertretenen Probanden mit einem iPhone 5S und einem iPhone 8 Plus ausprobiert und alle Bluetooth-Geräte spielten Videos mit synchronem Bild und Ton ab. Bei Android-Geräten ist nicht einmal Bluetooth 5.0 ein Garant gegen den Versatz.

Im Folgenden schauen wir uns zunächst die beiden Geräte ohne dedizierte Lautstärkeregelung am Gerät genauer an, danach diejenigen mit Lautstärketasten am Gerät und zum Schluss die beiden Modelle mit Sensorsteuerung. Wir starten mit den Sony-Stöpseln, die eine wirksame Abschottung vor Umgebungsgeräuschen versprechen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Sonys WF-1000X nutzt Technik zur Geräuschminimierung 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6
  7. 7
  8. 8
  9. 9
  10.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 44€ (inkl. 15€ Direktabzug - Bestpreis!)
  2. 54,31€ (Bestpreis mit Amazon. Vergleichspreis 87,46€)
  3. 54,31€ (Bestpreis mit MediaMarkt. Vergleichspreis 87,46€)
  4. (u. a. Seagate BarraCuda Compute 8 TB für 158,90€ + 6,79€ Versand und Edifier Studio 1280T...

Peter Brülls 30. Mai 2018

Natürlich kann man das kommentarlos in Listen packen und behaupten, dass dann eine...

Der Supporter 24. Mai 2018

Ich habe zur Zeit die Jaybird Run, bin aber nicht ganz zufrieden und möchte auf die Jabra...

anybody 23. Mai 2018

Es gibt ganz ordentliche Bluetooth Kopfhörer (ohne Kabel zwischen linkem und rechtem Ohr...

SanderK 23. Mai 2018

Stimmt, war aber ein deutlich größeres Modell und laut Text, ganz im Gegensatz zur...

deus-ex 23. Mai 2018

Ich finde die Apple Lösung sogar besser weil ich nur eine Stöpsel aus dem Ohr nehmen muss...


Folgen Sie uns
       


Patrick Schlegels Visitenkarte spielt Musik und würfelt

Eine Visitenkarte muss nicht immer aus langweiligem Papier sein. Patrick Schlegels Visitenkarte hat einen USB-Speicher, spielt Musik und kann würfeln.

Patrick Schlegels Visitenkarte spielt Musik und würfelt Video aufrufen
Mars 2020: Was ist neu am Marsrover Perseverance?
Mars 2020
Was ist neu am Marsrover Perseverance?

Er hat 2,5 Milliarden US-Dollar gekostet und sieht genauso aus wie Curiosity. Einiges ist dennoch neu, manches auch nur Spielzeug.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer


    Threat-Actor-Expertin: Militärisch, stoisch, kontrolliert
    Threat-Actor-Expertin
    Militärisch, stoisch, kontrolliert

    Sandra Joyces Fachgebiet sind Malware-Attacken. Sie ist Threat-Actor-Expertin - ein Job mit viel Stress und Verantwortung. Wenn sie eine Attacke einem Land zuschreibt, sollte sie besser sicher sein.
    Ein Porträt von Maja Hoock

    1. Emotet Die Schadsoftware Trickbot warnt vor sich selbst
    2. Loveletter Autor des I-love-you-Virus wollte kostenlos surfen
    3. DNS Gehackte Router zeigen Coronavirus-Warnung mit Schadsoftware

    Programmiersprache Go: Schlanke Syntax, schneller Compiler
    Programmiersprache Go
    Schlanke Syntax, schneller Compiler

    Die objektorientierte Programmiersprache Go eignet sich vor allem zum Schreiben von Netzwerk- und Cloud-Diensten.
    Von Tim Schürmann


        •  /