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Sicherheitsupdate: Google fixt Android-Lücke, die auf der Switch entdeckt wurde

Mit dem Mai-Patch für Android werden wieder zahlreiche Sicherheitslücken geschlossen. Eine davon ist besonders kurios, denn entdeckt wurde die Nvidia-Lücke auf Nintendos Switch. Gepatcht werden zudem das Betriebssystem und Probleme mit Broadcom- sowie Qualcomm-Komponenten.
/ Andreas Sebayang
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Neue Sicherheitspatches für Android sind da. (Bild: Gabriel Bouys/AFP/Getty Images)
Neue Sicherheitspatches für Android sind da. Bild: Gabriel Bouys/AFP/Getty Images

Google hat Informationen zur Mai-Behebung von Sicherheitslücken in Android bekanntgegeben(öffnet im neuen Fenster). Wie üblich gibt es zwei Patchlevel. Eines (2019-05-01, internationales Datumsformat) beinhaltet vor allem Sicherheitslücken mit Frameworks oder dem Betriebssystem. Das andere (2019-05-05) ist überwiegend für bestimmte Hardware von Wichtigkeit. Allerdings gibt es mit diesem Patchlevel eine Sicherheitslücke in einer Kernel-Komponente, die das Erschleichen höherer Systemrechte erlaubt. Allerdings stuft Google das Risiko einer Ausnutzung als "Moderat" ein.

Im unteren Patchlevel sind hingegen mehrere Sicherheitslücken mit der Einstufung "Kritisch" oder "Hoch" zu finden. Die gefährlichsten Lücken erlauben das Ausführen von Schadcode (Remote Code Execution). Sicherheitslücken mit Rechteausweitung (Elevation of Privilege) sind nur als "Hoch" eingestuft.

Die Hardware-Sicherheitslücken betreffen oft nur einen Teil der Anwender. Wer eine Bluetooth-Komponente von Broadcom hat, sollte patchen. Dort ist aufgrund einer Schwäche in der Bluetooth-Firmware ein entferntes Ausführen von Schadcode möglich. Beseitigt werden zudem, wie im vergangenen Monat, zahlreiche Sicherheitslücken in Verbindung mit Qualcomm-Hardware. Die meisten betreffen Closed-Source-Komponenten und sind teils kritisch.

Besonders interessant ist eine Sicherheitslücke, die Android-Geräte mit Nvidia-Chip betreffen. Das sind allerdings nicht sonderlich viele. Betroffen ist zunächst nur das Pixel C-Tablet von Google. Hier findet sich ein Tegra-X1-SoC als Kernkomponente im Gerät. Ein Problem in der Pixel C Trustzone erlaubt es Angreifern, sich höhere Rechte auf dem Gerät zu erschleichen. Präsentiert wurde die Sicherheitslücke auf der Switch seinerzeit auf dem Hackerkongress 34C3 in Leipzig Ende 2017.

Wie üblich stehen die Sicherheitspatches nur für wenige Android-Geräte unmittelbar bereit. Viele Hersteller dürften ein paar Wochen für das Bereitstellen der Patches benötigen. Ob der aktuelle Stand eingespielt wurde, lässt sich über die Systemeinstellungen herausfinden. Findet sich dort das Patchlevel 2019-05-01 oder 2019-05-05, ist der Anwender im Vergleich zur Mehrheit der Android-Nutzer sehr gut gegen Sicherheitslücken geschützt. Auch ein Patchlevel vom letzten oder vorletzten Monat kann – auf das Gros der Geräte betrachtet – als gut eingestuft werden.


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