Sicherheitsproblem: Siri verrät Inhalte gesperrter Benachrichtigungen

Siri liest auch Inhalte von Benachrichtigungen vor, die erst freigegeben werden sollten, wenn das iPhone entsperrt ist. Das klappt zwar bei iMessages, doch die meisten anderen Benachrichtigungen von Apps werden von Siri vorgelesen, wenn der Nutzer den Sprachassistenten des Gerätes auffordert: "Hey Siri, lies meine Benachrichtigungen vor." Alternativ ist der Druck auf die Home-Taste beziehungsweise je nach Modell auf die Seitentaste ausreichend, um Siri zu starten.
Dies kann sicherheitsrelevant sein, wenn Unbefugte Siri dazu bringen, eintreffende Benachrichtigungen von Apps wie Messenger preiszugeben. Apples eigener Dienst iMessage und eingehende SMS sind von dem Problem nicht betroffen, das Mac Magazine(öffnet im neuen Fenster) entdeckte. Das Problem ist auch in der aktuellen Betaversion von iOS 11.3 vorhanden. Es ist nicht bekannt, ob es ein Designfehler oder eine API-Beschränkung ist, die sich nur auf Anwendungen von Drittanbietern auswirkt.

Solange Apple den Fehler nicht korrigiert hat, lässt sich das Problem nur beheben, indem Sperrbildschirmbenachrichtigungen für sensible Anwendungen deaktiviert werden. Wer es vorzieht, Benachrichtigungen weiterhin auf dem Sperrbildschirm zu sehen, kann Siri deaktivieren, solange das Gerät gesperrt ist oder erst funktioniert, wenn sich der Anwender mit seinem Passwort, Fingerabdruck oder Gesicht authentifiziert hat.