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Sicherheitsmangel: Tesla hat ein Schriftgrößen-Problem

Tesla muss 2 Millionen Fahrzeuge zurückrufen – allerdings nur virtuell. Der Grund sind zu kleine Schriften an einer wichtigen Stelle.
/ Andreas Donath
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Tesla-Bildschirm (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Tesla-Bildschirm Bild: Martin Wolf/Golem.de

In den USA muss Tesla praktisch alle bisher verkauften Fahrzeuge zurückrufen – etwa 2 Millionen Autos. Sie müssen allerdings nicht in die Werkstatt, sondern bekommen ein Software-Update und die Halter werden informiert. Sie haben für die Bremssystem-Warnungen(öffnet im neuen Fenster) eine zu geringe Schriftgröße im Display, wie das Wall Street Journal berichtet(öffnet im neuen Fenster) .

Laut der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) hat Tesla im vergangenen Monat ein Problem festgestellt, bei dem die Brems- und Parkanzeigen einiger Fahrzeuge eine kleinere Schriftgröße haben als gesetzlich vorgeschrieben. Dies könnte es den Fahrern erschweren, wichtige Sicherheitsinformationen zu erkennen und damit das Unfallrisiko erhöhen.

Tesla ruft rund 2,19 Millionen Fahrzeuge zurück, die zwischen 2012 und 2024 verkauft wurden, um das Problem mit den Anzeigeleuchten durch ein Software-Update zu beheben.

Die NHTSA weitet zudem ihre Untersuchung der gemeldeten Probleme mit Teslas Fahrerassistenzsystem Autopilot aus. Das System war in mehrere Zusammenstöße mit Einsatzfahrzeugen verwickelt. Die NHTSA teilte mit, dass sie die Untersuchung ausweitet, die rund 335.000 Tesla Model 3 und Y betrifft.

Die chinesischen Aufsichtsbehörden haben das Unternehmen auf dem größten Automarkt der Welt ebenfalls wegen Sicherheitsprobleme zu einer großen Rückrufaktion verpflichtet . Auch hier reichte ein Software-Update aus.

Grund für das erzwungene Update ist unter anderem die fehlende Einstellung für die Rekuperation. Tesla hat die Einstellungsmöglichkeit für die Stärke der Rekuperation 2020 abgeschafft; seitdem fehlt bei neueren Fahrzeugen die Möglichkeit, die Energierückgewinnung auf eine niedrigere Stufe zu stellen.

Gleichzeitig moniert die Regulierungsbehörde, dass Tesla-Fahrer nicht genügend Warnungen erhalten, wenn das Strompedal zu lange zu stark getreten wird – der Wagen also beschleunigt. Die Kombination aus den beiden Faktoren könne das Risiko für Unfälle durch zu hohe Geschwindigkeit erhöhen.


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