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Sicherheitslücken finden mit Frankenstein

Die Sicherheitslücken finden die Forscher häufig per Fuzzing, also das zufällige Senden von Parametern an die Schnittstellen. "Das ist über die Luft allerdings schwierig", erklärte Classen. "Schaffen wir mit den Parametern einen ungültigen Zustand, wird die Verbindung oft beendet und man bekommt von dem Chip nicht wirklich mit, was kaputt gegangen ist." Deshalb hat Jan Ruge Frankenstein entwickelt, mit dem die Sicherheitsforscher einen toten Bluetooth-Chip von Broadcom virtuell wiederbeleben können.

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Bevor sie den Chip einfrieren, führen die Forscher beispielsweise einen Bluetooth-Scan durch, an den sie eine Hook angedockt haben. "Dann frieren wir den Chip ein und ziehen 10 Minuten den State der Firmware, RAM und die Hardware-Register", sagte Classen. Die Hardware-Register würden auch das enthalten, was in der Luft passiert.

Den toten Chip zum Leben erwecken

Diesen Snapshot des eigentlich toten Chips erwecken die Sicherheitsforscher dann virtualisiert wieder zum Leben: Mitsamt dem Linux-Kernel, der Firmware und der Luft aus den Hardware-Registern. "Das läuft dann alles auf einem vollständig emulierten Chip, der die Verbindung nicht schnell abbricht. Wir sehen dann was in dem Chip passiert, beispielsweise einen Heap-Overflow", erklärte Classen. Mit der Technik ließen sich über die Luft Lücken im Chip oder im Host finden sowie Lücken in der Kommunikation zwischen Chip und Host - ein Full-Stack-Fuzzing, wie Classen betont.

Im Moment laufe Frankenstein auf einem Entwicklerboard, eine Portierung auf andere Chips sei jedoch in Arbeit. Darunter die Broadcom-Chips der europäischen Galaxy-S10-Reihe. Im Moment konzentrieren sich die Forscher auf Bluetooth, in Zukunft könnte aber auch Wi-Fi und LTE analysiert werden. Die Sicherheitsforscher wollen Frankenstein unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlichen.

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 Sicherheitslücken: Per Bluetooth das WLAN ausknipsen
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tom.stein 01. Jan 2020

Nun ja, rauchen wird es nur, wenn die inhärenten Widerstände der Komponenten vorher den...

heikom36 29. Dez 2019

WÄRE nicht so schlimm... WÄRE.... es interessiert ja dummerweise keinen. Der Mensch ist...

Anonymer Nutzer 28. Dez 2019

Ja, fast: Anpeilen ging/geht da immer. Und ich wette, dass man heute alte Fernseher via...


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