Sicherheitslücken: Mehr als 30 Klagen gegen Intel wegen Meltdown und Spectre

Intel wird von mehr als 30 Gruppen wegen der Sicherheitslücken Meltdown und Spectre verklagt. Das Unternehmen glaubt aber nicht, dass durch die Sammelklagen große Belastungen entstehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Intel wird verklagt, erwartet aber keine erhöhten Kosten.
Intel wird verklagt, erwartet aber keine erhöhten Kosten. (Bild: Mandel Ngan/Getty Images)

In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hat der Chiphersteller Intel angegeben, dass bis zum 15. Februar 2018 32 verschiedene Klagen gegen das Unternehmen eingereicht wurden. Die Kläger wollen Entschädigung für die CPU-Sicherheitslücken Meltdown und Spectre. Sollten die Klagen Erfolg haben, könnten große finanzielle Belastungen auf das Unternehmen zukommen.

Stellenmarkt
  1. Leiterin / Leiter (w/m/d) des Referats Cyber-Sicherheit bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes
    Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Freital bei Dresden
  2. Service Engineer (Incident- & Problemmanager) - Coordinator (m/w/d)
    Vodafone GmbH, Eschborn, Düsseldorf, Stuttgart, Unterföhring
Detailsuche

In einem sogenannten 10-K-Formular [PDF] hat Intel die Klagen wegen möglicher Risiken für zukünftige Abschlüsse erwähnt. Das Formular ist streng standardisiert und enthält ähnliche Angaben wie ein Jahresbericht eines börsennotierten Unternehmens.

In dem Bericht heißt es: "Zum 15. Februar 2018 liegen 30 Sammelklagen von Verbrauchern vor und zwei Wertpapier-Sammelklagen wurden eingereicht." Die Verbraucher würden mehrheitlich argumentieren, dass sie durch Intels Handlungen oder mangelnde Informationspolitik Nachteile erleiden mussten und fordern entsprechende finanzielle Entschädigungen.

Intel wusste seit Sommer 2017 von den Problemen

Verbraucher dürften darauf anspielen, dass Intel bereits seit dem vergangenen Sommer von den Sicherheitslücken wusste, diese aber erst Anfang 2018 bekanntwurden. In der Zeit dazwischen haben Verbraucher also unter Umständen CPUs gekauft, die durch die Patches langsamer laufen als angenommen. Fraglich ist allerdings, wie eine offenere Informationspolitik im Rahmen von Responsible Disclosure hätte aussehen können. Intel erwartet von den Klagen "zur Zeit keine erhebliche finanzielle Belastung."

Golem Akademie
  1. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    13.–17. Dezember 2021, virtuell
  2. PowerShell Praxisworkshop: virtueller Vier-Tage-Workshop
    20.–23. Dezember 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

Die institutionellen Anleger bemängeln hingegen, dass Intel und Mitarbeiter des Unternehmens das Gesetz verletzt hätten. Deren Aussagen über Intels Produkte und interne Kontrollen hätten sich durch die Veröffentlichung der Details zu Meltdown und Spectre als falsch oder irreführend herausgestellt. Intel will sich gegen die Vorwürfe vor Gericht verteidigen. Das Unternehmen hat für einige betroffene Produkte Microcode-Updates zur Verfügung gestellt, von denen sich die meisten allerdings noch im Alpha- oder Beta-Status befinden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


HubertHans 21. Feb 2018

Wer billig kauft, kauft zweimal. Oder wenn der Support beendet ist: Pech. Da kommt der...

/mecki78 21. Feb 2018

Zuerst einmal kannst du nicht erwarten, dass ein Hersteller einen Fehler beseitigt, von...

Anonymer Nutzer 20. Feb 2018

weil die amis den deutschen eine reinwürgen wollen. wir exportieren denen zu viel nach...

Der Held vom... 20. Feb 2018

Nimm es mir nicht übel, aber den von dir verzapften Unsinn kann man getrost übersehen...

b5g2k 20. Feb 2018

Wo warst du die letzten Jahre?



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Snapdragon 8 Gen1
Der erste ARMv9-Smartphone-Drache ist da

Neuer Name, neue Kerne: Der Snapdragon 8 Gen1 nutzt ARMv9-Technik, auch das 5G-Modem und die künstliche Intelligenz sind viel besser.

Snapdragon 8 Gen1: Der erste ARMv9-Smartphone-Drache ist da
Artikel
  1. 470 - 694 MHz: Streit um DVB-T2 und Veranstalterfrequenzen spitzt sich zu
    470 - 694 MHz
    Streit um DVB-T2 und Veranstalterfrequenzen spitzt sich zu

    Nach dem Vorstoß von Baden-Württemberg, einen Teil des Frequenzbereichs an das Militär zu vergeben, gibt es nun Kritiken daran aus anderen Bundesländern.

  2. Prozessoren: Intel lagert zehn Jahre alte Hardware in geheimem Lagerhaus
    Prozessoren
    Intel lagert zehn Jahre alte Hardware in geheimem Lagerhaus

    Tausende ältere CPUs und andere Hardware lagern bei Intel in einem Lagerhaus in Costa Rica. Damit lassen sich Probleme exakt nachstellen.

  3. Factorial Energy: Mercedes und Stellantis investieren in Feststoffbatterien
    Factorial Energy
    Mercedes und Stellantis investieren in Feststoffbatterien

    Durch Festkörperakkus sollen Elektroautos sicherer werden und schneller laden. Doch mit einer schnellen Serienproduktion ist nicht zu rechnen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Nur noch heute: Bis zu 75% auf Switch-Spiele • AOC 31,5" WQHD 165Hz 289,90€ • Gaming-Sale bei MediaMarkt • G.Skill 64GB Kit DDR4-3800 319€ • Bis zu 300€ Direktabzug: u. a. TVs, Laptops • WD MyBook HDD 18TB 329€ • Switch OLED 359,99€ • Xbox Series S 275,99€ [Werbung]
    •  /