Abo
  • Services:

Sicherheitslücken: Deaktivierte Patches für Spectre 3 und 4 werden ausgeliefert

Mehr Sicherheitslücken in CPUs von Intel und AMD: Neue Seitenkanalangriffe ermöglichen das Auslesen von Registern und Ergebnissen der Sprungvorhersage. AMD und Intel haben Patches entwickelt, halten diese aber offenbar nicht für dringend notwendig.

Artikel veröffentlicht am ,
Es gibt neue CPU-Sicherheitslücken.
Es gibt neue CPU-Sicherheitslücken. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Sicherheitsforscher haben neue Varianten der CPU-Sicherheitslücke Spectre entdeckt. Die Probleme mit den Namen Spectre 3 und 4 haben allerdings ein geringeres Gefährdungspotenzial als die ersten beiden Varianten und Meltdown. Intel und AMD haben Patches entwickelt, diese werden jedoch standardmäßig deaktiviert ausgeliefert.

Stellenmarkt
  1. KV Telematik GmbH, Berlin
  2. Bosch Gruppe, Stuttgart-Vaihingen

Spectre in der Variante 3 (Rogue System Register Read) ermöglicht einem lokalen Angreifer, bestimmte Register der CPU über einen Seitenkanalangriff auszulesen. Die Sicherheitslücke hat die CVE 2018-3640, Intel stuft das Problem als "medium" ein. Die Schwachstelle wurde von Zdenek Sojka, Rudolf Marek und Alex Zuepke von der Sysgo AG gefunden und an Intel gemeldet.

Spectre 4 wurde von Google und Microsoft entdeckt

Die Sicherheitslücke mit der Bezeichnung Spectre 4 wurde von Googles Project Zero beschrieben und an die Chiphersteller und Microsoft gemeldet. Beteiligt war wie bei Meltdown und Spectre Jann Horn. Forscher von Microsoft hatten das Problem laut der Disclosure-Timeline ebenfalls gefunden und mit Partnern in der Industrie geteilt. Spectre in der Variante 4 wird als "Speculative Store Bypass" beschrieben und ist mit der CVE-Nummer 2018-3639 bezeichnet. Damit sei es in bestimmten Fällen möglich, die Inhalte eines Pointers auszulesen, auch wenn die Vorhersage durch den Prozessor noch nicht verifiziert wurde.

Hersteller wie Microsoft gehen davon aus, dass bestehende Mitigationen in Webbrowsern ausreichend vor der Ausnutzung der Probleme schützen. Anders als bei Meltdown und Spectre soll es auch nicht so einfach sein, vertrauliche Daten wie Passwörter auszulesen. AMD und Intel haben Patches entwickelt, diese müssen allerdings explizit aktiviert werden. Auf Grund des Performanceverlustes von 2 bis 8 Prozent stufen die Hersteller die Patches also offenbar als nicht dringend notwendig ein.

Patches für den Linux-Kernel sind derzeit nicht geplant. Es wird auf möglicherweise in Zukunft erscheinende Microcode-Patches verwiesen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 482,99€ inkl. Versand (aktuell günstigste GTX 1080)
  2. 469€ + Versand (Bestpreis!)

notnagel 23. Mai 2018

Die betreffende Lücke lässt sich über Webbrowsern nutzen und dementsprechend reicht es...

RichardEb 22. Mai 2018

Funktionieren eigentlich die Microsoft Patches mit dem Intel Microcode wieder?


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy Watch - Hands on

Samsung hat seine neue Smartwatch Galaxy Watch vorgestellt. Wir haben uns die Uhr vor der Präsentation angeschaut.

Samsung Galaxy Watch - Hands on Video aufrufen
OLKB Planck im Test: Winzig, gerade, programmierbar - gut!
OLKB Planck im Test
Winzig, gerade, programmierbar - gut!

Wem 60-Prozent-Tastaturen wie die Vortex Poker 3 noch zu groß sind, der kann es mal mit 40 Prozent versuchen: Mit der voll programmierbaren Planck müssen wir anders als erwartet keine Abstriche machen - aber eine Umgewöhnung und die Einarbeitung in die Programmierung sind erforderlich.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Alte gegen neue Model M Wenn die Knickfedern wohlig klackern
  2. Kailh KS-Switch im Test Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue
  3. Apple-Patentantrag Krümel sollen Macbook-Tastatur nicht mehr stören

HDR-Capture im Test: High-End-Streaming von der Couch aus
HDR-Capture im Test
High-End-Streaming von der Couch aus

Was bringen all die schönen neuen Farben auf dem 4K-HDR-TV, wenn man sie nicht speichern kann oder während des Livestreams nicht mehr selber sieht? Avermedia bietet mit den Capture-Karten Live Gamer 4K und Live Gamer Ultra erstmals bezahlbare Lösungen an. PC-Spieler sehen mit ihnen sogar bis zu 240 Bilder pro Sekunde.
Von Michael Wieczorek

  1. DisplayHDR Vesa veröffentlicht erstes Testwerkzeug für HDR-Standard
  2. HDMI 2.0 und Displayport HDR bleibt Handarbeit
  3. Intel Linux bekommt experimentelle HDR-Unterstützung

Leckere neue Welt: Die Stadt wird essbar und smart
Leckere neue Welt
Die Stadt wird essbar und smart

Obst und Gemüse von der Stadtmauer. Salat und Kräuter aus dem Stadtpark. In essbaren Städten sprießt und gedeiht es, wo sonst Hecken wuchern und Geranien blühen. In manchen Metropolen gibt es gar sprechende Bänke, denkende Mülleimer und Gewächshochhäuser.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. IT-Sicherheit Angriffe auf Smart-City-Systeme können Massenpanik auslösen

    •  /