Sicherheitslücke: Yahoo will Hack von mehreren Millionen Nutzern zugeben

Kurz vor dem Abschluss der Übernahme durch Verizon will Yahoo offenbar einen Hack eingestehen, über den bereits im Juli berichtet wurde. Das Unternehmen gefährdet seine Kunden unnötig.

Artikel veröffentlicht am ,
Mittlerweile geschlossen: Yahoo-Hauptsitz in Mexiko-Stadt
Mittlerweile geschlossen: Yahoo-Hauptsitz in Mexiko-Stadt (Bild: Omar Torres/Getty Images)

Yahoo steht offenbar kurz davor, einen umfangreichen Hack der Nutzerdaten zuzugeben, wie das US-Magazin Recode berichtet. Bereits im Juli dieses Jahres hatte Motherboard berichtet, dass 200 Millionen Yahoo-Accounts im Darknet verkauft würden. Yahoo wollte den Einbruch damals nicht bestätigen

Eine nicht näher benannte Quelle sagte Recode, dass Yahoo den Hack im Laufe der Woche zugeben wolle und dass die von Motherboard veröffentlichten Informationen zuträfen. "Es ist wirklich so schlimm", heißt es bei Recode.

Die Anteilseigner von Yahoo sind offenbar besorgt, weil zurzeit die letzten Details der Übernahme des Kerngeschäfts von Yahoo durch Verizon verhandelt werden. Verizon hatte angekündigt, Angebote wie Yahoo News, den Bilderdienst Flickr und andere Firmenteile von Yahoo für 4,8 Milliarden US-Dollar übernehmen zu wollen.

Möglicherweise hatte Yahoo sich mit der Bestätigung der Informationen zurückgehalten, weil das Unternehmen fürchtete, dass sich die Bewertung des einstigen Stars der New Economy noch weiter verschlechtern würde.

Accountinformationen mit schlecht gesicherten Passwörtern

Die Accountinformationen von den rund 200 Millionen Nutzern sollen aus dem Jahr 2012 stammen, der gesamte Datenbestand wird derzeit für etwa 1800 US-Dollar angeboten. Darin sollen sich Nutzernamen, schlecht gesicherte Passwörter (MD5) und andere persönliche Informationen wie Geburtsdaten und weitere Mailadressen befinden.

Technisch versierte Nutzer von Yahoo haben durch Medienberichte eventuell mitbekommen, dass es einen Einbruch bei dem Dienst gab. Das Yahoo alle anderen Nutzer, bei denen es recht wahrscheinlich ist, dass sie noch die gleichen Passwörter verwenden wie 2012, nicht informiert, ist fahrlässig und unverständlich.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Updates für GPT-3 und GPT-4
GPT im Geschwindigkeitsrausch

OpenAIs Updates für GPT-4 und GPT-3 machen die Modelle zuverlässiger, vor allem aber anpassungsfähiger. Die Änderungen und neuen Features im Detail.
Von Fabian Deitelhoff

Updates für GPT-3 und GPT-4: GPT im Geschwindigkeitsrausch
Artikel
  1. Candy Crushed: Royal Match wird profitabelstes Mobile Game
    Candy Crushed
    Royal Match wird profitabelstes Mobile Game

    Die langanhaltende Dominanz von Candy Crush Saga ist vorbei. Das meiste Geld verdient jetzt ein Start-up aus Istanbul mit einem Puzzlespiel.

  2. Datenschutz: ChatGPT-Exploit findet E-Mail-Adressen von Times-Reportern
    Datenschutz
    ChatGPT-Exploit findet E-Mail-Adressen von Times-Reportern

    Eigentlich sollte der Chatbot auf diese Anfrage gar nicht antworten. Tut er es dennoch, lauern womöglich noch viel brisantere Informationen.

  3. Donald E. Knuth: 30 Jahre Weihnachtsvorlesungen frei verfügbar
    Donald E. Knuth
    30 Jahre Weihnachtsvorlesungen frei verfügbar

    Ein bisschen theoretische Informatik, Algorithmen oder Mathematik zu Weihnachten? Wer das mag, kann nun sogar alle Vorlesungen hintereinander ansehen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • TeamGroup Cardea Graphene A440 2 TB mit zwei Kühlkörpern 112,89€ • Logitech G915 TKL LIGHTSYNC RGB 125,11€ • AVM FRITZ!Repeater 3000 AX 129€ • Philips Ambilight 77OLED808 2.599€ • MindStar: Patriot Viper VENOM 64 GB DDR5-6000 159€, XFX RX 7900 XT Speedster MERC 310 Black 789€ [Werbung]
    •  /