Abo
  • Services:
Anzeige
Der Heartbleed-Bug bedroht die Verschlüsselung im Netz.
Der Heartbleed-Bug bedroht die Verschlüsselung im Netz. (Bild: Heartbleed.com/Screenshot: Golem.de)

Wann können Nutzer einen Schadensersatzanspruch vor Gericht durchsetzen?

Nutzer können einen Schadensersatzanspruch vor Gericht dann durchsetzen, wenn sie einen konkreten Schaden nachweisen können. "Hätte der Nutzer etwas unternehmen können, um den Schaden zu verhindern oder zu mindern, etwa nachdem er über die Sicherheitslücke informiert wurde, und hat er dies nicht gemacht, kann ein Schadensersatzanspruch auch entfallen oder reduziert werden", erklärt Rücker.

Anzeige

Im Fall von Heartbleed kann der Nutzer wohl erst einmal nichts unternehmen, allein die betroffenen Website-Betreiber können und müssen die Sicherheitslücke beseitigen. Es stellt sich aber durchaus die Frage, ob Nutzer, deren E-Mail-Adressen und Passwörter gehackt wurden, das Entstehen weiterer Schäden verhindern können, indem sie etwa ihre Passwörter ändern.

"Wenn der Betreiber zur Beseitigung der Sicherheitslücke ein neues Release, einen Patch oder ein Fix nicht in angemessener Frist einspielt, ist er in der Regel schadensersatzpflichtig", erklärt Rücker. Was "angemessen" ist, hängt beispielsweise davon ab, ob ein Fix bereits verfügbar ist oder erst noch erstellt werden muss. "Wenn der Betreiber herumtrödelt, ist es in der Regel eine Pflichtverletzung", sagt Rücker. Eine feste Regel gebe es jedoch nicht, da es vom jeweiligen IT-System abhänge, wie schnell die Reparatur zu bewerkstelligen ist.

Gerichte sind zurückhaltend

Gerichte waren bei Schadensersatzforderungen wegen Datenschutzverletzungen in der Vergangenheit sehr zurückhaltend und sprachen diese punktuell nur bei bestimmten Sachverhalten zu und dies auch nur in besonders schwerwiegenden Fällen. So wurden einem Betroffenen wegen der unzulässigen Veröffentlichung einer E-Mail im Internet beispielsweise 3.000 Euro zugesprochen. Andererseits wurden einem Patienten, dessen Arzt gegen die Schweigepflicht verstoßen hatte, lediglich 51 Euro zugesprochen. In zahlreichen anderen Fällen haben die Gerichte Schadensersatzforderungen wegen Datenschutzverletzungen auch ganz abgelehnt.

Hinzu kommt, dass Betreiber gehackter Plattformen, von denen Daten abhandengekommen sind, schon nach geltendem Datenschutzrecht verpflichtet sind, solche Verstöße den Datenschutzbehörden zu melden und die betroffenen Kunden zu informieren. Verstößt ein Plattformbetreiber gegen diese Pflicht, drohen Bußgelder von bis zu 300.000 Euro. Im Einzelfall können sie sogar noch höher sein, falls der Betreiber aus dem Verstoß wirtschaftliche Vorteile gezogen hat, die diesen Betrag übersteigen.

Die Situation könnte sich mit der EU-Datenschutzreform weiter verschärfen, da auch der aktuelle Entwurf in einigen Bereichen sehr hohe Bußgelder für Datenschutzverstöße vorsieht. Das EU-Parlament fordert in seinem Entwurf Strafen von bis zu 100 Millionen Euro oder bis zu fünf Prozent des Jahresumsatzes.

 Sicherheitslücke: Unternehmen können für Schäden durch Heartbleed haftbar sein

eye home zur Startseite
trendfischer 11. Apr 2014

Tja, die neuen MacBook Pros haben keinen Kensington-Lock mehr, sprich wir können die...

Himmerlarschund... 11. Apr 2014

Passiert meinem Kollegen auch öfter mal :-)

DancingBallmer 10. Apr 2014

Mir geht es eher um ein Feedback der Webseitenbetreiber, heißt man kann jetzt die...

Lala Satalin... 10. Apr 2014

Schon klar.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. MVV EnergySolutions GmbH, Berlin
  2. Fresenius Medical Care Deutschland GmbH, Schweinfurt
  3. Bernhard Wohlfarth GmbH & Co. KG, Pfullingen
  4. Hella Gutmann Solutions GmbH, Ihringen


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 20,99€ + 5€ Versand (für Prime-Mitglieder)
  2. 49,99€
  3. 15,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Schulden

    Toshiba-Partner und Geldgeber wollen Insolvenzverfahren

  2. Sysadmin Day 2017

    Zum Admin-Sein fehlen mir die Superkräfte!

  3. Ipod Touch günstiger

    iPod Nano und iPod Shuffle eingestellt

  4. Nissan Leaf

    Geringer Reichweitenverlust durch alternden Akku

  5. Quartalsbericht

    Amazons Gewinn bricht ein

  6. Sicherheitslücke

    Caches von CDN-Netzwerken führen zu Datenleck

  7. Open Source

    Microsoft tritt Cloud Native Computing Foundation bei

  8. Q6

    LGs reduziertes G6 kostet 350 Euro

  9. Google

    Youtube Red und Play Music fusionieren zu neuem Dienst

  10. Facebook Marketplace

    Facebooks Verkaufsplattform kommt nach Deutschland



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Indiegames Rundschau: Meisterdiebe, Anti- und Arcadehelden
Indiegames Rundschau
Meisterdiebe, Anti- und Arcadehelden
  1. Jump So was wie Netflix für Indiegames
  2. Indiegames-Rundschau Weltraumabenteuer und Strandurlaub
  3. Indiegames-Rundschau Familienflüche, Albträume und Nostalgie

Poets One im Test: Kleiner Preamp, großer Sound
Poets One im Test
Kleiner Preamp, großer Sound
  1. Dunkirk Interstellar-Regisseur setzt weiter auf 70mm statt 4K
  2. Umfrage Viele wollen weg von DVB-T2
  3. DVB-T2 Freenet TV will wohl auch über Astra ausstrahlen

Shipito: Mit wenigen Mausklicks zur US-Postadresse
Shipito
Mit wenigen Mausklicks zur US-Postadresse
  1. Kartellamt Mundt kritisiert individuelle Preise im Onlinehandel
  2. Automatisierte Lagerhäuser Ein riesiger Nerd-Traum
  3. Onlineshopping Ebay bringt bedingte Tiefpreisgarantie nach Deutschland

  1. Re: iPod Touch ist kein Ersatz

    Citadelle | 10:33

  2. Re: 11-20% sind gering?

    Sharra | 10:32

  3. Re: Da sind die Admins selbst dran schuld

    .02 Cents | 10:32

  4. Es geht auch anders

    DAUVersteher | 10:28

  5. Re: Hätte er halt mal was ordentliches gelernt

    phil2991 | 10:28


  1. 10:41

  2. 09:04

  3. 07:23

  4. 07:13

  5. 22:47

  6. 18:56

  7. 17:35

  8. 16:44


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel