Abo
  • Services:

Sicherheitslücke: Polizei-Webserver in Nordrhein-Westfalen seit Tagen offline

Die Webserver der Polizei in Nordrhein-Westfalen sind seit über zwei Tagen abgeschaltet. Bislang ist es nicht gelungen, die Sicherheitslücke zu schließen.

Artikel veröffentlicht am ,
Sicherheitslücke: Polizei-Webserver in Nordrhein-Westfalen seit Tagen offline
(Bild: Polizei NRW/Screenshot Golem.de)

Die nordrhein-westfälische Polizei hat seit dem Morgen des 31. Januar 2012 ihren kompletten Internetauftritt vom Netz genommen. Das berichtet das Westfalen-Blatt. Grund für die ungewöhnliche Maßnahme sei eine Sicherheitslücke, die bei einer Überprüfung gefunden wurde, so ein Sprecher des NRW-Innenministeriums zum Westfalen-Blatt. Hackern sollten keine Angriffsmöglichkeiten geboten werden.

Stellenmarkt
  1. KEYMILE GmbH, Hannover
  2. Bosch Gruppe, Abstatt

Alle Daten der Polizei müssten sicher sein. Ziel der Wartungsarbeiten sei, auch die kleinste Sicherheitslücke zu schließen. Wann die Wartungen beendet seien, könne noch nicht gesagt werden. Die Abschaltung der Webserver führe auch zu Einschränkungen bei der polizeiinternen Arbeit, sagte der Sprecher, weitere Landesbehörden seien nicht betroffen.

Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) in Duisburg ist zuständig für das Funktionieren des Internetauftritts.

Auf der Webseite steht weiter zu lesen: "Wenden Sie sich bitte an die örtlichen Polizeibehörden oder wählen Sie in dringenden Fällen den Notruf 110."

Das Zollkriminalamt wurde am 8. Juli 2011 von der Gruppe No Name Crew gehackt. Sie kompromittierte den Server einer Observationseinheit der Zollfahndung aus Karlsruhe und veröffentlichte Rufnummern von Mobilfunkkarten von GPS-Trackern aus dem Zielverfolgungssystem Patras, Namen von Beamten und Angaben zu observierten Fahrzeugen. Durch einen Programmierfehler beim Zollkriminalamt seien Passwörter in der Datenbank gespeichert worden. Die Panne hätte durch Sicherheitstests leicht entdeckt werden können, sagte Jens Heider vom Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie.

Der FDP-Internetexperte und Mitglied im Innenausschuss des Bundestages, Jimmy Schulz, forderte danach eine konsequente Durchsetzung einiger weniger Mindeststandards in der IT-Sicherheit, womit Hackerangriffe vermieden werden könnten. Schulz: "Die Hacks auf Server der Rewe-Gruppe, auf das Verlagshaus Westermann, auf das Sony Playstation Network, auf Server von Zoll und BKA haben einige Gemeinsamkeiten: In allen Fällen waren die Server entweder mangelhaft abgesichert oder es wurden Fehler bei der Auswahl oder Entwicklung der verwendeten Software gemacht."



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 34,99€
  2. (u. a. WD 8 TB externe Festplatte USB 3.0 149,99€)
  3. (u. a. 32 GB 6,98€, 128 GB 23,58€)
  4. (u. a. Fractal Design Meshfy Light Tint 69,90€)

Shadow27374 02. Feb 2012

Es träfe nicht die falschen.


Folgen Sie uns
       


Huawei zu Spionagevorwürfen im Golem.de Interview

Der deutsche Pressesprecher von Huawei erklärt den Umgang mit Spionagevorwürfen.

Huawei zu Spionagevorwürfen im Golem.de Interview Video aufrufen
Gesetzesinitiative des Bundesrates: Neuer Straftatbestand Handelsplattform-Betreiber im Darknet
Gesetzesinitiative des Bundesrates
Neuer Straftatbestand Handelsplattform-Betreiber im Darknet

Eine Gesetzesinitiative des Bundesrates soll den Betrieb von Handelsplattformen im Darknet unter Strafe stellen, wenn sie Illegales fördern. Das war auch bisher schon strafbar, das Gesetz könnte jedoch vor allem der Überwachung dienen, kritisieren Juristen.
Von Moritz Tremmel

  1. Security Onionshare 2 ermöglicht einfachen Dateiaustausch per Tor
  2. Tor-Netzwerk Britischer Kleinstprovider testet Tor-SIM-Karte
  3. Tor-Netzwerk Sicherheitslücke für Tor Browser 7 veröffentlicht

Security: Vernetzte Autos sicher machen
Security
Vernetzte Autos sicher machen

Moderne Autos sind rollende Computer mit drahtloser Internetverbindung. Je mehr davon auf der Straße herumfahren, desto interessanter werden sie für Hacker. Was tun Hersteller, um Daten der Insassen und Fahrfunktionen zu schützen?
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Alarmsysteme Sicherheitslücke ermöglicht Übernahme von Autos
  2. Netzwerkanalyse Wireshark 3.0 nutzt Paketsniffer von Nmap
  3. Sicherheit Wie sich "Passwort zurücksetzen" missbrauchen lässt

Geforce GTX 1660 im Test: Für 230 Euro eine faire Sache
Geforce GTX 1660 im Test
Für 230 Euro eine faire Sache

Die Geforce GTX 1660 - ohne Ti am Ende - rechnet so flott wie AMDs Radeon RX 590 und kostet in etwa das Gleiche. Der klare Vorteil der Nvidia-Grafikkarte ist die drastisch geringere Leistungsaufnahme.

  1. EC2 G4 AWS nutzt Nvidias Tesla T4 für Inferencing-Cloud
  2. Zotac Geforce GTX 1660 Ti im Test Gute 1440p-Karte für unter 300 Euro
  3. Nvidia Turing OBS unterstützt Encoder der Geforce RTX

    •  /