Abo
  • Services:
Anzeige
Erneut wurde in OpenSSL eine kritische Sicherheitslücke gefunden.
Erneut wurde in OpenSSL eine kritische Sicherheitslücke gefunden. (Bild: Togaboy, Wikipedia)

Sicherheitslücke: OpenSSL akzeptiert falsche Zertifikate

Erneut wurde in OpenSSL eine kritische Sicherheitslücke gefunden.
Erneut wurde in OpenSSL eine kritische Sicherheitslücke gefunden. (Bild: Togaboy, Wikipedia)

Ein OpenSSL-Update behebt eine kritische Sicherheitslücke. Mittels einiger Tricks kann ein Angreifer damit ein gewöhnliches Zertifikat zu einer Zertifizierungsstelle machen. Betroffen sind vor allem Clients.

Das OpenSSL-Team hat erneut ein Sicherheitsupdate für seine Software herausgegeben. Die Versionen 1.0.2d und 1.0.1p beheben einen Fehler bei der Prüfung von Zertifikatsketten. Ein Angreifer kann hierbei einem Nutzer ein ungültiges Zertifikat als gültig vorgaukeln.

Anzeige

Fehlerhafte Zertifikatsketten werden akzeptiert

Laut der Fehlerbeschreibung tritt das Problem auf, wenn OpenSSL beim Validieren einer Zertifikatskette scheitert. Anschließend versucht OpenSSL erneut, eine Zertifikatskette aufzubauen, prüft aber dabei die Eigenschaften von Zertifikaten nicht korrekt. Das führt dazu, dass gewöhnliche Zertifikate als Zertifizierungsstellen fungieren können. Somit kann jeder, der irgendein gültiges Zertifikat besitzt, damit für OpenSSL scheinbar gültige Zertifikate ausstellen. Entdeckt wurde der Fehler vom Google-Entwickler David Benjamin.

Es handelt sich zweifelsohne um eine gravierende Sicherheitslücke, aber die Zahl der betroffenen Nutzer dürfte trotzdem eher begrenzt sein. Denn meistens überprüfen nur Clientapplikationen Zertifikate. Die meisten Webbrowser benutzen jedoch kein OpenSSL. Betroffen sind einige Mailanwendungen und andere Tools, die OpenSSL clientseitig einsetzen. Auch Server, die Clientzertifikate akzeptieren, sollten dringend aktualisiert werden. Im Google-Fork BoringSSL, der teilweise von Chrome genutzt wird, tritt die Lücke nicht auf.

Fehler im Rahmen des Juni-Updates

Eingeführt wurde der Fehler erst mit den im Juni veröffentlichten Versionen 1.0.1n und 1.0.2b. Ältere Versionszweige sind nicht betroffen. Die Sicherheitslücke hat die Kennung CVE-2015-1793 erhalten.

Im Rahmen des Updates weisen die OpenSSL-Entwickler nochmals darauf hin, dass die alten Versionszweige 0.9.8 und 1.0.0 bald nicht mehr unterstützt werden. Nur noch bis Ende Dezember 2015 wird es für diese Versionen Sicherheitsupdates geben. Alle Nutzer von OpenSSL sollten vorher auf die neueren Versionszweige umsteigen.


eye home zur Startseite
Popkornium18 10. Jul 2015

Die letzten OpenSSL Lücken haben ja den ein oder anderen Fork hervorgebracht (LibreSSL...

nn.max 09. Jul 2015

Gut gemacht.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Lufthansa Industry Solutions AS GmbH, Stuttgart
  2. KDO Service GmbH, Oldenburg
  3. Fresenius Medical Care Deutschland GmbH, Bad Homburg
  4. CodeWrights GmbH, Karlsruhe


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-13%) 34,99€
  2. 1,29€

Folgen Sie uns
       


  1. Nach Einbruchsversuch

    Zehntausende Haushalte in Berlin ohne Telefon und Internet

  2. US-Gerichtsurteil

    Einbetten von Tweets kann Urheberrecht verletzen

  3. Anklage in USA erhoben

    So sollen russische Trollfabriken Trump unterstützt haben

  4. Gerichtsurteil

    Facebook drohen in Belgien bis zu 100 Millionen Euro Strafe

  5. Microsoft

    Windows on ARM ist inkompatibel zu 64-Bit-Programmen

  6. Fehler bei Zwei-Faktor-Authentifizierung

    Facebook will keine Benachrichtigungen per SMS schicken

  7. Europa-SPD

    Milliardenfonds zum Ausbau von Elektrotankstellen gefordert

  8. Carbon Copy Cloner

    APFS-Unterstützung wird wegen Datenverlustgefahr beschränkt

  9. Die Woche im Video

    Spezialeffekte und Spoiler

  10. Virtual RAN

    Telekom und Partner bauen Edge-Computing-Testnetz



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Freier Media-Player: VLC 3.0 eint alle Plattformen
Freier Media-Player
VLC 3.0 eint alle Plattformen

Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G im Test: Raven Ridge rockt
Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G im Test
Raven Ridge rockt
  1. Krypto-Mining AMDs Threadripper schürft effizient Monero
  2. AMD Zen+ und Zen 2 sind gegen Spectre gehärtet
  3. Pinnacle Ridge Asus aktualisiert Mainboard für Ryzen 2000

Dorothee Bär: Netzbetreiber werden über 100 MBit/s angeblich kaum los
Dorothee Bär
Netzbetreiber werden über 100 MBit/s angeblich kaum los
  1. FTTH/B Glasfaser wird in Deutschland besser nachgefragt
  2. Koalitionsvertrag fertig "Glasfaser möglichst direkt bis zum Haus"
  3. Glasfaser Telekom weitet FTTH-Pilotprojekt auf vier Orte aus

  1. Re: Geht doch auch mit alter Hardware...

    gehtjanx | 04:56

  2. Re: Hatte Hillary nicht mehr Stimmen bekommen?

    SJ | 04:42

  3. Re: Sind die dann genau so überteuert und...

    bombinho | 04:35

  4. Re: Redundanz

    bombinho | 04:17

  5. Re: Wie immer war alles nur ein "Versehen"

    Sarkastius | 04:12


  1. 21:36

  2. 16:50

  3. 14:55

  4. 11:55

  5. 19:40

  6. 14:41

  7. 13:45

  8. 13:27


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel