Abo
  • IT-Karriere:

Sicherheitslücke: Mit Skype Android-PIN umgehen

Mit einem einfachen Skype-Anruf lassen sich trotz PIN-Sperre Fotos, Kontakte und mehr auf einem Android-Smartphone einsehen. Ein Update wurde veröffentlicht, steht aber noch nicht für alle Geräte zur Verfügung.

Artikel veröffentlicht am ,
Mit einem Skype-Anruf die PIN-Sperre von Android umgehen
Mit einem Skype-Anruf die PIN-Sperre von Android umgehen (Bild: Pexels/CC0 1.0)

Eine PIN soll ein Android-Smartphone vor unbefugten Zugriffen schützen. Mit einem Skype-Anruf lässt sich der Schutz jedoch umgehen und auf Fotos und Bilder zugreifen. Selbst ein Browser konnte geöffnet werden. Entdeckt hatte die Sicherheitslücke der Bughunter Florian Kunushevci, wie The Register berichtet. Microsoft hat die Lücke geschlossen, nicht alle Geräte haben bereits Updates erhalten.

Stellenmarkt
  1. BG-Phoenics GmbH, Hannover
  2. Technische Universität Darmstadt, Darmstadt

Auf Youtube zeigt Kunushevci, wie einfach sich die Lücke ausnutzen lässt - physischer Zugriff auf das Gerät vorausgesetzt: Die Annahme eines Skype-Anrufs reicht. Einmal auf den Nickname des Anrufenden in der rechten oberen Ecke getippt, können alle Fotos und Kontakte eingesehen werden. Schreibt der Angreifer URLs in die Skype-Nachrichten, kann er diese anklicken und in einem Webbrowser öffnen. Hieraus können sich weitere Angriffe ergeben: Beispielsweise könnte eine Webseite angesurft werden, die Schadcode enthält. Laut Kunushevci ließen sich über den Browser auch andere Apps öffnen.

In einem Test von Golem.de konnten wir sogar Geld von dem Anrufenden anfordern. Auf die Kontakte, die Fotos und den Browser konnten wir ebenfalls zugreifen. Andere Apps ließen sich in unserem Test jedoch nicht aus dem Browser öffnen. Ein Update für Skype war auf unserem Test-Smartphone mit Android 8.0 noch nicht erhältlich. Wir kamen nicht über die Skype-Version 8.36.0.52 vom 11. Dezember 2018 hinaus. Microsoft hat die Sicherheitslücke jedoch erst mit dem Update vom 23. Dezember 2018 behoben.

Der 19-jährige Kunushevci hat die Sicherheitslücke bereits im Oktober an Microsoft gemeldet. Betroffen sind laut Kunushevci alle Android-Versionen sowie alle Arten der Bildschirmsperre (PIN, Passwort, Fingerabdruck, Gesichtserkennung).

Auch Apples Bildschirmsperre konnte bereits umgangen werden

Dem Youtuber Jose Rodriguez ist es bereits mehrmals gelungen, die Bildschirmsperre von Apples iOS zu umgehen. Erst 2018 gelang es ihm, in 37 Schritten die Kontakte und Fotos eines gesperrten iPhones mit dem aktuellen iOS 12 anzuzeigen. Im Jahr 2016 konnte er Apples Sprachassistentin Siri dazu bringen, ihm ebenfalls Zugriff auf die Kontakte und Fotos auf einem iPhone zu gewähren. Im Jahr davor gelang ihm unter iOS 9 der Zugriff auf die gespeicherten Bilder.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-70%) 5,99€
  2. 4,99€
  3. 69,99€ (Release am 25. Oktober)
  4. 69,99€ (Release am 21. Februar 2020, mit Vorbesteller-Preisgarantie)

pommesmatte 08. Jan 2019

Genau. Und besagter Trojaner muss dann aber eben sowohl die Berechtigung haben, die...

Urbautz 08. Jan 2019

Bei Android weiß man einfach dass es unsicher ist. Da wundert sich niemand mehr.

Niaxa 07. Jan 2019

Na endlich hat's einer. Nicht nur das man überall einen Pin eingeben müsste, man hätte...


Folgen Sie uns
       


Nokia 6.2 und 7.2 - Hands on

Das Nokia 6.2 und das Nokia 7.2 sind zwei Android-Smartphones im Mittelklassesegment. Beide sind Teil des Android-One-Programms und dürften entsprechend schnelle Updates erhalten.

Nokia 6.2 und 7.2 - Hands on Video aufrufen
Atari Portfolio im Retrotest: Endlich können wir unterwegs arbeiten!
Atari Portfolio im Retrotest
Endlich können wir unterwegs arbeiten!

Ende der 1980er Jahre waren tragbare PCs nicht gerade handlich, der Portfolio von Atari war eine willkommene Ausnahme: Der erste Palmtop-Computer der Welt war klein, leicht und weitestgehend DOS-kompatibel - ideal für Geschäftsreisende aus dem Jahr 1989 und Nerds aus dem Jahr 2019.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Retrokonsole Hauptverantwortlicher des Atari VCS schmeißt hin

Elektromobilität: Warum der Ladestrom so teuer geworden ist
Elektromobilität
Warum der Ladestrom so teuer geworden ist

Das Aufladen von Elektroautos an einer öffentlichen Ladesäule kann bisweilen teuer sein. Golem.de hat mit dem Ladenetzbetreiber Allego über die Tücken bei der Ladeinfrastruktur und den schwierigen Kunden We Share gesprochen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Elektromobilität Hamburg lädt am besten, München besser als Berlin
  2. Volta Charging Werbung soll kostenloses Elektroauto-Laden ermöglichen
  3. Elektromobilität Allego stellt 350-kW-Lader in Hamburg auf

SSD-Kompendium: AHCI, M.2, NVMe, PCIe, Sata, U.2 - ein Überblick
SSD-Kompendium
AHCI, M.2, NVMe, PCIe, Sata, U.2 - ein Überblick

Heutige SSDs gibt es in allerhand Formfaktoren mit diversen Anbindungen und Protokollen, selbst der verwendete Speicher ist längst nicht mehr zwingend NAND-Flash. Wir erläutern die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Solid State Drives.
Von Marc Sauter

  1. PM1733 Samsungs PCIe-Gen4-SSD macht die 8 GByte/s voll
  2. PS5018-E18 Phisons PCIe-Gen4-SSD-Controller liefert 7 GByte/s
  3. Ultrastar SN640 Western Digital bringt SSD mit 31 TByte im E1.L-Ruler-Format

    •  /