Sicherheitslücke: Lenovo rät zur Deinstallation vorinstallierter Anwendung
Vorinstallierte Anwendungen sind für viele Windows-Nutzer ärgerlich. Lenovo warnt(öffnet im neuen Fenster) jetzt vor dem Programm Accelerator Application, das den Start anderer vorinstallierter Lenovo-Systemtools beschleunigen soll. Die Schwachstelle könnte mittels eines Man-in-the-Middle-Angriffs ausgenutzt werden, um Code auf dem Rechner des Opfers auszuführen.
Der Fehler soll nach Angaben von Lenovo selbst bei einem unzureichend abgesicherten Updateserver liegen. Nach Angaben der Sicherheitsfirma Duo Security(öffnet im neuen Fenster) wird alle zehn Minuten eine Anfrage an susapi.lenovomm.com geschickt, um die Verfügbarkeit von Updates zu überprüfen. Ein Angreifer könnte die Abfrage mangels Verschlüsselung und Autorisierung manipulieren, indem er die übertragene JSON-Datei verändert und zum Beispiel Malware nachlädt. Lenovo stellt eine vollständige Liste(öffnet im neuen Fenster) aller betroffenen Systeme bereit.
Andere App von Lenovo war sicher
Wieso Lenovo bei der Accelerator-App auf beide Sicherheitsfeatures verzichtet, ist unklar. Denn im von Duo Security durchgeführten Vergleichstest(öffnet im neuen Fenster) vorinstallierter Tools fiel eine andere Anwendung, das Lenovo Solution Center, als einzige App positiv auf. Hier werden TLS zur Verschlüsselung und Signaturen eingesetzt.
In dem Test wurden auch Programme von Dell, Asus und Hewlett-Packard getestet. Fast alle wiesen Sicherheitslücken auf. Einige der Probleme, wie das von Dell eingesetzte eDell-Root-Zertifikat, waren aber schon vorher bekannt und wurden mittlerweile behoben.
Erst im Januar war Lenovos Shareit-App durch ein unsicheres Standardkennwort aufgefallen. Mit Shareit können Nutzer einfach Dateien zwischen Geräten austauschen.
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