Sicherheitslücke: Juniper vergisst Signaturprüfung

Geräte des Netzwerkausrüsters Juniper akzeptieren Zertifikate für IPSEC-Verbindungen lediglich anhand des Ausstellernamens. Eine Prüfung der Signatur findet schlicht nicht statt.

Artikel veröffentlicht am , Hanno Böck
Juniper vergisst die Prüfung von Zertifikatssignaturen.
Juniper vergisst die Prüfung von Zertifikatssignaturen. (Bild: LPS.1 / Wikimedia Commons/CC-BY-SA 3.0)

Erneut muss die Firma Juniper einräumen, dass sich in ihren Produkten eine schwerwiegende Sicherheitslücke befindet. Wie die Nachrichtenseite Ars Technica berichtet versäumen es Produkte mit dem Junos-Betriebssystem offenbar, die Signatur von Zertifikaten zu prüfen. Es reicht bereits, wenn der Name des Zertifikatsausstellers korrekt ist.

Stellenmarkt
  1. Software Entwickler / Anwendungsentwickler JAVA JEE (m/w/d)
    Versicherungskammer Bayern Versicherungsanstalt des öffentlichen Rechts, München, Saarbrücken
  2. Embedded-Softwareentwickler*- in (w/m/d) Linux Kernel / Bootloader
    Guntermann & Drunck GmbH, Siegen
Detailsuche

Die üblicherweise verwendeten X.509-Zertifikate enthalten ein Feld, in dem der Aussteller des Zertifikats genannt ist. Üblicherweise wird zunächst anhand dieses Feldes nach einem passenden Root-Zertifikat gesucht und dann die Signatur verglichen. Doch den zweiten Schritt hat Juniper offenbar komplett ausgelassen.

Das bedeutet, dass sich jeder ein Zertifikat erzeugen kann, in dem eine von Junos akzeptierte Zertifizierungsstelle als Aussteller eingetragen ist. Es wird anschließend als gültiges Zertifikat erkannt. Juniper hat für die betroffenen Geräte ein Update bereitgestellt. Angesichts dieses schwerwiegenden Versäumnisses sollten Kunden sich aber möglicherweise eher fragen, ob sie den Geräten von Juniper überhaupt noch vertrauen können.

Schwere Sicherheitsmängel in Juniper-Geräten sorgten bereits im vergangenen Jahr für Schlagzeilen. Wie im Dezember bekannt wurde, enthielten Juniper-Geräte jahrelang mehrere Hintertüren. Zum einen wurde ein Standardpasswort gefunden, zum anderen kam der von der NSA mit einer Hintertüre versehene Zufallszahlengenerator Dual EC DRBG zum Einsatz. Die konkreten Werte für die Dual-EC-Hintertüre wurden dabei offenbar mehrfach ausgetauscht, so dass man davon ausgehen kann, dass hier möglicherweise verschiedene Akteure am Werk waren. Zur Aufklärung der Vorfälle hat Juniper wenig beigetragen und die Details sind nach wie vor unklar.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Macbook Pro
Apple bestätigt High Power Mode für M1 Max

Käufer des Macbook Pro mit M1 Max können wohl in MacOS Monterey per Klick noch mehr Leistung aus dem Gerät herausholen.

Macbook Pro: Apple bestätigt High Power Mode für M1 Max
Artikel
  1. Bundesregierung: Autobahn App 2.0 im ersten Quartal 2022 geplant
    Bundesregierung
    Autobahn App 2.0 im ersten Quartal 2022 geplant

    Die Opposition kritisiert die massiven Kosten, Nutzer bewerten die App schlecht. Dennoch soll die Autobahn App nun erweitert werden.

  2. Klage: Google soll E-Privacy und Werbemarkt manipuliert haben
    Klage
    Google soll E-Privacy und Werbemarkt manipuliert haben

    Mehrere US-Bundesstaaten haben Klage gegen Google eingereicht. Das Unternehmen rühmt sich derweil, Regulierungen verlangsamt zu haben.

  3. Silence S04: Günstiges Elektroauto mit herausnehmbaren Akku vorgestellt
    Silence S04
    Günstiges Elektroauto mit herausnehmbaren Akku vorgestellt

    Beim Elektroauto Silence S04 kann der Nutzer den Akku selbst wechseln, wenn dieser leergefahren ist.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Saturn-Gutscheinheft mit Direktabzügen und Zugaben • Nur noch heute: Mehrwertsteuer-Aktion bei MediaMarkt • Roccat Suora 43,99€ • Razer Goliathus Extended Chroma Mercury ab 26,99€ • Seagate SSDs & HDDs günstiger • Alternate (u. a. ASUS ROG Strix Z590-A Gaming WIFI 258€) [Werbung]
    •  /