Manipulierte Nachrichten: Sicherheitslücke im Facebook-Messenger

Hacker konnten Nachrichten manipulieren und Nutzern gefälschte, bösartige Links unterschieben. Die Sicherheitslücke betrifft Facebooks Messenger-App und die Browserversion des Chats.

Artikel veröffentlicht am ,
Facebook-Messenger-Nachrichten ließen sich durch einen Fehler einfach manipulieren.
Facebook-Messenger-Nachrichten ließen sich durch einen Fehler einfach manipulieren. (Bild: Josh Edelson/AFP/Getty Images)

Die Sicherheitsfirma Checkpoint hat eine schwerwiegende Schwachstelle in Facebooks Messenger-Dienst gefunden. Angreifer waren demnach in der Lage, Kommunikationsvorgänge zu manipulieren und so die Historie zu verändern oder Malware einzuschleusen. Facebook hat die Lücke mittlerweile geschlossen.

Stellenmarkt
  1. SAP S / 4HANA Enterprise Asset Management Consultant (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Raum München
  2. System Engineer - Backup as a Service (m/w/d)
    SVA System Vertrieb Alexander GmbH, deutschlandweit
Detailsuche

"Wenn Sie diese Sicherheitslücke ausnutzen, können Kriminelle ganz Chatverläufe ändern, ohne dass das Opfer es merkt," sagte Oded Vanunu von Checkpoint. "Wir gratulieren Facebook, dass sie sehr schnell auf unsere Meldung reagiert haben und ihre Nutzer schützen", heißt es in dem Statement weiter.

Die Schwachstelle betrifft die Art und Weise, wie Facebook einzelne Chatnachrichten speichert. Jede einzelne Nachricht hat eine eigene "message_id", die sowohl auf Facebooks Server als auch offline gespeichert wird. Angreifer konnten eine Anfrage an die Adresse www.facebook.com/ajax/mercury/thread_info.php richten und dann lokal die Message-ID auslesen. Wenn sie dann den Inhalt der Nachricht veränderten und an Facebooks Server sendeten, wurde der Inhalt an der entsprechenden Message-ID überschrieben.

Beweismittel könnten manipuliert sein

Diese Änderungen wären natürlich an die Endgeräte der Nutzer weitergegeben worden. Angreifer hätten sich die Sicherheitslücke zunutze machen und Gesprächsverläufe nachträglich manipulieren können. Wenn Facebook dann von einem Gericht zur Herausgabe der Informationen verpflichtet würde, könnten so Beweismittel vernichtet werden.

Golem Karrierewelt
  1. Kotlin für Java-Entwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    13./14.10.2022, Virtuell
  2. AZ-104 Microsoft Azure Administrator: virtueller Vier-Tage-Workshop
    19.-22.09.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Außerdem, schreibt Checkpoint, hätten Angreifer Nutzern auch manipulierte Links schicken können. Dazu würde zunächst eine Datei mit korrektem Link oder Anhang geschickt und diese im Nachhinein verändert, so dass die Verknüpfung auf einen bösartigen Inhalt zeige. Wenn der Nutzer dann noch einmal auf den Inhalt zu klicke, könne er zum Beispiel mit Ransomware infiziert werden.

Für das Angriffsszenario hätten sich Angreifer und Opfer gemeinsam in einem Chat befinden müssen. Gerade Chats mit Unternehmen wären für Angereifer ein lohnendes Szenario. Wäre es gelungen, den Account eines Bekannten des Opfers zu übernehmen, hätte mit diesem Szenario außerdem mittels Social-Engineering potentiell weitereichende Angriffe ausgeführt werden können, weil das Opfer möglicherweise dem vermeintlichen Freund vertraut hätte.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Internet
Indien verbannt den VLC Media Player

Weder Downloadlink noch Webseite des VLC Media Players können von Indien aus aufgerufen werden. Der vermutete Grund: das Nachbarland China.

Internet: Indien verbannt den VLC Media Player
Artikel
  1. Chiptune in Echtzeit: Der Game Boy ist das neue Vinyl
    Chiptune in Echtzeit
    Der Game Boy ist das neue Vinyl

    MP3s aufnehmen kann jeder. Bastelfreudige Musiker veröffentlichen ihre Alben lieber auf Game-Boy- und Super-Nintendo-Modulen.
    Ein Bericht von Daniel Ziegener

  2. THG-Prämie: Das fragwürdige Abkassieren mit der eigenen Wallbox
    THG-Prämie
    Das fragwürdige Abkassieren mit der eigenen Wallbox

    Findige Vermittler bieten privaten Wallbox-Besitzern Zusatzeinnahmen für ihren Ladestrom. Wettbewerber sind empört.
    Ein Bericht von Dirk Kunde

  3. Wissenschaft: Der Durchbruch in der Kernfusion ist ein Etikettenschwindel
    Wissenschaft
    Der Durchbruch in der Kernfusion ist ein Etikettenschwindel

    National Ignition Facility hat das Lawson-Kriterium der Kernfusion erreicht, aber das gilt nur für echte Reaktoren, keine Laserexperimente.
    Ein IMHO von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Zotac RTX 3080 12GB 829€ • MindStar (Sapphire RX 6900 XT 939€, MSI RTX 3070 599€, G.Skill DDR4-3200 32GB 98€) • PS5 bestellbar • Alternate (Apple iPad günstiger) • Games für PS5/PS4 bis 84% günstiger • Bester Gaming-PC für 2.000€ [Werbung]
    •  /