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Sicherheitslücke: Google warnt vor fehlenden Updates im Pixel

Wieder versäumt Google, vorhandene Patches bekannter Lücken an die eigenen Pixel-Geräte zu verteilen. Betroffen sind auch Samsung, Xiaomi und Oppo.

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Patches für bekannte Sicherheitslücken sind noch nicht bei den Android-Nutzern angekommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Die Sicherheitsforscher von Googles Project Zero warnen vor einer Sicherheitslücke in zahlreichen Android-Geräten, für die zwar bereits länger ein Patch-Update bereitsteht. Von den Android-Geräteherstellern sei dies bisher aber nicht übernommen oder an die Nutzer ausgespielt worden. Betroffen sind demnach Geräte von Samsung, Xiaomi, Oppo und anderen - auch die Pixel-Serie von Google.

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Konkret betroffen ist von den Sicherheitslücken (CVE-2022-36449) der Treiber von ARM für dessen Mali GPUs, der nicht im Hauptzweig des Linux-Kernels gepflegt wird. Bei den Lücken handelt es sich um typische Speicherfehler. Zum Potenzial der Lücken heißt es: "Ein Angreifer mit nativer Codeausführung in einem App-Kontext könnte vollen Zugriff auf das System erhalten, das Berechtigungsmodell von Android umgehen und einen umfassenden Zugriff auf Benutzerdaten ermöglichen."

Gefunden wurden die Lücken durch einen Audit des Codes durch Jann Horn. Initiiert hat diesen Audit wiederum die Erkenntnis von Maddie Stone, dass es sich bei den aktiv ausgenutzten Sicherheitslücken häufig um Varianten bereits bekannter Probleme handele. Stone zeigte dies am Beispiel von Lücken in dem Mali-GPU-Treiber, die aktiv ausgenutzt werden.

In dem Blogeintrag der Sicherheitsforscher heißt es, dass die durch Horn gefundenen und gemeldeten Lücken zuvor wahrscheinlich zur Nutzung in Malware gehandelt worden seien. Umso wichtiger sollte eigentlich das zeitnahe Schließen der Lücken sein. Und ARM ist dem auch direkt nachgekommen. Anschließende Tests bei den Geräteherstellern hätten aber gezeigt, dass diese die seit August bereitstehenden Updates von ARM noch nicht übernommen hätten.

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Immer wieder Probleme mit Android-Updates

Zwar arbeitet Google seit Jahren an einigen technischen Lösungen, die es vereinfachen sollen, auch sicherheitskritische Android-Updates schnell verteilen zu können. Möglich machen das unter anderem Neuerungen in Android 12 (g+), die Google selbst aber noch nicht ausreichend umsetzt, wie wir bereits im Fall des Pixel 6 im vergangenen Jahr kritisiert haben.

Deutlich schwieriger wird die Update-Politik beim Linux-Kernel und den genutzten Treibern, wofür Google immer noch kein gutes oder schnell funktionierendes System etablieren konnte. So vergaß Google bereits im Jahr 2019 das Einspielen der Patches für Sicherheitslücke.

Die Sicherheitsforscher des Project Zero fordern die Hersteller auf, derartige Patch-Lücken schneller zu schließen und enger mit ihren Upstream-Projekten zusammen zu arbeiten. Das gilt offenbar auch für Google selbst. Für die Pixel heißt es in einem Bugreport, dass die Updates in den kommenden Wochen bereitstehen sollen.