Sicherheitslücke: Gitlab-Lücke ermöglicht Code-Ausführung
Mit einem Update für die Versionen 10.5.6, 10.4.6, und 10.3.9 beseitigt der Code-Hosting-Dienst Gitlab verschiedene Sicherheitslücken in seiner Community Edition sowie der Enterprise Edition. Die Entwickler der freien Software raten entsprechend dringend zu einem ein Update(öffnet im neuen Fenster) auf die genannten Versionen. Das CERT Bund(öffnet im neuen Fenster) stuft das Risiko von Sicherheitslücken mit der CVE-Nummer CVE-2018-8801 als hoch ein.
Weitere und grundlegende Details zu den Lücken sollen erst in den kommenden Wochen veröffentlicht werden, wohl um den Nutzern ausreichend Zeit für ein Update zu lassen. Bislang geben die Entwickler nur bekannt, dass sich ein Angreifer im gleichen Netzwerk befinden müsse, damit er die Schwachstellen ausnutzen kann.
Es handle sich dabei um Lücken, die sich der Server Side Request Forgery (SSRF) bedienen. Mit Hilfe speziell manipulierter Anfragen sei es dadurch unter Umständen möglich, Informationen auszuspähen, die Authentifizierung zu umgehen oder auch Schadcode auszuführen. Details und Hintergründe zu dieser Art Sicherheitslücken, SSRF, liefert ein Blogeintrag der Bug-Bounty-Spezialisten von Hackerone(öffnet im neuen Fenster).
Schneller Bugfix, weitere Arbeiten später
Die Gitlab-Macher schreiben zur ihrer Lösung: "Um das SSRF-Problem zu beheben, haben wir eine neue Checkbox-Option erstellt, um ausgehende Anfragen an lokale Netzwerke zuzulassen (private IPv4- und IPv6-Adressbereiche). Diese ist derzeit standardmäßig deaktiviert" und finde sich in den Admin-Einstellungen.
Sollten Nutzer dennoch ausgehende Anfragen für Hooks oder eigene Dienste benötigen, kann die Funktion über die Option zwar wieder aktiviert werden. Das Team warnt aber explizit davor, dass die Gitlab-Instanz dann weiter für die Sicherheitslücke anfällig ist. Das Team will aber an künftig an einer flexibleren Lösung arbeiten und etwa eine Whitelist für die Funktion erstellen.
Eine weitere Lücke, die das Team mit den nun verfügbaren Updates behoben hat, betrifft die Integration von Auth0 in dem Gitlab-Dienst. Hier können bereits authentifizierte Nutzer die Anmeldung eines anderen Anwenders forcieren und so dessen Nutzerrechte erlangen.
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