Sicherheitslücke: Gematik untersagt Videoident-Verfahren bei Krankenkassen

Die Krankenkassen dürfen vorerst keine Personen mehr per Videodienst identifizieren. Offenbar gibt es Sicherheitsprobleme.

Artikel veröffentlicht am ,
Krankenkassenmitglieder können sich vorerst nicht mehr per Video identifizieren.
Krankenkassenmitglieder können sich vorerst nicht mehr per Video identifizieren. (Bild: Gematik)

Aus Sicherheitsgründen dürfen sich Krankenkassenmitglieder vorerst nicht mehr per Videoidentverfahren identifizieren. Die für Telematikanwendungen im Gesundheitssystem zuständige Firma Gematik untersagte am 9. August 2022 die Nutzung solcher Dienste. "Dies ist aufgrund einer der Gematik zugänglich gemachten sicherheitstechnischen Schwachstelle in diesem Verfahren aus Sicht der Gematik unumgänglich", hieß es zur Begründung. Um welche Art von Schwachstelle es sich handelt, ging aus der Mitteilung nicht hervor. Offenbar sind mehrere Anbieter betroffen.

Stellenmarkt
  1. Fachinformatiker (m/w/d) für Systemintegration zur IT-Administration an den landkreiseigenen ... (m/w/d)
    Landratsamt Schweinfurt, Schweinfurt
  2. Team-Leiter:in (w/m/d) für die Informations- und Kommunikationstechnik
    Hochschule Aalen, Aalen
Detailsuche

Krankenkassen wie die TK bieten solche Verfahren beispielsweise für bestimmte Onlinedienste an, um ihren Mitgliedern "einen reibungslosen, vollständig digitalen Ablauf zu ermöglichen". Dabei muss in der Regel von der Person ein gültiges Ausweisdokument vor das Smartphone oder eine Webcam gehalten werden, das von einem Mitarbeiter oder einem KI-System überprüft wird.

Weitere Identifizierungsverfahren sind laut Gematik nicht betroffen und könnten weiterhin genutzt werden. Dazu zählten alle Verfahren, die eine lokale Prüfung des Ausweises enthielten, beispielsweise in der Filiale der Krankenkasse oder per Postident bei der Zustellung. Die Verfahren unter Nutzung der Online-Ausweisfunktion seien ebenfalls nicht betroffen.

Zudem arbeiteten die Gematik und das Bundesgesundheitsministerium daran, zusätzliche Verfahren bereitzustellen, die eine lokale Begutachtung des Ausweises ermöglichten.

Golem Karrierewelt
  1. Adobe Photoshop Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    06./07.10.2022, Virtuell
  2. Cinema 4D Grundlagen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    07.-09.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Über die Wiederzulassung von Videoident-Verfahren könne erst entschieden werden, "wenn die Anbieter konkrete Nachweise erbracht haben, dass ihre Verfahren nicht mehr für die gezeigten Schwachstellen anfällig sind".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


jonasz 10. Aug 2022 / Themenstart

Kollege von mir arbeitet bei der Postpolizei (nicht in Deutschland), welche auch für...

3247 10. Aug 2022 / Themenstart

Was macht dann in Korea jemand, der keinen koreanischen Pass hat?

Glitti 10. Aug 2022 / Themenstart

Beim Videoident muss ich meinen Ausweis in alle möglichen Richtungen kippen dass die...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Cloudgaming
Google Stadia scheiterte nur an sich selbst

Die Technik war nicht das Problem von Alphabets ambitioniertem Cloudgaming-Dienst. Das Problem liegt bei Google. Ein Nachruf.
Eine Analyse von Daniel Ziegener

Cloudgaming: Google Stadia scheiterte nur an sich selbst
Artikel
  1. Tiktok-Video: Witz über große Brüste kostet Apple-Manager den Job
    Tiktok-Video
    Witz über große Brüste kostet Apple-Manager den Job

    Er befummle von Berufs wegen großbrüstige Frauen, hatte ein Apple Vice President bei Tiktok gewitzelt. Das kostete ihn den Job.

  2. Copilot, Java, RISC-V, Javascript, Tor: KI macht produktiver und Rust gewinnt wichtige Unterstützer
    Copilot, Java, RISC-V, Javascript, Tor
    KI macht produktiver und Rust gewinnt wichtige Unterstützer

    Dev-Update Die Diskussion um die kommerzielle Verwertbarkeit von Open Source erreicht Akka und Apache Flink, OpenAI macht Spracherkennung, Facebook hilft Javascript-Enwicklern und Rust wird immer siegreicher.
    Von Sebastian Grüner

  3. Vantage Towers: 1&1 Mobilfunk gibt Vodafone die Schuld an spätem Start
    Vantage Towers
    1&1 Mobilfunk gibt Vodafone die Schuld an spätem Start

    Einige Wochen hat es gedauert, bis 1&1 Mobilfunk eine klare Schuldzuweisung gemacht hat. Doch Vantage Towers verteidigt seine Position im Gespräch mit Golem.de.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED TV 2022 65" 120 Hz 1.799€ • ASRock Mainboard f. Ryzen 7000 319€ • MindStar (G.Skill DDR5-6000 32GB 299€, Mega Fastro SSD 2TB 135€) • Alternate (G.Skill DDR5-6000 32GB 219,90€) • Xbox Series S + FIFA 23 259€ • PCGH-Ratgeber-PC 3000€ Radeon Edition 2.500€ [Werbung]
    •  /